Newsticker Dezember: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Chlorgasleck in Chemieanlage in Rheinberg

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08.12.2022

Göttingen (dpa/lni) *18:26 Uhr – Pharmazulieferer Sartorius beteiligt sich an schwedischer Bico Group

Der Pharma- und Laborausrüster Sartorius beteiligt sich im Rahmen einer Kooperation an der schwedischen Bico Group. Der Dax-Konzern arbeitet mit dem kleineren Branchenkollegen laut einer Mitteilung vom Donnerstagabend künftig in Sachen Technologie sowie Vertrieb und Marketing zusammen. In diesem Zuge zeichnet Sartorius auch eine Kapitalerhöhung von Bico in Höhe von zehn Prozent der ausstehenden Aktien zu einem Preis von 76 Schwedischen Kronen je Papier. Insgesamt entspricht das rund 487 Millionen Kronen (45 Mio Eur).

Zusammen mit der bereits bestehenden Beteiligung an Bico wird Sartorius nach Abschluss der Transaktion gut 10 Prozent der Aktien und 8,5 Prozent der Stimmrechte an dem Anbieter von Instrumenten und Verbrauchsmaterialien für Biotech-Anwendungen halten, wie es weiter hieß.

Konkret wollen die beiden Unternehmen bei Forschung und Entwicklung in den Bereichen 3D-Zell-Druckverfahren und damit verbundenen Technologien sowie bei digitale Lösungen für Arbeitsabläufe in der Zelllinienentwicklung zusammenarbeiten. Zudem wird Sartorius Vertriebspartner für Bico-Produkte in der Region Asien-Pazifik.

Ingelheim (dpa/lrs) *14:17 Uhr – Produktion der Chemie-Industrie so niedrig wie vor fünf Jahren

Die Chemie-Unternehmen in Rheinland-Pfalz klagen über zunehmenden Kostendruck und schwierige Produktionsbedingungen. Die aktuelle Krisenlage und zunehmender politischer Regulierungsdruck gefährdeten die chemisch-pharmazeutische Industrie und ihre Transformation, also notwendige Anpassungen an neue Bedingungen, sagte die Vorstandsvorsitzende der Chemieverbände Rheinland-Pfalz, Sabine Nikolaus, am Donnerstag in Ingelheim.

«Wir brauchen eine wirksame Kostenbremse für unsere Branche und eine Gesetzgebung, die Wettbewerbsfähigkeit und zukunftsfähige Arbeitsplätze der Industrie berücksichtigt», fügte die Chefin des Dachverbands hinzu. Der Umsatz der Branche in Rheinland-Pfalz stieg zwar nach Angaben des Verbands von Januar bis September um 26 Prozent auf 28,5 Milliarden Euro – dieser Zuwachs spiegelt aber vor allem die enormen Kostensteigerungen wider. Von Januar bis Oktober ging die Produktion um rund elf Prozent zurück, womit der niedrigste Stand seit fünf Jahren erreicht wurde.

«Anlagen produzieren weniger oder stehen nahezu still», sagte Hauptgeschäftsführer Bernd Vogler. Sorge macht der Branche auch ein Rückgang der Aufträge: «Aus den Unternehmen haben wir gehört: 'Es war, als ob jemand den Stecker gezogen hätte'.» Investitionen würden geschoben oder gestoppt. Eine Umfrage des Verbands ergab, dass sieben von zehn Unternehmen in den kommenden Monaten eine weitere Verschlechterung der Lage erwarten.

Die Chemieverbände Rheinland-Pfalz fassen den Arbeitgeberverband Chemie und des Landesverband der Chemischen Industrie zusammen. Diese vertreten die wirtschafts- und sozialpolitischen Interessen von rund 190 Mitgliedsunternehmen. Die Chemiebranche in Rheinland-Pfalz zählt mit dem Branchenriesen BASF zu den wichtigsten Industriezweigen des Bundeslands.

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