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24.11.2025

Hannover (dpa) *14:29 Uhr – Contitech kündigt Stellenabbau an

Der Autozulieferer Continental kündigt einen Stellenabbau bei seiner Kunststofftechnik-Tochter Contitech an. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, sollen von 2028 an jährlich 150 Millionen Euro eingespart werden, insbesondere in der Verwaltung, wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heißt. Dafür würden vom kommenden Jahr an Tätigkeiten verlagert, Stellen abgebaut und Abläufe angepasst.

«Die genaue Zahl der abzubauenden Stellen in Deutschland sowie die Art der Umsetzung hängen von der Ausgestaltung der Maßnahmen in Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern ab», teilte Continental mit. Ein Großteil der geplanten Veränderungen entfalle auf die in Hannover ansässigen Bereiche von Contitech.

Ein Teil der betroffenen Tätigkeiten solle dabei in Länder «mit wettbewerbsfähigen Kostenstrukturen» verlagert werden. Das Unternehmen plane, die Maßnahmen «so sozialverantwortlich wie möglich» zu gestalten.

Continental will sich nach der Abspaltung seiner Autosparte Aumovio im kommenden Jahr auch von Contitech trennen. Im Konzern verbleiben soll nur das angestammte Reifengeschäft, auf das rund ein Drittel des bisherigen Konzernumsatzes entfällt.

Die Gewerkschaft IGBCE sprach dagegen davon, dass die Zerschlagung des Continental-Konzerns neue Opfer fordere. «Continental präsentiert Kahlschläge mittlerweile nahezu im Monatstakt», sagte Francesco Grioli, Mitglied im geschäftsführenden IGBCE-Hauptvorstand wie auch im Conti-Aufsichtsrat.

«Wir sind es leid, immer neue Geschichten von schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aufgetischt zu bekommen», sagte Grioli. «Was der Vorstand dabei regelmäßig unterschlägt, ist, dass ein großer Teil der Einschnitte allein auf die Filetierung und Selbstverzwergung eines Traditionskonzerns zurückzuführen ist.»

Bereits im Januar hatte Contitech Werkschließungen in vier Bundesländern angekündigt. Davon waren nach Unternehmensangaben rund 580 Arbeitsplätze in Bad Blankenburg (Thüringen), Stolzenau (Niedersachsen) und Moers (Nordrhein-Westfalen) sowie am Doppelstandort Frohburg und Geithain (Sachsen) betroffen. Zudem sollten die Aktivitäten am Standort Hamburg verkleinert und eine Produktionslinie in Hannover an einen anderen Standort verlagert werden.

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