Von Abnehmmitteln zu Impfstoffen Eli Lilly baut Impfstoffgeschäft mit Milliardenübernahme aus

Quelle: Pressemitteilung dpa 1 min Lesedauer

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Der Diabetesmittel-Hersteller Eli Lilly hat die Übernahme der Impfstoffentwickler Curevo, Limmatech Biologics und Vaccine Company bekannt gegeben. Vakzine unter anderem gegen das Epstein-Barr-Virus und Gürtelrose stehen in der Pipeline.

Eli Lilly will die Impfstoffentwickler Curevo, Limmatech Biologics und Vaccine Company übernehmen.(Bild:  Eli Lilly)
Eli Lilly will die Impfstoffentwickler Curevo, Limmatech Biologics und Vaccine Company übernehmen.
(Bild: Eli Lilly)

Eli Lilly baut sein Geschäft mit Infektionskrankheiten aus und will dafür drei Impfstoffentwickler übernehmen. Das Unternehmen hat dafür entsprechende Vereinbarungen mit Curevo, Limmatech Biologics und Vaccine Company geschlossen.

Transaktion abhängig von Meilensteinen

Abhängig von Vorauszahlungen sowie dem Erreichen klinischer und kommerzieller Meilensteine könnte das Gesamtvolumen der Transaktionen bis zu 3,8 Milliarden US-Dollar (rund 3,3 Milliarden Euro) erreichen.

Fokus auf Vakzine gegen EBV und Gürtelrose

Für Vaccine Company könnten dabei bis zu 1,55 Milliarden Dollar fließen. Das Unternehmen entwickelt auf Basis einer eigenen Technologie einen Impfstoff gegen das Epstein-Barr-Virus, dem Erreger des Pfeifferschen Drüsenfiebers. Eine ähnlich hohe Summe sieht die Vereinbarung mit Curevo vor, dessen wichtigster Entwicklungskandidat ein Vakzin gegen Gürtelrose ist.

Die Aktionäre von Limmatech Biologics könnten bis zu 780 Millionen Dollar erhalten. Das wichtigste Produkt des Unternehmens in der Entwicklung ist ein Impfstoff gegen einen bakteriellen Erreger, der unter anderem nach Operationen schwere Infektionen verursachen kann.

Impfstoffe könnten wieder strategischer Kernbereich werden

Lilly war in der Vergangenheit bereits im Bereich Infektionskrankheiten aktiv und entwickelte oder vermarktete unter anderem während der Pandemie einen Antikörperwirkstoff gegen Covid-19. In den vergangenen Jahren machte der Konzern seinen Milliardenumsatz jedoch vor allem mit Diabetesmedikamenten und den stark nachgefragten Abnehmmitteln, die das Wirkprinzip des Darmhormons GLP-1 nachahmen.

Sollten sich die Übernahmen als erfolgreich erweisen, könnten Impfstoffe laut einem Bericht des Wall Street Journal künftig wieder zu einem zentralen Geschäftsfeld des Konzerns werden.

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