Der Energiekonzern Uniper will aus Kostengründen Hunderte Stellen streichen. «Als Sofortmaßnahme planen wir, unsere bisherige Personalplanung um insgesamt 400 rechnerische Vollzeitstellen zu reduzieren, um bereits im Jahr 2026 entsprechende Kosteneinsparungen zu realisieren.» Dies schreibt der Uniper-Vorstand um Michael Lewis in einem Brief an die Belegschaft, aus dem die «Rheinische Post» zitiert. Der Stellenabbau könne noch weiter gehen, so die Zeitung: «Parallel dazu werden wir im Rahmen des Orion-Programms das Potenzial für weitere Effizienzsteigerungen prüfen, einschließlich möglicher weiterer Anpassungen unserer Personalstruktur», heißt es in dem Brief weiter. Uniper hat 7.600 Beschäftigte, davon 5.000 in Deutschland.
Zur Begründung für den Stellenabbau heißt es unter anderem: «Derzeit sehen wir uns mit einem schwieriger gewordenen Marktumfeld konfrontiert, als wir ursprünglich erwartet hatten», so der Vorstand. «Wir hatten zwar mit niedrigeren Strompreisen gerechnet, aber ein weiterer deutlicher Preisverfall auf dem für uns wichtigen nordischen Strommarkt hat unsere Gewinnaussichten für die nächsten drei Jahre seit der letzten Mittelfristplanung erheblich verschlechtert.»
Borkum/Oldenburg (dpa/lni) *16:59 –Weiterer Erfolg für One-Dyas im Kabel-Streit für Gasprojekt
Im Streit um ein Stromkabel für die Gasförderung in der Nordsee vor der ostfriesischen Insel Borkum hat der niederländische Energiekonzern One-Dyas vor Gericht einen weiteren Teilerfolg erzielt.
Das Verwaltungsgericht Oldenburg erklärte in einer Entscheidung vom Donnerstag zwei naturschutzrechtliche Befreiungen, die etwa für Riffstrukturen am Meeresgrund gelten, für sofort vollziehbar. Damit dürfte das Seekabel nun gebaut werden. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kündigte allerdings an, mit einem Eilantrag eine aufschiebende Wirkung ihrer Klage erreichen zu wollen.
Über das Seekabel will One-Dyas seine Förderplattform mit Windstrom vom benachbarten Offshore-Windpark Riffgat versorgen. Die Umwelthilfe geht mit anderen Verbänden gerichtlich gegen dieses acht Kilometer lange Kabel vor. Sie befürchtet, dass das Kabel schützenswerte Unterwasserbiotope und Riffstrukturen unwiederbringlich zerstören wird.
München (dpa) *12:03 – USA kommen China entgegen - Nutznießer Siemens
Die US-Regierung sendet im Handelskonflikt mit China ein vorläufiges Entspannungssignal nach Peking - und hilft damit Siemens. Der Münchner Technologiekonzern bestätigte, dass die Industriebehörde des US-Handelsministeriums eine Ende Mai verhängte Exportkontrollbeschränkung von Software und Technologie für automatisiertes Chipdesign (EDA) wieder aufgehoben hat. Siemens hat Verkauf und Kundendienst für die chinesischen Abnehmer der betreffenden Produkte wieder aufgenommen, wie ein Sprecher miteilte.
Die Abkürzung EDA steht für «electronic design automation», dabei handelt es sich laut Siemens-Webseite um Computerprogramme und -hardware, die für die Entwicklung, Fertigung und Prüfung integrierter Schaltkreise (IC), Leiterplatten und anderer Elektronikprodukte gedacht sind. Die Expertise in diesem Bereich hatte der Dax-Konzern im vergangenen Jahrzehnt vor allem durch die Übernahme des US-Unternehmens Mentor Graphics ausgebaut.
Verbunden war die Siemens-Mitteilung mit einer Entschuldigung in Richtung China: «Wir danken unseren Kunden für ihre Geduld bei unserer Reaktion auf die Veränderungen im globalen Handelsumfeld», hieß es in der kurzen Stellungnahme. «Sollten dadurch Unannehmlichkeiten entstanden sein, bedauern wir dies außerordentlich.» EDA-Software und -hardware gehören bei Siemens zum bedeutenden Geschäftsfeld Digital Industries. Die EDA-Exportbeschränkung stand im Zusammenhang mit den Streitigkeiten, die die Regierung von US-Präsident Donald Trump auf mehreren Ebenen mit China führt. Diese hatte nicht nur Siemens getroffen, sondern auch US-Firmen. Das in Kalifornien ansässige Unternehmen Synopsis bestätigte in einer Mitteilung ebenfalls die Aufhebung der Beschränkung.
Stand: 08.12.2025
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Berlin/Peking (dpa) *10:10 –Seltene Erden: Industrie warnt vor Abhängigkeit
Inmitten der weltweiten Handelskonflikte warnt die deutsche Industrie vor einer wachsenden Abhängigkeit von China bei kritischen Rohstoffen wie seltenen Erden. «Chinas Regierung hat erkannt, dass sie die Abhängigkeit Europas von seltenen Erden nutzen kann, um Zugeständnisse auf anderen Feldern zu erzwingen», sagte Stefan Steinicke, Rohstoffexperte beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), dem Nachrichtenmagazin «Spiegel».
China verknappe die Ausfuhr seltener Erden so weit, dass es anderen Ländern schwerfalle, strategische Reserven aufzubauen. Zugleich sei Peking jedoch jederzeit in der Lage, die Weltmärkte wieder mit Rohstoffen zu fluten, um die Preise auf Talfahrt zu schicken.
Investitionen in den Ausbau der Förderung und Verarbeitung seien daher für westliche Unternehmen ein hohes Risiko. Der Aufbau der Kapazitäten, so der BDI-Vertreter, werde nicht ohne staatliche Hilfen möglich sein. Trotz bereits bestehender Förderung mache Deutschland bisher jedoch kaum Fortschritte. Wegen Chinas Exportbeschränkungen auf seltene Erden geriet zuletzt die Industrie außerhalb der Volksrepublik deutlich unter Druck. Auch in Deutschland sorgen sich Unternehmen etwa in der Automobilbranche oder im Maschinenbau um den Nachschub der wichtigen Metalle, die etwa in Sensoren oder Elektromotoren verbaut werden.