04.07.2025: BND: Russland verstärkt Einsatz von Chemiewaffen
Schwarzheide/Ludwigshafen (dpa/bb) *17:59 – Land sichert BASF-Standort Schwarzheide Unterstützung zu
Der Chemiekonzern BASF wird vom Land Brandenburg weiter unterstützt, um den Standort Schwarzheide zu stärken. Das ist Teil einer gemeinsamen Erklärung, die Land und Konzern anlässlich des 35-jährigen Jubiläums des Lausitzer Standorts unterschrieben. Im Fokus stehen demnach die Förderung von Investitionen in Batterietechnologien und die Entwicklung zu einem modernen Industriepark.
«Seit der deutschen Wiedervereinigung 1990 hat sich der BASF-Standort in Schwarzheide dank kontinuierlicher Investitionen zu einem bedeutenden industriellen Leuchtturm in Ostdeutschland entwickelt - ein Symbol für erfolgreichen Strukturwandel und wirtschaftliche Erneuerung», sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bei der Unterzeichnung am BASF-Hauptsitz in Ludwigshafen.
Meschede (dpa) *10:31 – Biertrinker halten sich zurück
Wenig Lust auf Bier: Die deutsche Braubranche spürt die Zurückhaltung vieler Konsumenten. Der Absatzrückgang der Branche von 6,8 Prozent in den ersten fünf Monaten von alkoholhaltigem Bier hat nach Ansicht der Brauerei Veltins historische Dimension. «Der Biermarkt schwächelt aktuell in einer Größenordnung, wie wir sie so seit der Wiedervereinigung nicht erlebt haben», sagte der Geschäftsführer Vertrieb bei Veltins, Rainer Emig.
Der branchenweite Verlust von rund 2,3 Millionen Hektoliter von Januar bis Mai zum Vorjahreszeitraum fällt laut Veltins etwa doppelt so hoch aus als der übliche Jahresrückgang im schrumpfenden Markt. Allein in Nordrhein-Westfalen habe der Markt mehr als 400.000 Hektoliter verloren. Selbst im Pandemiejahr 2021 mit Corona-Lockdown sei in dem Zeitraum mehr Bier verkauft worden. Die Branche werde den unerwartet hohen Rückschlag im weiteren Jahresverlauf 2025 kaum aufholen können.
Viel Sonne, warm und trocken: Das Wetter im ersten Halbjahr hätte den Brauern und der Gastronomie eigentlich helfen müssen, sagte Brauereichef Volker Kuhl. Und fügte hinzu: «Hat es aber nicht. Die Menschen haben weiter an ihrem Portemonnaie festgehalten.» Laut Veltins geht es häufig um das zweite oder dritte Bier, das derzeit nicht getrunken wird. Es werde voraussichtlich bis in das Jahr 2026 dauern, bis die Branche wieder vom Konsumklima profitiere. Im kräftig schrumpfenden Biermarkt hat Veltins im ersten Halbjahr 2025 ein Absatzplus von 2,3 Prozent auf 1,78 Millionen Hektoliter erzielt. Neue Produkte seien Wachstumsträger. Die Stammmarke Veltins Pilsener legte um 1,3 Prozent zu. Der Fassbierabsatz sank allerdings um etwa fünf Prozent.
Viele Brauereien versuchten, mit alkoholfreien Produkten Boden gutzumachen, um die sich ein besonders harter Wettbewerb entwickelt habe, sagte Kuhl. «Alkoholfreie Biere sind aus unserer Sicht allenfalls ein Pflaster, das die Schmerzen lindert.» Sie seien kein Retter in der Krise.
Berlin (dpa) *08:41BND: Russland verstärkt Einsatz von Chemiewaffen in Ukraine
Russland verstärkt nach Erkenntnissen des Bundesnachrichtendienstes und von zwei niederländischen Geheimdienste den Einsatz von Chemiewaffen in der Ukraine. «Der Einsatz von Tränengasen sowie Chlorpikrin durch russische Truppen ist nun zur Standardpraxis geworden und weit verbreitet», teilten der deutsche Auslandsgeheimdienst sowie der niederländische Militärnachrichtendienst MIVD und der niederländische Nachrichtendienst AIVD gemeinsam mit.
Chlorpikrin, auch Trichlornitromethan genannt, ist ein chemischer Kampfstoff aus der Gruppe der Lungenkampfstoffe. Im Ersten Weltkrieg wurde er auch unter der Bezeichnung Grünkreuz-1 eingesetzt. Grünkreuz deshalb, weil damals mit solchen Kampfstoffen gefüllte Granaten mit einem grünen Kreuz gekennzeichnet wurden.
Chlorpikrin könne in hoher Konzentration in geschlossenen Räumen tödlich sein, hieß es. Die Verwendung von Chlorpikrin stelle einen ernsteren Verstoß gegen das Chemiewaffenübereinkommen dar, das den Einsatz dieses Lungenkampfstoffs unter allen Umständen untersage, betonten die Geheimdienste. Auch der Einsatz von Tränengas verstößt gegen das Übereinkommen.
Stand: 08.12.2025
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