Freigabe und Sicherheit von Arzneimitteln 25-Millionen-Euro-Investition: Merck eröffnet GMP-Prüfzentrum für Biopharmazeutika in Darmstadt

Quelle: Pressemitteilung Merck 2 min Lesedauer

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Mit einer Investition von 25 Millionen Euro erweitert Merck die Arzneimittel-Freigabe am Hauptstandort. Das neue Zentrum unterstützt Biopharma-Unternehmen bei der Einhaltung europäischer Qualitäts- und Sicherheitsstandards für den Markteintritt. Innovative Plattformen wie Blazar oder Aptegra sollen hier Durchlaufzeiten für Biosicherheitstests verkürzen.

v.l.n.r.: Kai Beckmann (Group-CEO Merck), Khadija Ben Hammada (Chief People Officer Merck), Jean-Charles Wirth (CEO Merck Life Science) und Paolo Carli (Head of Advanced Solutions Merck Life Science) eröffnen das Prüfzentrum mit einem Buzzer und Konfetti-Regen.(Bild:  Eva Speith)
v.l.n.r.: Kai Beckmann (Group-CEO Merck), Khadija Ben Hammada (Chief People Officer Merck), Jean-Charles Wirth (CEO Merck Life Science) und Paolo Carli (Head of Advanced Solutions Merck Life Science) eröffnen das Prüfzentrum mit einem Buzzer und Konfetti-Regen.
(Bild: Eva Speith)

Merck hat an seiner Konzernzentrale in Darmstadt ein neues „BioReliance“-Prüfzentrum eröffnet. Mit einer Investition von 25 Millionen Euro baut das Wissenschafts- und Technologieunternehmen den Standort zu einem europäischen Knotenpunkt für die Prüfung und Freigabe von Arzneimitteln aus.

GMP-konforme Stabilitätsstudien für Zell- und Gentherapien

Die 2.000 Quadratmeter große Anlage soll Kunden dabei unterstützen, die europäischen Anforderungen an die Arzneimittel-Freigabe zu erfüllen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf GMP-konformen Stabilitätsstudien für monoklonale Antikörper sowie Zell- und Gentherapien. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Prüfkapazitäten für biologische Arzneimittel rechnet das Unternehmen in den kommenden Jahren mit einem deutlichen Personalzuwachs im neuen Prüfzentrum.

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Darmstadt als Knotenpunkt für europäische Prüfzentren

Durch die geografische Nähe zu wichtigen klinischen Studienzentren in Deutschland, Frankreich, Spanien, den Niederlanden, Belgien und Italien ist Darmstadt strategisch vorteilhaft gelegen, um Biopharma-Unternehmen bei der Markteinführung in Europa zu unterstützen. Merck adressiert damit die zunehmende Komplexität in der Qualitätskontrolle und die strengen regulatorischen Vorgaben.

Blazar-Plattform ermöglicht schnellere Virusnachweise

Das Zentrum integriert moderne Technologien, um Prüfzyklen zu optimieren. Die Blazar-Plattform ermöglicht den Übergang von herkömmlichen Ansätzen zu schnellen molekularen Methoden, was die Prüfdauer für Virusnachweise deutlich verkürzt. Der Aptegra-Test bündelt die Prüfung der genetischen Stabilität von Eierstockzellen des Chinesischen Hamsters (CHO-Zellen) in einem Analyseverfahren, was die bisher zeitaufwendigen Einzelverfahren ersetzt.

Teil einer globalen Expansionsstrategie

Die Eröffnung in Darmstadt ist Teil einer Reihe weltweiter Investitionen zum Ausbau der Freigabeprüfungen. 2024 eröffnete das Unternehmen einen Prüfbetrieb für Biosicherheit in Rockville, USA – eine Investition von 290 Millionen Euro – und erweiterte für 22 Millionen Euro an den beiden schottischen Standorten Glasgow und Stirling seine Kapazitäten für Biosicherheitsprüfungen um 40 Prozent. Seit 2015 hat der Konzern rund 2,5 Milliarden Euro in seinen Darmstädter Hauptsitz investiert.

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