Rohstoffpreise April 2021 Schwierige Versorgungssituation sorgt für hohe Rohstoffpreise

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Die Weltrohstoffpreise zogen im März 2021 auf Dollar-Basis gerechnet um 3,2 % erneut an. Infolge der leichten Abwertung des Euro zum Dollar fiel der Anstieg in Inlandswährung mit 4,9 % etwas höher aus. Unverändert ist bei einigen Industrierohstoffen die Versorgungssituation eher eng.

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Die Weltrohstoffpreise ziehen auch im April weiter an.
Die Weltrohstoffpreise ziehen auch im April weiter an.
(Bild: HWWI; Deutsche Bundesbank)

Düsseldorf – Der jetzt bis Mitte April verlängerte Lockdown verstärkt in vielen Abnehmerbranchen von Industrierohstoffen die Sorge, dass die Covid-19-Pandemie die Wirtschaft bis in das Jahr 2022 hinein beeinflussen wird.

Zuletzt wurden die Prognosen für das Wirtschaftswachstum deutlich zurückgenommen. Die Weltrohölmärkte standen im Februar und März 2021 im Bann der Opec-Beschlüsse: Die Kürzung der Fördermenge um gut 1,4 mbd (= million barrel per day) soll bis in den April hinein weiter Bestand haben. Nach dem Nachfrageeinbruch im Jahr 2020 wird nun ein Anstieg von rund 6 mbd erwartet. Dieser wird auch größtenteils von der Opec gedeckt werden. Insgesamt dürfte die Fördermenge im März 2021 noch leicht über dem im ersten Quartal 2021 notwendigen Bedarf gelegen haben. Von daher bewirkte die Förderkürzung eine Stabilisierung des Preisniveaus, zumal witterungsbedingt größere Fördereinbußen in den USA verzeichnet wurden.

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Die Industriebank IKB erwartet für den Rohölpreis bis Mitte 2021 eine Bewegung um die Marke von 62 Dollar je Barrel Brent. Zum Jahresende dürften sich die Preise in Richtung 70 Dollar je Barrel Brent bewegen. Das aktuelle Säbelrasseln zwischen dem Iran und den USA kann allerdings immer mal wieder zu temporären Preisausschlägen führen. Dagegen dürfte der Erdgaspreis im zweiten Quartal 2021 leichter notieren, nachdem er im November 2020 wieder die Marke von 4000 Euro je TJ überschritten hat. Dieser dürfte bis Mitte 2021 um die Marke von 4200 Euro je TJ oszillieren.

Für den Wechselkurs des Dollar zum Euro sehen die Experten bis Ende des zweiten Quartals 2021 eine Bewegung um die Marke von 1,20 Dollar je Euro. Im Verlauf des Jahres 2021 erwarten sie eine Abwertung des Euro.

Welche Rohstoffe Mangelware sind oder werden, können Sie in der Bildergalerie Gefahrenanalyse Rohstoff – was wird knapp? nachsehen.

Die Experten der IKB analysieren monatlich die Rohstoffmärkte und PROCESS berichtet. Alle Rohstoffpreise der letzten Jahre und Monate finden Sie auf unserer Rohstoff-Spezialseite: Weltrohstoffpreise im Wandel

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