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Modulare Produktion Siemens unterstützt Merck bei Digitalisierungsprojekt

Redakteur: MA Alexander Stark

Im Rahmen einer Kooperationspartnerschaft wollen Merck und Siemens die Digitalisierung der Produktion vorantreiben. Ziel der Partner ist es, ein Prozessleitsystem für die modulare Herstellung von innovativen Materialien und Produkten für die Elektronik-, Pharma- und Life Science-Industrie zu entwickeln.

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Die Kooperation zwischen Siemens und Merck soll neue Möglichkeiten eröffnen, um die modulare Produktion voranzutreiben.
Die Kooperation zwischen Siemens und Merck soll neue Möglichkeiten eröffnen, um die modulare Produktion voranzutreiben.
(Bild: Merck)

Darmstadt – Um die Digitalisierung in der Industrie noch weiter voranzubringen, soll bis 2022 bei Merck am Standort Darmstadt eine hochmoderne und modulare Anlage entstehen. In einer ersten Phase investiert der Konzern in die Erstellung dieser Anlage 10 Millionen Euro.

Das Projekt ist Teil einer Kooperation zwischen Merck und Siemens, das die gemeinsame Entwicklung eines Gesamtsystems zur Automation für die modulare Produktion der Zukunft zum Ziel hat. Spezielle Softwarebausteine (Module Type Packages, MTP) bilden die Grundlage zur Steuerung von modularem Produktionsequipment. Durch ein übergeordnetes Leitsystem, dem sogenannten Process Orchestration Layer (POL), können verschiedene Produktionsmodule zu einem Gesamtprozess verknüpft werden. Dies soll zukünftig ohne zusätzlichen Programmieraufwand geschehen – ähnlich dem USB-Standard bei elektronischen Geräten. Die Erstellung der Produktionsinfrastruktur übernimmt Merck, Siemens ist für die Entwicklung der POL-Technologie zuständig.

In der intelligenten Fabrik der Zukunft dreht sich laut Kai Beckmann, CEO Performance Materials bei Merck, alles um Flexibilität, Vernetzung und Effizienz. Die Zeit, die von der Produktidee bis hin zur Marktreife verstreichen würde, sei ein kritischer Erfolgsfaktor, erläutert Beckmann. Die entstehende Technologieplattform für eine standardisierte, modulare Produktion soll in Zukunft auch in der Produktentwicklung eingesetzt werden. So könnten datenbasierte Entscheidungen schon in der Produktentwicklungsphase getroffen werden und nahtlos in den Produktionsprozess übernommen werden. Zukünftig sieht sich das Unternehmen damit besser aufgestellt, um noch flexibler auf hohe Kundenanforderungen zu reagieren.

Die Kooperation mit Siemens soll das Konzept der flexiblen und einfachen Verknüpfung von einzelnen Modulen weltweit im Prozessentwicklungs- und Produktionsverbund aller Unternehmensbereiche bei Merck fördern. Das Projekt ist Teil eines im vergangenen Jahr angekündigten Investitionsprogramms in Höhe von einer Milliarde Euro am Unternehmenssitz Darmstadt bis zum Jahr 2025.

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