Armaturen Armaturenbranche braucht dringend Fachkräfte

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Armaturenherstellern drohen auf Dauer hohe Verluste, weil immer mehr Ingenieursstellen unbesetzt bleiben. Mit klugen Strategien steuern die ersten Unternehmen der Armaturenbranche dem Mangel entgegen.

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Die Armaturenbranche sucht händeringend nach jungen Ingenieurinnen und Ingenieuren. Die Armaturenhersteller müssen sich Strategien zur Nachwuchsakquise einfallen lassen.
Die Armaturenbranche sucht händeringend nach jungen Ingenieurinnen und Ingenieuren. Die Armaturenhersteller müssen sich Strategien zur Nachwuchsakquise einfallen lassen.
(Bilder: Messe Duesseldorf / ctillmann)

„Fachkräfte dringend gesucht“ – ein Hilferuf geht um die Welt. Denn der Mangel an gut ausgebildeten Mitarbeitern – auch in der Armaturenindustrie – gefährdet die Leistungsfähigkeit der Unternehmen. Innovationskraft könnte auf der Strecke bleiben. Am Ende leiden auch komplette Volkswirtschaften. Was ist zu tun?

Früher war nicht alles besser, aber dies schon: „Vor ein paar Jahren noch war es kein Problem, Stellen zu besetzen“, erinnert sich Petra Kappelhoff-Wöstmann, Geschäftsführerin der Axa Maschinen und Armaturen. Leider Vergangenheit – die Besetzung von Stellen werde „immer schwieriger und für ein Unternehmen, wie wir es sind, auch gefährlich, denn wir sind auf qualifizierte Fachkräfte angewiesen.“ Aktuell habe man mehrere offene Stellen zu besetzen, betont die Geschäftsführerin des Unternehmens aus Schöppingen.

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Heute schon erhebliche Engpässe in der Armaturenbranche

So wie Axa Maschinen und Armaturen ergeht es auch vielen anderen Armaturenherstellern. „Bereits heute kommt es zu erheblichen Engpässen“, warnt Dr. Hannes Hesse, Hauptgeschäftsführer des VDMA. Ein Umstand, über den Verbände vieler Länder klagen. Allein im deutschen Maschinen- und Anlagenbau würden derzeit über 7000 Ingenieure und hochqualifizierte Techniker gesucht.

Die Studie „Fachkräftemangel 2012“ des Personalberaters Manpower Group unterstreicht die verhängnisvolle Entwicklung. Danach haben aktuell 42 Prozent der deutschen Unternehmen Schwierigkeiten bei der Suche nach geeigneten Fachkräften. Das sind acht Prozent mehr als im weltweiten Durchschnitt.

Die größten Probleme bestünden für Unternehmen laut Studie bei der Suche nach Fachkräften aus dem handwerklichen Bereich sowie nach Ingenieuren. Eine Erholung ist nach Einschätzung der Manpower Group nicht in Sicht: „Das Handwerk verzeichnet einen Mangel an Auszubildenden – und die Zahl der unbesetzten Ingenieursstellen hat sich von 2010 auf 2012 fast verdoppelt.“ Die meisten Fachkräfte fehlen im Maschinen- und Fahrzeugbau mit fast 37.000 Stellen.

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