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Industrie 4.0 Roadmap

Chemotroniker: Neue Berufsbilder in der Chemie?

| Autor/ Redakteur: Dominik Stephan* / Dominik Stephan

Industrie 4.0 ist in den Betrieben angekommen, doch der Weg vom Mitmacher zum Gestalter ist ein langer. Neben Technologie sind vernetzte Produktion und Internet der Dinge auch eine Frage des Mindsets. Fachverbände und Unternehmen setzen auf bessere Ausbildung und lebenslanges Lernen, um heute schon die Weichen für die Zukunft zu stellen.

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Gut gerüstet: Die Aus- und Weiterbildungs-Agenda 4.0 Welchen zukünftigen Aus- und Fortbildungsbedarf sehen Sie zu Industrie 4.0?
Gut gerüstet: Die Aus- und Weiterbildungs-Agenda 4.0 Welchen zukünftigen Aus- und Fortbildungsbedarf sehen Sie zu Industrie 4.0?
(Quelle: GVC-Mitgliederumfrage 2016; Bild:© acnaleksy/Fotolia.com; Grafik: PROCESS;)

Es ist die Vision der schönen neuen (Industrie-)Welt: In Zukunft sollen intelligente Feldgeräte miteinander kommunizieren, die Instandhaltung präventiv erfolgen und die Rückkopplung zum Kunden ganz neue Produktionsformen ermöglichen.

Zwischenhändler, Lagerhaltung und aufwändige Lieferketten werden von einer dezentralen Produktion im Baukastenformat direkt beim Kunden abgelöst, während Augmented-Reality-Lösungen die Grenzen zwischen Cyberspace und realer Welt verschwimmen lassen.

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Die Vision lebt – scheinbar: Tatsächlich erleben bereits drei Viertel der Ingenieure in ihrer täglichen Arbeit den Wandel zur Digitalisierung und Vernetzung, wie eine aktuelle VDI-Umfrage aufzeigt. Kein Wunder, haben doch die Hersteller von Feldgeräten, Engineeringsoftware oder Automatierungslösungen den Trend längst erkannt. Die neuste Generation der Anlagenkomponenten und Apparate kommt mit On-Board-Intelligenz, Möglichkeiten zur Echtzeit-Diagnose oder Kommunikation mit dem Leitsystem.

Auch in Instandhaltung oder Labor sollen, wenn es nach dem Willen der Entwickler geht, Datenbrillen und Tablet-PCs Einzug halten. Besonders Automatisierer und IT-Unternehmen reiben sich die Hände: Schon jetzt bieten 31 % der Firmen spezielle Produkte zum industriellen Internet der Dinge vom Cloudspeicher bis zur mitdenkenden Laborbrille an – weitere 31 % haben entsprechende Produkte in der Pipeline, wie eine Bitkom Umfrage ergab. Das Potenzial ist jedenfalls gewaltig: Bis zum Jahr 2020 soll der weltweite Umsatz mit vernetzen Geräten auf über 1800 Milliarden Dollar steigen (von derzeit 1100 Mrd.) steigen.

Noch ein weiter Weg

Doch der Weg in Richtung Industrie 4.0 könnte weiter sein, als es die Zahlen vermuten lassen: Lediglich sechs von zehn Firmen in Deutschland fühlen sich gut auf die Digitalisierung vorbereitet, zeigt eine aktuelle Umfrage der Beratungsagentur Mc Kinsey. „Viele Unternehmen fangen erst jetzt an, sich konkret mit Industrie 4.0 auseinanderzusetzen. Vorteile neuer Technologien werden zu oft als Risiko und nicht als Chance gesehen, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen“, so Mc Kinsey-Direktor Detlef Kayser.

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