10.07.2025: Aus für Bayer in Frankfurt/Medikamentenpreise steigen
Paris (dpa) *19:26 – Durchsuchung bei Nestlé wegen behandeltem Mineralwasser
Im Zuge von Ermittlungen wegen unzulässiger Behandlung von Mineralwasser hat die französische Generaldirektion für Wettbewerb, Verbraucherschutz und Betrugsbekämpfung (DGCCRF) den Frankreichsitz des Lebensmittelkonzerns Nestlé bei Paris durchsuchen lassen. Die Ermittlungen seien im Februar nach einer Anzeige der Organisation Foodwatch bezüglich Nestlé und Nestlé Waters eingeleitet wurden, teilte die DGCCRF in Paris mit. Nestlé Waters bestätigte die Durchsuchungen, man kooperiere weiter umfänglich mit den Behörden, sagte eine Sprecherin.
Um Mineralwasser von Nestlé (Perrier, Hépar, Contrex, Vittel) gibt es in Frankreich schon länger Wirbel. Der Vorwurf lautet, dass Quellwasser, was zeitweise nicht den Anforderungen entsprach, auf eine für Mineralwasser unzulässige Weise gefiltert und dann dennoch als natürliches Mineralwasser vertrieben worden sein soll. Im Pariser Parlament hatte Nestlé-Vorstandschef Laurent Freixe im April vor einem Untersuchungsausschuss sein Bedauern geäußert. Nestlé Waters habe alles getan, um den beanstandeten Praktiken ein Ende zu setzen.
Leverkusen/Frankfurt (dpa) *13:13 – Aus für Bayer in Frankfurt
Der Pharma- und Agrarchemie-Konzern Bayer schließt definitiv den Frankfurter Standort - bekennt sich aber zu seinen anderen Werken in Deutschland. Das Dax-Unternehmen gab in Leverkusen eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat bekannt, wonach es zwar bis 2030 eine Bestandsgarantie für seine Standorte in Deutschland gibt. Der Frankfurter Standort mit circa 500 Beschäftigten ist hiervon aber ausgenommen. Diesen wird Bayer schrittweise bis 2028 aufgeben. Das im Mai bekanntgegebene Vorhaben ist damit fix.
Vorstandschef Bill Anderson sagte, Deutschland bleibe wichtig für Bayer. Arbeitnehmervertreter äußerten sich zurückhaltend. Die Gesamtbetriebsratsvorsitzende des Konzerns, Heike Hausfeld, und IG-BCE-Gewerkschafter Francesco Grioli teilten mit, dass der Rückzug aus Frankfurt «ein herber Schlag für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen, aber auch für den Unternehmensstandort Deutschland insgesamt» sei.
Berlin (ots) *14:42 – Biologisch abbaubarer Kunststoff
Anlässlich des Unternehmer:innentags, der gestern in Berlin stattfand, übergab der Biotechnologie-Branchenverband BIO Deutschland Handlungsempfehlungen zur Finanzierung des Sektors an die Parlamentarischen Staatssekretärinnen Gitta Connemann
(Bundeswirtschaftsministerium) und Silke Launert (Bundesforschungsministerium). Die Empfehlungen sind in einem neuen Positionspapier des Verbands zusammengefasst. Das Papier bezieht seine Forderungen direkt auf Vorhaben des aktuellen Koalitionsvertrags und bewertet die Maßnahmen für die verschiedenen Geschäftsmodelle der Branche.
In ihrer Rede vor den Unternehmerinnen und Unternehmern in Berlin betonte Staatssekretärin Gitta Connemann, Mitglied des Bundestags (MdB), dass die Biotechnologie eine Schlüsseltechnologie der Zukunft sei, mit sehr hohem Innovationspotenzial, um «unser Leben zu verbessern». Sie hob hervor, dass der Großteil der Branche von kleinen und mittleren Unternehmen als forschungsintensiven Wachstumsmotoren geprägt sei. Um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschland zu sichern, habe ihre Regierung schon in kurzer Zeit den Innovationsbooster auf den Weg gebracht und werde auch die Förderung der Biotechnologie-Branche verstärken.
Drohende Zölle und eine Preisdeckelung auf Arzneimittel in den USA setzen die deutsche Pharmabranche zunehmend unter Druck. Mit 23 Prozent aller Exporte sind die USA wichtigster Einzelmarkt. «Es könnte zu einem Exportrückgang von bis zu 35 Prozent kommen», erklärt Nicole Bludau, Managerin Risk Services beim internationalen Kreditversicherer Atradius. Die Folgen: steigende Medikamentenkosten, Forschungsdefizite und Medikamentenknappheit.
Die Pharmaindustrie zählt grundsätzlich zu den robusteren Branchen der deutschen Wirtschaft. Doch die US-Zollpolitik könnte die stabile Lage ins Wanken bringen. Sollte es zu keiner Einigung mit den USA kommen und sollten wie geplant ab dem 1. August Zölle auf Medikamente und Pharmaprodukte Inkrafttreten, ist je nach Höhe möglicher Zölle mit deutlichen Preissteigerungen bei Arzneimitteln in Deutschland zu rechnen. «Unternehmen müssen mit drastischen Kosteneinsparungen auf die Zölle reagieren, um die steigenden Preise abzufedern», erläutert Nicole Bludau. In einem optimistischen Szenario könne es bei einem moderaten Preisanstieg von 10 Prozent bleiben - vorausgesetzt die US-amerikanischen Zölle belaufen sich auf 20 Prozent, während die Unternehmen gleichzeitig in der Lage sind ihre Kosten um 50 Prozent zu senken. Im schlimmsten Falle, bei Zollsätzen von 50 Prozent, könnten Medikamentenpreise um bis zu 30 Prozent ansteigen. Besonders problematisch: Durch steigende Preise könnte die Versorgungslage in einzelnen Segmenten angespannt bleiben, wenn Krankenkassen nicht mehr bereit sind, höhere Preise mitzutragen. «Am Ende ist die Situation kein Handelskonflikt zwischen Ländern, sondern fördert das Dilemma der Krankenkassen, die sich schon jetzt in einer schwierigen Situation befinden und geht letztendlich zu Lasten jedes Patienten», mahnt Nicole Bludau.
Stand: 08.12.2025
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Im Extremfall könnten aufgrund der Zollpolitik bis zu 35 Prozent der US-Exporte wegfallen, was deutliche Umsatzrückgänge zur Folge hätte. Besonders für forschungsintensive Unternehmen wäre das eine ernste Belastung. Denn geringe Margen bedeuten weniger Investitionsspielraum für Forschung und Entwicklung. «Wenn Hersteller weniger verdienen, fehlt ihnen das Kapital für Innovationen, was langfristig den Pharmastandort Deutschland schwächt und letztlich zu einer geringeren Versorgungssicherheit führt», so Nicole Bludau. Zudem denken viele Pharmaunternehmen über eine Verlagerung ins Ausland nach, um Kosten zu reduzieren. Jedoch sind zahlreiche Forschungsgelder an den Standort Deutschland gebunden. Ein Abzug würde somit zu weiteren Forschungsdefiziten führen.
Düsseldorf (ots) *07:01 – Gerresheimer im 1. HJ 2025: Umsatz- und Ergebnissprung
Gerresheimer, innovativer System- und Lösungsanbieter und globaler Partner für die Pharma-, Biotech- und Kosmetikbranche, verzeichnet im 1. Halbjahr 2025 durch die Einbeziehung der 2024 akquirierten Bormioli Pharma erneut einen Umsatz- und Ergebnissprung. Der Umsatz im 1. Halbjahr stieg um 15,7 % auf 1.120,7 Mio. Euro (1. HJ 2024:
968,5 Mio. Euro, das Adjusted EBITDA stieg um 11,8 % auf 210,4 Mio.
Euro (1. HJ 2024: 188,2 Mio. Euro). Die organische Entwicklung gegenüber den Pro-forma-Zahlen der Vorjahresperiode reflektiert die gedämpfte Nachfrage im Kosmetikmarkt sowie einen von der Gesellschaft als temporär eingeschätzten Nachfragerückgang im Bereich Containment-Lösungen für oral einzunehmende flüssige Medikamente (Oral Liquids). Organisch ging der Umsatz im 1. Halbjahr um 2,1 %, das Adjusted EBITDA um 6,4 % zurück. Die organische Adjusted EBITDA-Marge lag bei 18,8 % (1. HJ 2024: 19,7 %). Im 2. Halbjahr 2025 erwartet Gerresheimer auf Basis von Produktionsanläufen und eines guten Auftragseingangs wieder ein stärkeres Wachstum und geht für das Gesamtjahr von einem organischen Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr von 0 - 2 % und einer Adjusted EBITDA-Marge um 20 % aus.