Newsticker November: Aktuelles aus der Prozessindustrie

VAA-Umfrage zur Chancengleichheit: Frauen holen bei leitenden Positionen auf

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11.11.2025

Ludwigshafen (dpa/lrs) *17:01 Uhr – BASF will mit Agrarchemiegeschäft an Frankfurter Börse gehen

Der Chemiekonzern BASF macht beim geplanten Börsengang des Agrarchemiegeschäfts konkrete Schritte. Das Unternehmen strebe für sein Agricultural Solutions-Geschäft eine Notierung an der Frankfurter Börse an, teilte der Dax-Konzern in Ludwigshafen mit. Der Börsengang ist für 2027 vorgesehen, bestätigte Unternehmenschef Markus Kamieth. Zudem stellte BASF ein neues Managementteam für die Tochter vor.

Ab dem 1. Mai 2026 soll Livio Tedeschi die Gesamtverantwortung für das Agrarchemiegeschäft übernehmen. Zudem wird er wie bereits angekündigt zu diesem Zeitpunkt auch Mitglied des BASF-Vorstands werden. «Gemeinsam mit dem neuen Management Board und unseren Teams weltweit werden wir unsere Strategie und Vision in die Realität umsetzen und damit ein neues Kapitel für unser Unternehmen aufschlagen - als börsennotiertes Unternehmen», sagte der Manager. Das Management Board soll aus vier Mitgliedern bestehen.

Frankfurt/Main (dpa) *09:50 Uhr – Chemie leidet unter Auftragsmangel – «hakt an allen Ecken»

Die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie hat im dritten Quartal dieses Jahres weitere Rückschläge erlitten. Ihr Umsatz sank gemessen am Vorjahreszeitraum um 2,3 Prozent auf 52,1 Milliarden Euro, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) in Frankfurt mitteilte. Die Produktion fiel bei leicht rückläufigen Preisen um 1,5 Prozent. Wegen der geringen Nachfrage waren die Produktionsanlagen nur zu 70 Prozent ausgelastet – die Auslastung bleibe damit unter der Rentabilitätsschwelle. Die Zahl der Beschäftigten sank hierzulande leicht auf rund 478.000.

«Gerade in der Chemie hakt es an allen Ecken. Produktion, Umsatz, Preise, Auslastung: Alles steht im Minus», sagte VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup. Die Bundesregierung habe trotz Sondervermögen und einiger wirtschaftspolitischer Kurskorrekturen nicht für eine wirtschaftliche Trendwende gesorgt.

Aber nicht nur die Chemie ringe mit Problemen, die erratische US-Handelspolitik von Präsident Donald Trump, Zölle und globaler Preisverfall belasteten die deutschen Pharmastandorte.

Im dritten Quartal allerdings stützte die Pharmabranche aber die drittgrößte deutsche Industriebranche nach dem Auto- und Maschinenbau. In der Pharmabranche legte die Produktion im Jahresvergleich um 3,4 Prozent zu, während die Herstellung in der Chemie um 4,3 Prozent einbrach.

Für dieses Jahr bestätigte der VCI seine Prognose. Demnach soll die Produktion bestenfalls stagnieren und der Umsatz wegen leicht rückläufiger Preise um ein Prozent auf 221 Milliarden Euro sinken.

Die energieintensive Chemie leidet schon länger unter den hohen Energiepreisen in Deutschland, der Konjunkturflaute und einem Überangebot bei Basischemikalien auf den Weltmärkten. Hinzu kommt Trumps unberechenbare Zollpolitik. Chemiekonzerne wie BASF und Evonik haben große Sparprogramme samt Stellenabbau verkündet.

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