Armaturen

Armaturenbranche braucht dringend Fachkräfte

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„Das Projekt bietet all denen Unterstützung, die eine Veranstaltung zur Förderung des weiblichen MINT-Nachwuchses organisieren wollen“, erläutert Projektleiterin Tina Lackmann. Mit einem beachtlichen Ergebnis: Laut VDI wurden innerhalb von zwei Jahren 75.000 Teilnehmer erreicht, darunter 40.000 Frauen.

Die Begeisterung von Frauen für technische Berufe ist mit Blick auf die Entwicklung der nächsten Jahre dringend nötig. Denn „in keinem anderen Land Europas sind so viele ältere Ingenieure am Arbeitsmarkt wie in Deutschland“, weiß VDI-Direktor Fuchs. „Folglich werden in den kommenden Jahren in großem Ausmaß Ingenieure aus dem aktiven Erwerbsleben ausscheiden.“ Wird nicht erfolgreich gegengesteuert, droht ein Innovationsverlust. Eine fatale Entwicklung, denn es werden in den Branchen mit hoher Ingenieursdichte jährlich etwa 73 Milliarden Euro in Innovationen investiert.

„Wenn wir die Ingenieurlücke nicht schließen können, wird der weiter fortschreitende Fachkräfteengpass zu einer massiven Bedrohung des Geschäftsmodells Deutschlands führen“, macht Dr. Hans-Peter Klös, Geschäftsführer des Institutes der deutschen Wirtschaft Köln (IW), deutlich.

Großes Potenzial älterer Mitarbeiter

Investitionen in Bildung, Werben in EU-Krisenländern und Wecken des Interesses von Frauen für technische Berufe sind ohne Frage gute Ansätze. Aber es gibt noch eine weitere, immer wichtiger werdende Strategie: Große Potenziale schlummern bei älteren Arbeitnehmern. Ein Umstand, dem lange wenig Bedeutung geschenkt wurde.

In der Vergangenheit wurde nach dem Prinzip verfahren: Alte raus aus den Unternehmen – junge rein ins Unternehmen. Ein fatales Ergebnis ist, dass mehr als die Hälfte der Unternehmen in Deutschland ausschließlich Arbeitnehmer beschäftigt, die jünger als 50 Jahre sind.

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