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Feste Arzneimittel Pfizer steigert Medikamentenproduktion in Freiburg

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Pfizer hat eine Continuous Manufacturing Anlage in Freiburg eröffnet. Jedes Jahr stellen an dem Fertigungsstandort 1000 Mitarbeiter rund sechs Milliarden Tabletten, Filmtabletten und Kapseln für den deutschen und internationalen Markt her. Durch die Erweiterung der Fertigung kann das Produktionsvolumen auf rund 10 Milliarden feste Arzneimittelformen gesteigert werden. Insgesamt investierte Pfizer rund 20 Millionen Euro in den Ausbau sowie in neue Maschinen und Anlagen.

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Pfizer-Mitarbeiter an einer neuen CMT-Anlage
Pfizer-Mitarbeiter an einer neuen CMT-Anlage
(Bild: Pfizer)

Heidelberg – Mit der Inbetriebnahme geht Pfizer den ersten Schritt zur kontinuierlichen Fertigung nach Industrie 4.0-Maßstäben. Io-Consultants war im Rahmen dieser Werkserweiterung verantwortlich für die Planung der Pharma-Prozesse einschließlich Layoutentwicklung, Automatisierung, Logistik und Projektmanagement.

„In dem Produktionsgebäude für die kontinuierliche Fertigung setzt Pfizer auf neue kontinuierliche Produktionsverfahren, welche die bestehende Batch-Produktion ablösen. Durch die Umstellung der Produktionsprozesse können die Durchlaufzeiten deutlich reduziert werden“, erklärt Marco Lederle, Partner bei Io-consultants. Die neue Produktion besteht aus drei Ebenen: Versorgungsebene, Mischebene und Empfangsebene. In der Versorgungsebene werden Big Bags mit den Rohstoffen über das automatische Regalbediengerät aus dem Hochregal angeliefert und über Big-Bag-Gestelle direkt im Lieferanten-Gebinde bereitgestellt.

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Pneumatischer Rohstofftransport

Über pneumatische Transporte werden die Rohstoffe einer kontinuierlichen und automatischen Dosierung zugeführt. Hier sind höchste Genauigkeit sowie ein schneller Wechsel der Big Bags wichtig. Fünf verschiedene Rohstoffe können so der kontinuierlichen Mischung auf der darunterliegenden Ebene zugeführt werden. Die Qualität der Mischgüte wird kontinuierlich während des gesamten Prozesses durch PAT (Process Analytical Technology) geprüft. Die Mischung wird in der darunterliegenden Ebene in Container abgefüllt. Der An- und Abtransport erfolgt vollautomatisch über fahrerlose Transportsysteme. Sämtliche Transfers finden im geschlossenen System statt.

Ziel des Gesamtprojektes ist es, unterschiedlichste Produkte mit Durchsätzen von 5 bis 400 kg/h verarbeiten zu können. Daher ist auch die leichte und rückstandsfreie Reinigung der Anlage von großer Bedeutung, um Produktwechsel schnell und reibungslos zu ermöglichen. Die Reinigung erfolgt weitestgehend automatisiert. Dieses Projekt markiert die Fortsetzung der langjährigen Zusammenarbeit von Pfizer und Io-consultants. Die Unternehmen realisierten innerhalb der letzten Jahre gemeinsam diverse Pharmaproduktionen an unterschiedlichen Standorten. So zum Beispiel die Containment-Fabrik Newcon in Illertissen.

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