Newsticker November: Aktuelles aus der Prozessindustrie

VAA-Umfrage zur Chancengleichheit: Frauen holen bei leitenden Positionen auf

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07.11.2025

Washington/Genf (dpa) *08:20 Uhr – Sanktionen: USA lassen Lukoil-Verkauf an Gunvor scheitern

Wegen Widerspruchs aus den USA übernimmt der Schweizer Energiehändler Gunvor nicht das Auslandsgeschäft des sanktionierten russischen Ölkonzerns Lukoil. Präsident Donald Trump habe klargestellt, dass der Krieg in der Ukraine sofort enden müsse, schrieb das US-Finanzministerium im sozialen Netzwerk X. «Solange (Kremlchef Wladimir) Putin mit den sinnlosen Morden weitermacht, wird die Kreml-Marionette Gunvor niemals eine Lizenz erhalten, um zu operieren und Gewinne zu erzielen.»

Gunvor zog daraufhin sein Kaufangebot vorerst zurück, wie ein Firmensprecher dem Portal «Politico» sagte. Den Vorwurf der Kreml-Hörigkeit wies er zurück: Das US-Finanzministerium sei völlig falsch informiert. Zu den Gründern von Gunvor gehörte der Putin-Vertraute Gennadi Timtschenko, der seine Anteile aber 2014 verkauft hat.

Um Druck auf Moskau auszuüben, hat Trump Sanktionen gegen die Ölkonzerne Rosneft und Lukoil verhängt, die für die Hälfte von Russlands Ölexporten stehen. Lukoil versucht seitdem, sein Auslandsgeschäft zu verkaufen. Es umfasst Hunderte Tankstellen in etwa 20 Ländern und mehrere Raffinerien.

Berlin (dpa) *05:06 Uhr – Bundesregierung lädt Pharmabranche zum Dialog ins Kanzleramt

Bei einem Treffen mit der Pharmabranche im Kanzleramt will die Bundesregierung die Lage der wichtigen Industrie besprechen. Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) kündigte an, am 12. November mit Konzern- und Verbandsvertretern «insbesondere die Rahmenbedingungen in Deutschland» zu erörtern. Das geht aus einem Schreiben hervor, dessen Inhalt der Deutschen Presse-Agentur bekannt ist und über das zuerst «Politico» berichtete.

Der Koalitionsvertrag sehe vor, «die industrielle Gesundheitswirtschaft – insbesondere die pharmazeutische Industrie und Medizintechnik – als Leitwirtschaft zu stärken», heißt es dort weiter. Dazu würden die bereits seit Jahren bestehenden Formate – die Pharmastrategie und der Pharmadialog – «zu einem Gesamtprozess zusammengeführt». Neben Frei sollen für die Bundesregierung auch Gesundheitsministerin Nina Warken, Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (beide CDU) und Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) teilnehmen.

Das wichtigste Thema der Pharmaindustrie derzeit sind die US-Zölle, die rund ein Viertel ihrer Exporte in die USA liefert. Dort sind die Arzneipreise viel höher als in Europa. Groß sind daher die Sorgen vor US-Zöllen auf Arzneien aus der EU, für die eine Obergrenze von 15 Prozent gelten soll.

Bisher profitiert die deutsche Pharmabranche vom Handelsstreit: Dieses Jahr dürften Umsatz, Produktion und Investitionen um rund drei Prozent steigen – auch, weil aus Angst vor Zöllen Exporte in die USA vorgezogen wurden und umgelenkte Lieferungen in die ursprünglichen Empfängerländer nun nachgeholt werden.

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