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Industrie 4.0 Roadmap

Chemotroniker: Neue Berufsbilder in der Chemie?

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Reagieren statt agieren laute viel zu häufig die Devise. Auch Zahlen des VDI bestätigen diesen Trend: So begreifen lediglich 9,1 % der Chemieingenieure sich selbst als Mitgestalter der digitalen Revolution – im internationalen Vergleich höchstens Mittelmaß, erklärten die Macher der Studie.

Liegt es vielleicht am Ende gar nicht an der Technologie? Der VDI zumindest meint, ausgerechnet bei den Mitarbeitern den großen Hemmschuh auf dem Weg zur vierten industriellen Revolution ausgemacht zu haben. „Die Mehrheit der Unternehmen sieht einen großen Veränderungsbedarf bei der Ausbildung“, gab der Vorsitzende der VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (GVC), Dr. Claas-Jürgen Klasen, zu bedenken. Professor Dr. Kurt Wagemann geht noch einen Schritt weiter: „Brauchen wir künftig den Chemotroniker?“ regt der Dechema-Geschäftsführer die Schaffung ganz neuer Berufsbilder an.

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Industrie 4.0 geht alle an

Das neue Zeitalter der Industrie fordert aber auch „alten Hasen“ einiges ab. Auf dem Weg zur Industrie 4.0 sei die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen das wesentliche Rüstzeug, ist sich Klasen sicher.

Zugleich warnt der GVC-Vorsitzende aber auch eindringlich davor, für die neuen digitalen Kompetenzen Abstriche bei der klassischen Ausbildung der Fachleute und Experten von morgen zu machen. Eines dürfe man bei aller Begeisterung für neue Technologien nicht vergessen: die Arbeit der Ingenieure bleibt so anspruchsvoll und spannend wie eh und je.

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