Newsticker Juli: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Chemie-Gewerkschaft warnt vor weiterer Abwanderung von Industriebetrieben

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01.07.2025: Merck schließt größten Pharma-Deal seit Jahrzehnten ab

Mumbai, Indien (ots/PRNewswire) *20:10:11 Uhr – Piramal Pharma Solutions setzt ersten Spatenstich für Erweiterungsplan in Höhe von 90 Millionen

Piramal Pharma Solutions, ein weltweit führendes Unternehmen für Auftragsentwicklung und -herstellung (CDMO) und Teil von Piramal Pharma Ltd. (NSE: PPLPHARMA) (BSE: 543635), kündigte vor kurzem einen Investitionsplan in Höhe von 90 Mio. USD zur Erweiterung von zwei seiner Anlagen in den USA an, die für sein integriertes Angebot von entscheidender Bedeutung sind. Diese ehrgeizige Investition unterstreicht das Engagement des Unternehmens für die Branchenführerschaft durch kontinuierliches Wachstum und Innovation.

Die beiden Standorte, die erweitert werden, sind: 1. Riverview, Michigan:Der Standort Riverview bietet umfassende Dienstleistungen für die Entwicklung und Herstellung von Arzneimitteln, einschließlich spezieller Lösungen für hochwirksame Wirkstoffe (HPAPIs). Diese Anlage ist ein wesentliches Element von ADCelerate®, denn sie liefert die für die Sicherheit, Stabilität und Wirksamkeit von ADC-Therapien unerlässlichen Nutzlast-Linker. Mit der Erweiterung kommt eine kommerzielle Anlage hinzu, die speziell für die Entwicklung und Herstellung von Nutzlast-Linkern konzipiert ist und bis Ende 2025 in Betrieb genommen werden soll.

2. Lexington, Kentucky:Der Standort Lexington ist die spezielle Abfüll- und Fertigungsanlage von Piramal Pharma, die sich auf sterile Compoundierung, Flüssigkeitsabfüllung und Lyophilisierung für sterile injizierbare Arzneimittel spezialisiert hat. Als wichtiger Bestandteil der Integration von Piramal Pharma bietet der Standort Füll- und Veredelungsdienstleistungen für alle integrierten Programme, einschließlich Adcelerate-Projekte. Durch die Erweiterung werden die Produktionskapazitäten für sterile Injektionspräparate um 24.000 m² zusätzliche Produktionsfläche, ein neues Labor und hochmoderne Maschinen erweitert, darunter eine neue Abfüllanlage, zwei Lyophilisatoren in kommerzieller Größe, eine spezielle Verschließmaschine und eine externe Fläschchenwaschanlage. Die Erweiterung soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein.

Piramal Pharma hat vor kurzem den ersten Spatenstich für den Erweiterungsplan seiner Anlage in Lexington, Kentucky, gesetzt. Um diesen wichtigen Meilenstein und das damit verbundene zukünftige Wachstum des Unternehmens zu feiern, veranstaltete Piramal Pharma am 25. Juni 2025 eine feierliche Grundsteinlegung in der Anlage.

Darmstadt (dpa) *17:11 Uhr – Merck schließt größten Pharma-Deal seit Jahrzehnten ab

Der Darmstädter Merck-Konzern hat die größte Übernahme im Pharma-Geschäft seit fast 20 Jahren abgeschlossen. Der Kauf des US-Krebsspezialisten Springworks Therapeutics für rund 3 Milliarden Euro ist in trockenen Tüchern, wie das Dax-Unternehmen mitteilt. Mit der Übernahme will Merck ein Geschäft rund um die Behandlungen von seltenen Tumoren aufbauen, wo der Konzern eine Therapielücke sieht. «Viele der Betroffenen sind noch jung und haben einen langwierigen Behandlungsweg mit ungewissem Ausgang und nur begrenzten Therapiemöglichkeiten vor sich», sagte Danny Bar-Zohar, Chef der Pharmasparte von Merck.

Springworks hat bereits ein in den USA zugelassenes Medikament zur Behandlung von fortschreitenden Weichteiltumoren sowie gegen eine Erkrankung mit gutartigen Tumoren auf der Haut oder an den Nerven. Beide Mittel könnten bald auch in der EU grünes Licht bekommen. Merck-Chefin Belén Garijo bezeichnete die Übernahme als richtungsweisend. Beide Therapien von Springworks könnten perspektivisch Blockbuster-Medikamente werden, also Merck jeweils einen Umsatz von mindestens einer Milliarde Dollar pro Jahr bringen, sagte Garijo der Deutschen Presse-Agentur.

Essen (dpa) *12:42 Uhr – Thyssenkrupp-Umbau: Beschäftigte fordern Zukunftsperspektive

Beim geplanten Umbau des Industriekonzerns Thyssenkrupp haben Arbeitnehmervertreter und die IG Metall einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen gefordert. «Wir erwarten, dass es beim Konzernumbau anständig und fair zugeht. Der Konzern trägt soziale Verantwortung und diese fordern wir ein», erklärte der Vorsitzende des Konzernbetriebsrats Tekin Nasikkol laut einer Mitteilung der Gewerkschaft. Anlass war eine Konferenz in Essen, bei der die Betriebsräte der 130 deutschen Thyssenkrupp-Standorte zusammenkamen.

Thyssenkrupp hatte Ende Mai bekanntgegeben, dass der Konzern in eine Holding mit fünf eigenständigen Unternehmen umgebaut werden soll. Nach der Stahl- und der Marinesparte sollen in den kommenden Jahren auch die anderen drei Geschäftsfelder Autoteile, Werkstoffhandel und grüne Technologien kapitalmarktfähig und eigenständig aufgestellt werden. Abgesehen von der Stahlsparte, wo ein 50:50-Gemeinschaftsunternehmen geplant ist, will das Management an allen Sparten die Mehrheit behalten.

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Dortmund (ots) *09:31 Uhr – Thyssengas: Fortschritte bei Wasserstoff

Der Dortmunder Fernleitungsnetzbetreiber Thyssengas hat seinen vierten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Auf rund 30 Seiten beschreibt das Unternehmen darin zentrale Entwicklungen und Maßnahmen des Jahres 2024 - ein Jahr, das von wesentlichen Fortschritten in der Transformation zur klimaneutralen Gasinfrastruktur geprägt war. «2024 haben wir weitere wichtige Schritte dabei gemacht, unser ganzheitliches Nachhaltigkeitsverständnis mit Leben zu füllen - von der Emissionsreduktion über unser soziales Engagement bis hin zur aktiven Gestaltung der Energiewende», betonen die Geschäftsführer Dr. Thomas Gößmann und Dr. Thomas Becker im Vorwort des Berichts, der unter dem Titel «Heute handeln» erschienen ist. Ein zentrales Ereignis war 2024 die Genehmigung des Wasserstoff-Kernnetzes durch die Bundesnetzagentur - ein entscheidender Schritt für die zukünftige Versorgungssicherheit mit grünem Wasserstoff in Deutschland. «Damit ist der offizielle Startschuss für die Umsetzung zahlreicher H2-Leitungsprojekte gefallen, mit denen Thyssengas einen bedeutenden Anteil am deutschen Wasserstoff-Kernnetz haben wird - ein Meilenstein, auf den wir seit vielen Jahren hingearbeitet haben», so die Geschäftsführung. Gleichzeitig zeigt das Unternehmen, dass Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit Hand in Hand gehen müssen.

«Hochwasserereignisse zum Jahresende haben uns erneut vor Augen geführt, wie wichtig auch heute noch der sichere Betrieb des bestehenden Erdgasnetzes ist. Wir müssen das eine tun, ohne das andere zu lassen.» Zudem startete das Unternehmen die Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001 und 50001, um Umwelt- und Energieeffizienz systematisch zu verankern. Erstmals hat Thyssengas 2024 auch eine interne Nachhaltigkeitsrichtlinie eingeführt, die das unternehmensweite Verständnis von Nachhaltigkeit formalisiert und klare Verantwortlichkeiten definiert.

München (dpa) *08:54 Uhr – Stimmung in der Chemie zieht kräftig an

Hoffnung auf niedrigere Energiepreise und Auswirkungen der staatlichen Investitionspakete haben die Stimmung in der chemischen Industrie kräftig steigen lassen. Der entsprechende Index des Münchner Ifo-Instituts stieg im Juni von minus 16,2 auf minus 8,9 Punkte. Vor allem die Erwartungen verbesserten sich massiv: Hatten sie vor einem Monat noch bei minus 5,4 Punkten gelegen, sprangen sie nun in den positiven Bereich auf 9,5 Punkte. Das sei der beste Wert seit dreieinhalb Jahren, heißt es vom Ifo. Die aktuelle Geschäftslage wird mit minus 25,7 Punkten dagegen weiter sehr negativ bewertet.

«Besonders die geplante Senkung der Stromsteuer für die Industrie verschafft der Chemiebranche bereits spürbaren Aufwind», sagt Branchenexpertin Anna Wolf. Die deutliche Verbesserung sei bemerkenswert. Neben der Stromsteuer könne hier auch das geplante Investitionspaket eine Rolle spielen. Auch hier würden chemische Produkte gebraucht. Der Anstieg bei den Erwartungen ist auch ein gutes Zeichen für andere Wirtschaftsbereiche. Die Chemie sei eine Vorlaufbranche, sagt Wolf.

In der aktuellen Geschäftslage sieht es allerdings noch düster aus. Der Auftragsbestand wird weiterhin als äußerst niedrig eingeschätzt. Zwar stabilisiere sich die Nachfrage nach chemischen Erzeugnissen, dennoch planten zahlreiche Unternehmen mit einem Rückgang der Produktion und wollten Personal abbauen. Zwar profitierten einige Betriebe von gesunkenen Rohstoffkosten und ersten Anzeichen einer Nachfragebelebung auf internationalen Märkten.

Allerdings belasteten die protektionistische US-Zollpolitik, nach wie vor hohe Standortkosten und geopolitische Unsicherheiten die wirtschaftliche Erholung der Branche. «In dieser Situation setzen die von der Bundesregierung beschlossenen staatlichen Investitionen dringend benötigte Impulse», sagt Wolf.

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