Newsticker November: Aktuelles aus der Prozessindustrie

VAA-Umfrage zur Chancengleichheit: Frauen holen bei leitenden Positionen auf

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17.11.2025

Abu Dhabi (dpa) *19:44 Uhr – Reiche kündigt grünes Licht für Covestro-Übernahme an

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche kündigt grünes Licht der Bundesregierung für die Übernahme der Spezialchemie-Firma Covestro durch das Staatsunternehmen Adnoc aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an. Die CDU-Politikerin sagte in Abu Dhabi, man habe innerhalb der Bundesregierung alle nötigen Entscheidungen herbeigeführt und warte nun auf die beiden Partner, die ihre finale Unterschrift sicherlich in den nächsten Tagen geben werden. Reiche führte Gespräche mit Sultan Al Jaber, Industrieminister der Vereinigten Arabischen Emiraten und Adnoc-Chef.

Reiche sagte, man sei im finalen «Closing» der Übernahme. Das wäre für das Unternehmen ein «Riesenschritt». Es sei intensiv mit der Europäischen Kommission verhandelt worden. Brüssel hatte in der vergangenen Woche grünes Licht gegeben. Auch die Bundesregierung hatte das Geschäft geprüft.

Covestro war früher die Kunststoffsparte von Bayer, 2015 wurde das Unternehmen eigenständig. Es stellt Chemikalien her, die zu Hartschäumen in Kühlschränken und Gefriertruhen sowie zu Weichschäumen in Autositzen und Matratzen genutzt werden.

Der Konzern hat rund 17.500 Mitarbeiter. Von ihnen sind gut 7.000 in Deutschland beschäftigt, neben der Zentrale in Leverkusen arbeiten sie in Dormagen, Krefeld (Uerdingen) und Brunsbüttel. Das deutsche Management sieht den arabischen Neu-Eigentümer positiv. Covestro leidet wie andere Chemiekonzerne auch unter der schwachen Konjunktur, teurer Energie und höheren US-Zöllen.

Paris (dpa) *13:41 Uhr – Kretinsky wird einer der größten Aktionäre von Total Energies

Der tschechische Investor Daniel Kretinsky wird zu einem der größten Einzelaktionäre des französischen Energiekonzerns Total Energies. Der Konzern habe mit Kretinskys tschechischem Energieunternehmen EPH eine Abmachung zum 50-prozentigen Kauf einer Stromerzeugungsplattform getroffen, die aus Gas- und Biomassekraftwerken und Batteriespeichersystemen besteht, teilte der französische Energieriese mit. Im Gegenzug für den Anteil erhalte EPH Total Energies-Aktien im Wert von 5,1 Milliarden Euro. Dies entspreche 4,1 Prozent des Grundkapitals, womit EPH zu einem der größten Einzelaktionäre werde.

Die Plattform besteht aus Kraftwerken und Batteriespeichersystemen in Italien, Großbritannien, Irland, den Niederlanden und Frankreich, die bereits in Betrieb oder in Bau sind und über eine Bruttokapazität von mehr als 14 Gigawatt verfügen. Beide Partner wollen die Kraftwerke in einem Gemeinschaftsunternehmen betreiben.

Für den bisher primär auf die Förderung von Öl und Gas konzentrierte französischen Konzern passt der Deal nach eigenen Angaben in die Strategie, seine Position auf den europäischen Strommärkten zu stärken, unter anderem um der steigenden Nachfrage von Rechenzentren gerecht zu werden.

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