Newsticker April: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Nach Aktionärskritik: Bayer will Vorstandsvergütung ändern

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03.04.2023

Köln (dpa) *12:45 Uhr – Lanxess bekommt für Kunststoff-Gemeinschaftsfirma etwas mehr Geld

Der Finanzinvestor Advent hat dem Chemiekonzern Lanxess für die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens für Hochleistungskunststoffe etwas mehr Geld bezahlt als zunächst in Aussicht gestellt. Am 31. März sei eine Zahlung von rund 1,3 Milliarden Euro eingegangen, teilte der MDax-Konzern am Montag in Köln mit. Die Gründung selbst wurde am 1. April vollzogen. Der Mittelzufluss und eine damit nötige Steuerzahlung von rund 45 Millionen Euro fallen noch ins erste Quartal. Lanxess will das Geld in den Schuldenabbau stecken. Zudem stelle der Konzern dem neuen Joint Venture mit dem Namen Envalior ein Darlehen von 200 Millionen Euro zur Verfügung. Der Schritt war geplant, doch hatte das Chemieunternehmen im März lediglich den Erhalt von rund 1,1 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Lanxess hält rund 40 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen, Advent etwa 60 Prozent. Der Deal wurde im Mai 2022 bekannt gegeben. Im Zuge der Transaktion brachten die Kölner ihr Geschäft mit Hochleistungskunststoffen für die Auto- und Elektroindustrie in ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Beteiligungsgesellschaft Advent ein, das im gleichen Zuge in einem Milliardendeal das Kunststoffgeschäft Engineering Materials des niederländischen Konzerns Royal DSM übernimmt. Lanxess will so die Abhängigkeit von Konjunkturschwankungen senken, da das Geschäftsvolumen mit der Autoindustrie reduziert wird. Gemäß der ursprünglichen Planung können die Kölner ihren Anteil von rund 40 frühestens nach drei Jahren an Advent weiterreichen.

Baden-Baden/Basel (dpa) *04:45 Uhr – Pharma- und Chemiebranche kämpft ums Personal an Schweizer Grenze

Im Ringen um Fachkräfte macht der deutschen Pharma- und Chemieindustrie insbesondere an der Grenze zur Schweiz die Konkurrenz aus der Eidgenossenschaft zu schaffen. «Der Wettbewerb um Talente wird immer größer», sagte Christjan Knudsen vom Arbeitgeberverband Chemie Baden-Württemberg. Das liegt zum einen an höheren Gehältern, wie eine Umfrage der Deutsche Presse-Agentur in der Branche ergab. Zum anderen verschärfen Fachkräftemangel, eine niedrige Arbeitslosenquote und Wohnungsmangel die Lage.

Firmen wie Takeda, Novartis, Evonik und Roche lassen sich daher viel einfallen, um Personal in der Grenzregion zu gewinnen und zu halten. Das können zum Beispiel ein Fahrtkostenzuschuss für den Nahverkehr, Kita-Plätze und die Übernahme von Umzugs- oder Maklerkosten sein.

Der Präsident des Arbeitgeberverbands Basler Pharma-, Chemie- und Dienstleistungsunternehmen, Thomas Bösch, erklärte: «Das Lohnniveau in der Schweiz ist signifikant höher als in Frankreich und Deutschland, was sicher zu einem gewissen Konkurrenzdruck für die umliegenden Wirtschaftsräume führt.» Alle drei Länder müssten gezielt Fachkräfte ausbilden und sich als interessante Arbeitsorte präsentieren. «Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen werden entscheidend sein, um genügend Personal für die ganze Region gewinnen zu können.»

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