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Dispersionen

Spatenstich für das Europäische Zentrum für Dispersionstechnologien

| Redakteur: Manja Wühr

SKZ Institutsdirektor Prof. Dr. Martin Bastian (li) und designierter EZD-Leiter Dr. Felipe Wolff-Fabris erhalten den Förderbescheid.
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SKZ Institutsdirektor Prof. Dr. Martin Bastian (li) und designierter EZD-Leiter Dr. Felipe Wolff-Fabris erhalten den Förderbescheid. (Bild: EZD)

Das Kunststoff-Institut SKZ mit Stammsitz in Würzburg wird in enger Kooperation mit der Industrie und erheblicher Unterstützung des Freistaats Bayern in Selb das Europäische Zentrum für Dispersionstechnologien (EZD) aufbauen.

Würzburg – In einem 650 m2 großen Gebäude – dem Europäischen Zentrum für Dispersionstechnologien (EZD) – werden zukünftig alle wesentlichen Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet „Herstellung und Charakterisierung von Dispersionen (Mischungen)“ und auch entsprechende Dienstleistungen für die Industrie angeboten. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen sind zunehmend mit der Herstellung eigener Dispersionen befasst. Allerdings sehen sie sich hier aufgrund der begrenzten Entwicklungskapazitäten im eigenen Haus mit immer größeren Herausforderungen konfrontiert. Oft haben sie Schwierigkeiten im Auffinden geeigneter Kooperationspartner, die aber zur Bewältigung der vielschichtigen Fragestellungen unumgänglich sind. Zusätzlich bestehen häufig auch begrenzte Möglichkeiten zur zeitnahen und neutralen Erprobung verschiedener Technologien zur Herstellung von Dispersionen. Die Auswahl und das Erlernen entsprechender Analyse- und Charakterisierungsmethoden sind weitere Herausforderungen.

Kompetenter unabhängiger Partner in Sachen Dispersionen

Hermann Bröker, Inhaber der in Wunsiedel ansässigen Firma Dronco und einer der federführenden Treiber des Projekts, erläutert sein Interesse wie folgt: „Wir haben lernen müssen, wie schwierig und zeitaufwändig es ist, die richtigen Partner und Lösungen zum Thema Dispersionen zu finden. Dadurch entstand die Kernidee des Zentrums, nämlich den Entwicklern und Forschern eine schnelle und kompetente ‘state of the art-Lösung’ für Ihre individuellen Fragestellungen anzubieten. Für uns wird das EZD folglich von herausragender Bedeutung sein. Es wird uns helfen, neue Anwendungsbereiche mit neuen Werkstoffen und auch deutlich besseren Werkzeugstandzeiten zu erschließen“.

Dr. Stefan Mende, Leiter der F&E der Netzsch-Feinmahltechnik in Selb, erläutert, dass Kunden von Netzsch die richtigen Maschinen und Anlagen für das Benetzen, Mischen, Zerkleinern, Dispergieren und Entlüften verschiedenster Dispersionen angeboten werden. Daher verfügt Netzsch zwar über das verfahrenstechnische Know-how, allerdings ist es für die Herstellung stabiler Dispersionen notwendig, die einzelnen Komponenten chemisch aufeinander abzustimmen. Ist dieses Wissen bei Kunden nicht vorhanden, benötigt dieser in der Regel einen kompetenten unabhängigen Partner. Ein interdisziplinär aufgestelltes Kompetenzzentrum in unmittelbarer Nähe wird die Lösung kundenspezifischer Probleme deutlich beschleunigen und somit Vorteile im internationalen Wettbewerb generieren.

Außerdem Dr. Mende erwartet, dass das EZD bei der Weiterentwicklung und Neuentwicklung von neuen Maschinen und Maschinenkomponenten durch die angebotenen Serviceleistungen eine erhebliche Erweiterung der im eigenen Hause vorhandenen Ressourcen darstellen wird.

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