Newsticker Juni: Aktuelles aus der ProzessindustriePCK nach Druschba-Aus: Woher soll das Öl für morgen kommen?
Quelle: dpa
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Im ständig aktuellen Newsticker fasst die PROCESS-Redaktion das Geschehen in der Branche kompakt zusammen. Ob Chemie-, Pharma-, oder Lebensmittelindustrie, alle verfahrenstechnischen Themen werden – ebenso wie politische und wirtschaftliche Nachrichten zur Prozessindustrie – zusammengefasst.
Potsdam/Schwedt (dpa/bb) *14:05 Uhr – Lösung nach Öl-Stopp für PCK gesucht
Nach dem Lieferstopp für kasachisches Öl durch die Druschba-Pipeline in Russland ab Mai berät die Taskforce der brandenburgischen Landesregierung über die aktuelle Lage. Das Treffen finde am Nachmittag in der Staatskanzlei in Potsdam statt, teilte das Wirtschaftsministerium auf Anfrage mit. Zudem ist Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) bis Dienstag in Kasachstan, um die wirtschaftlichen Beziehungen mit dem zentralasiatischen Land auszubauen. Zuvor hatte die «Märkische Allgemeine Zeitung» darüber berichtet. Russland stoppte im Mai die Durchleitung von kasachischem Rohöl durch die Druschba-Pipeline. Das macht rund 20 Prozent der verarbeiteten Menge der Raffinerie PCK in Schwedt im Nordosten Brandenburgs aus. Bislang wurde keine Lösung bei der Suche nach Alternativen bekannt. Trotz des Ausfalls aus Kasachstan lag die Auslastung der PCK im Mai nach Angaben aus Brandenburg bei 82 Prozent.
Das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin teilte zur Reise nach Kasachstan mit: «Kasachstan kann als strategischer Partner, insbesondere im Energie- und Rohstoffbereich, dazu beitragen, Deutschlands wirtschaftliche Resilienz und Versorgungssicherheit zu erhöhen.» Reiche will mit hochrangigen Politikern und Vertretern deutscher und kasachischer Unternehmen zusammen kommen. Die Ministerin sagte laut Mitteilung: «Kasachstan war 2025 unser viertgrößter Öllieferant mit 10,4 Millionen Tonnen. Eine zukunftsfähige Industrie in Deutschland benötigt Rohstoffe, welche in Kasachstan abgebaut werden. Kasachstan braucht deutsches Kapital und deutsche Technologie, um mehr Wertschöpfung im eigenen Land zu schaffen. Es geht nicht um einseitige Abnahmeverträge, sondern um eine langfristige Partnerschaft mit klarem Gewinn für beide Seiten.»
Ein Giftstoff in Säuglingsnahrung, Slush-Eis mit zu hohen Mengen Glycerin und «Mystery-Boxen» haben die sächsischen Lebensmittelkontrolleure in den vergangenen beiden Jahren herausgefordert. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) sprach bei der Vorstellung des Berichts für 2024 und 2025 von zwei ereignisreichen Jahren. So erreichte die Behörden im Dezember 2025 eine Warnung zu kontaminierter Säuglingsnahrung. Über das europaweite Schnellwarnsystem wurde der Fund des Giftstoffs Cereulid gemeldet. Dieser kann innerhalb kürzester Zeit zu Übelkeit und Erbrechen führen.
Da das von Bakterien gebildete Toxin nicht nachträglich zu entfernen ist, mussten schnellstmöglich alle betroffenen Produkte vom Markt genommen werden, wie Rüdiger Helling, Leiter der Lebens- und Futtermittelüberwachung beim Gesundheitsministerium, erläuterte. Als Quelle der Verunreinigung konnten die Behörden in internationaler Kooperation die bestimmte Charge eines Inhaltsstoffes ausmachen, den die Hersteller aus China bezogen.
Helling berichtete von zwei weiteren besorgniserregenden Trends. Bei dem bei Kindern beliebten Slush-Eis etwa bieten Hersteller seit einigen Jahren eine zuckerfreie Variante mit Glycerin an. Der Lebensmittelzusatzstoff ist in geringen Mengen gesundheitlich zwar unbedenklich, kann aber in zu hohen Dosen zu Übelkeit, Kopfschmerzen und Bewusstlosigkeit führen. 2021 und 2022 mussten in Schottland Kleinkinder nach dem Verzehr des Getränks im Krankenhaus behandelt werden. Auch in Sachsen stellten die Kontrolleure bei 6 von 19 getesteten Proben der zuckerfreien Slush-Eis-Variante zu hohe Werte fest.
Ein weiteres Problem stellten sogenannte Mystery-Boxen dar, die die hauptsächlich in Verkaufsautomaten angeboten werden. Dabei handelt es sich um Pakete, die beispielsweise Rückläufer aus dem Versandgeschäft oder B-Warenartikel enthalten. Die Käufer zahlen einen geringen Preis, kennen aber vorab den Inhalt des Pakets nicht. Die zuständige Behörde überprüfte neun Händler, keiner kam seinen rechtlichen Pflichten vollständig nach. So fehlte etwa Dokumentation oder die Herkunft der Produkte war unklar. Sieben Händler kooperierten mit der Behörde, bei zwei wurde ein Anhörungsverfahren eröffnet.
Stand: 08.12.2025
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Der Armaturenspezialist Schell aus Olpe kann eine besondere Auszeichnung verbuchen: Beim German Brand Award wurde das Unternehmen gleich doppelt prämiert. In der Kategorie «Excellent Brands - Heating & Bathroom» erhielt Schell den Titel «Winner» und unterstrich damit erneut seine Position als starke, international anerkannte Marke. Weiter wurde die Schell App für die digitale Armaturengeneration E² mit «Gold» in der Kategorie «Excellence in Brand Strategy and Creation - Brand Communication - Digital Solutions & Apps» ausgezeichnet. Die Gewinne des renommierten Awards bestätigen den Qualitätsanspruch und die Innovationskraft von Schell. Die Auszeichnungen wurden im Rahmen der German Brand Award Show am 25. Juni 2026 in Berlin überreicht.
Der Armaturenspezialist Schell aus Olpe kann eine besondere Auszeichnung verbuchen: Beim German Brand Award wurde das Unternehmen gleich doppelt prämiert. In der Kategorie «Excellent Brands - Heating & Bathroom» erhielt Schell den Titel «Winner» und unterstrich damit erneut seine Position als starke, international anerkannte Marke. Weiter wurde die Schell App für die digitale Armaturengeneration E² mit «Gold» in der Kategorie «Excellence in Brand Strategy and Creation - Brand Communication - Digital Solutions & Apps» ausgezeichnet. Die Gewinne des renommierten Awards bestätigen den Qualitätsanspruch und die Innovationskraft von Schell. Die Auszeichnungen wurden im Rahmen der German Brand Award Show am 25. Juni 2026 in Berlin überreicht.
28.06.2026
München (dpa/lby) *04:01 Uhr – Wassercent tritt in Kraft: Was bedeutet das?
Jetzt bekommt auch Bayern den Wassercent: Ab dem 1. Juli wird auch im Freistaat eine Gebühr auf Grundwasser-Entnahmen erhoben. Die zusätzlichen Kosten, mit denen Menschen in Bayern durchschnittlich rechnen müssen, belaufen sich auf rund fünf Euro pro Jahr. Die ersten Zahlungen erfolgen aber laut Umweltministerium erst 2027 - jetzt beginnt die Erhebung.
Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) bezeichnete den Wassercent schon vor Monaten als «Meilenstein für den Grundwasserschutz». Die Abgabe solle zu einem schonenden Umgang mit der Ressource Wasser beitragen. Konkret muss künftig jeder, der im Freistaat Grundwasser entnimmt oder verbraucht, eine Abgabe von einheitlich zehn Cent pro Kubikmeter bezahlen. Es gibt aber eine Freimenge, von der unter anderem Unternehmen profitieren, sowie eine ganze Reihe von Ausnahmen. Daran und an einer fehlenden Zählerpflicht gibt es breite Kritik. Was man über den Wassercent wissen muss:
Wer muss den Wassercent bezahlen? Grundsätzlich gilt: Alle Entnehmer und Verbraucher von Wasser müssen die neue Gebühr bezahlen, also Wasserversorger, Wasserzweckverbände und Nutzer eigener Brunnen, auch Unternehmen und die Industrie. Entgeltpflichtig sind dabei Entnahmen über einer Freimenge von 5.000 Kubikmetern pro Jahr.
27.06.2026
Berlin (dpa) *17:40 Uhr – Steuer auf Spirituosen soll Anfang 2027 steigen
Spirituosen wie Rum, Wodka und Korn sollen nach Plänen des Bundesfinanzministeriums ab dem kommenden Jahr höher besteuert werden. Für die vorgesehene Anhebung zum 1. Januar 2027 sei nun ein Gesetzentwurf erarbeitet worden, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. Nähere Angaben dazu machte er mit Verweis auf aktuelle regierungsinterne Abstimmungen nicht. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtete, soll eine Erhöhung um 20 Prozent kommen - von 13,03 Euro auf 15,64 Euro je Liter Reinalkohol.
Eine Anhebung der Alkoholsteuer und auch der Tabaksteuer hatte das Kabinett schon im April beim Beschluss der Eckwerte für den Haushalt 2027 als eine der Maßnahmen in den Blick genommen, um verbliebene Lücken zu schließen. Zum 1. Januar 2027 erhöht werden sollen außerdem die Steuern auf Sekt, Champagner, Likörweine und Alkopops. Die Gesetzesänderung erfolge auch aus gesundheitspolitischen Erwägungen, sagte der Sprecher. Erwartet würden Mehreinnahmen von jährlich rund 400 Millionen Euro, berichtete das RND. Nicht betroffen ist die Biersteuer, für Wein besteht weiterhin keine besondere Steuer.
26.06.2026
Barleben (dpa) *17:42 Uhr – Merz will Gesundheitswirtschaft stärken
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will die industrielle Gesundheitswirtschaft in Deutschland stärken. Der Gesundheitssektor sei der «am schnellsten wachsende Sektor unserer Volkswirtschaft», sagte Merz nach einem Besuch beim Pharmaunternehmen Sandoz in Barleben in Sachsen-Anhalt. In diesem Bereich würden in den nächsten Jahren die meisten neuen Arbeitsplätze geschaffen, so Merz.
In den vergangenen Jahren habe man gesehen, dass es bei Lieferketten Abhängigkeiten gebe, sagte der CDU-Politiker. «Deshalb ist eine starke industrielle Basis für resiliente und verlässliche Versorgung von Patientinnen und Patienten in Deutschland und in Europa mit kritischen Arzneimitteln für uns eine strategische Frage.» Der Kanzler betonte, dass Sachsen-Anhalt dabei ein wichtiger Standort sei. Mit knapp 1.400 Mitarbeitern zählt der Standort Barleben nach Angaben von Sandoz zu den modernsten Medizinproduktionszentren Europas. Dort werden pro Jahr mehr als elf Milliarden Tabletten hergestellt.
Aumühle (dpa/lno) *15:04 Uhr – Gasaustritt in Aumühle: Großeinsatz und Warnung an Anwohner
Ein mutmaßlicher Gasaustritt hat am Mittag einen Feuerwehr-Großeinsatz nahe dem S-Bahnhof Aumühle im Kreis Herzogtum Lauenburg ausgelöst. Mindestens ein Mensch wurde verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die Behörden warnten Anwohner vor möglichen Gesundheitsgefahren und riefen dazu auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Nach Angaben der Einsatzkräfte war der Vorfall gegen 12.25 Uhr im Bereich des Mühlenwegs gemeldet worden. Betroffen ist ein Gebiet nordwestlich der S-Bahn-Gleise, dort befinden sich unter anderem eine Seniorenresidenz sowie Teile der Fürst-Bismarck-Quelle.
Nach ersten Erkenntnissen soll ein bislang Unbekannter eine Chemikalie unerlaubt entsorgt haben, wie eine Polizeisprecherin dpa mitteilte. Der Stoff sei daraufhin ausgegast. Mindestens ein Mensch wurde verletzt. Wie viele Menschen insgesamt betroffen sind, war zunächst unklar. Nach dem Tatverdächtigen wird ermittelt.
Die Leitstelle gab eine amtliche Gefahrenwarnung über die Warn-App NINA heraus. Anwohner in den Straßen Mühlenweg, Am Mühlenteich, Emil-Specht-Allee und Bismarckallee wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten, Zündquellen zu vermeiden und das Gebiet nicht zu betreten.
Der Einsatz dauerte am frühen Nachmittag an. Das betroffene Gebiet wurde großräumig abgesperrt, zudem ist eine Rundfunkwarnung aktiv. Die Behörden baten Verkehrsteilnehmer, den Bereich weiträumig zu umfahren, damit die Rettungskräfte ungehindert arbeiten können.