Newsticker Juli: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Chemie-Gewerkschaft warnt vor weiterer Abwanderung von Industriebetrieben

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24.07.2025

Osterwieck (dpa) *15:29 Uhr – Verwaltungsamt prüft Unternehmen nach Arsendiebstahl

Nach dem Diebstahl von hochgiftigem Arsen aus einer Spezialfirma in Osterwieck (Sachsen-Anhalt) bereitet das Landesverwaltungsamt derzeit eine Vor-Ort-Kontrolle im Unternehmen vor. Letztmals sei im November die Einhaltung entsprechender Richtlinien zur Lagerung von Arsen bestätigt worden, teilte eine Sprecherin des Verwaltungsamtes mit. Der Zugang sei ausschließlich fachkundigem Personal gestattet und erfolge gesichert über Transpondersysteme, Zutrittskontrollen und Umzäunung.

Am Dienstag hatte der Landkreis Harz eine Großschadenslage gemeldet, nachdem Behälter mit Arsenpulver und -granulat in der Umgebung der Firma gefunden worden waren. Mehrere Behältnisse mit hochgiftigem Arsentrichlorid fehlen noch. Die Polizei ermittelt wegen eines Einbruchdiebstahls. Genaue Details zu möglichen Tatverdächtigen konnte die Polizei noch nicht mitteilen. Die Spezialfirma im Harz stellt nach eigenen Angaben hochreines Arsen her, das unter anderem in der Halbleiterindustrie verwendet wird.

Nürnberg (dpa) *09:53 Uhr – Verdacht auf millionenschweren Betrug mit Covid-Medikament

In Bayern sollen Apotheker und andere Verdächtige das Covid-Medikament Paxlovid illegal auf den Schwarzmarkt gebracht haben. Im Raum steht ein Schaden von rund 2,6 Millionen Euro, wie die bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen (ZKG) in Nürnberg mitteilte. Zwei Beschuldigte sitzen demnach in Untersuchungshaft. Die Haftbefehle seien in München vollstreckt worden, sagte ein Sprecher der Zentralstelle.

Die Spezialstaatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Verdächtigen im Jahr 2023 das verschreibungspflichtige, vom Bund zentral beschaffte Medikament bestellt haben, um es danach «außerhalb des vorgegebenen Verteilungsmechanismus» an Zwischenhändler auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen.

Paxlovid wurde im Januar 2022 neu zugelassen. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hatte es der Bund zentral und in großen Mengen beschafft. Nach einer ärztlichen Verordnung sollten es Patienten in der Apotheke kostenlos bekommen. Nach Angaben der Zentralstelle erhielten der Großhandel und die Apotheken eine Aufwandsentschädigung aus Bundesmitteln dafür, über die gesetzlichen Krankenkasse wurde nicht abgerechnet.

Vor einer Woche durchsuchten die Ermittler in dem Fall Objekte in München, Regensburg und Bamberg. Dabei seien Unterlagen und Datenträger sichergestellt worden, die nun ausgewertet würden, teilte die Zentralstelle weiter mit. Den Beschuldigten wird unter anderem Untreue und vorsätzlicher unerlaubter Großhandel mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln zur Last gelegt. Bis zum Abschluss des Falls gilt die Unschuldsvermutung.

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