Newsticker April: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Nach Aktionärskritik: Bayer will Vorstandsvergütung ändern

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20.04.2023

Brüssel (dpa) *15:35 Uhr – Mehr Schutz vor Gefahren: Neue EU-Vorgaben für Chemikalien in Kraft

Um Mensch und Umwelt zu schützen, sind in der EU neue Regeln zur Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Chemikalien in Kraft getreten. Über mögliche Gefahren muss nun besser informiert werden, wie die Europäische Kommission am Donnerstag mitteilte. Dabei soll zum Beispiel eine Mindestschriftgröße auf Etiketten helfen. Zudem sollen gefährliche Stoffe schneller identifiziert und Vorschriften für nachfüllbare Chemikalienbehälter eingeführt werden.

Im Fokus stehen sogenannte endokrine Disruptoren, die sich etwa in Kunststoffen und Körperpflegeprodukten finden. Sie werden mit hormonbedingten Krebserkrankungen sowie Fortpflanzungs- und Fruchtbarkeitsstörungen in Verbindung gebracht. Die hormonell wirksamen Stoffe sind nach Angaben der Kommission biologisch schwer abbaubar und können ins Trinkwasser geraten.

Essen (dpa) *12:30 Uhr – Neue Evonik-Finanzchefin will weniger Powerpoint-Präsentationen

Die neue Finanzchefin des Chemiekonzerns Evonik setzt auf weniger Powerpoint-Folien und will den einzelnen Geschäftsbereichen stärker helfen. «Ich kenne die operativen Nöte, weiß, wo die Sparten mehr Unterstützung benötigen, auch bei den Finanzfunktionen», sagte Maike Schuh in einer Gesprächsrunde mit Journalisten am Mittwochabend. So sollen auch die Wachstumsziele erreicht werden.

Die Managerin sagte, man habe sich für dieses Jahr ambitionierte Ziele gesetzt. «Klar ist aber auch: Ab 2024 müssen wir bei Gewinn und Kapitalrendite wieder deutlich besser werden. Auf dem aktuellen Niveau entsprechen sie sich nicht dem, was wir uns dauerhaft vornehmen und was man von Spezialchemiegeschäften erwarten muss.»

Die 49-Jährige ist seit Anfang April Finanzchefin. Auf die Arbeit ihrer Vorgängerin Ute Wolf will sie aufsatteln. Das Konzern-Controlling müsse zu einem echten strategischen «Sparringspartner» der Geschäftseinheiten werden, der ausreichend Handlungsempfehlungen geben könne, sagte Schuh. Für die Analyse, warum es hier und da beim Wachstum hapere, brauche es weniger Powerpoint-Präsentationen, sondern eine noch tiefere Analyse und eine Aufbereitung der für die Steuerung der einzelnen Geschäfte relevanten Kennziffern.

Bereits zu ihrer Zeit bei der Evonik-Sparte Performance Materials kam statt Powerpoint eine mit der Controlling-Software gekoppelte App zur schnellen Veranschaulichung von Kennziffern zum Einsatz. «Und das will ich nun auch für die ganze Evonik», sagte Schuh.

Emden (dpa/lni) *12:02 Uhr – Energiekonzern Statkraft plant Elektrolyse-Anlage in Emden

Der norwegische Energiekonzern Statkraft will im ostfriesischen Emden einen sogenannten Elektrolyseur zur Produktion von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien errichten. Ende März seien entsprechende Genehmigungsunterlagen für eine solche Anlage mit der Leistung von zehn Megawatt eingereicht worden, wie die Tochter Statkraft Markets am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte. Im Fall einer Genehmigung könnten die Bauarbeiten demnach 2024 beginnen, der Start der Anlage wäre dann Mitte 2025. Eine Investitionsentscheidung für das Vorhaben hat Statkraft nach eigenen Angaben aber noch nicht getroffen.

Der produzierte Wasserstoff soll laut dem Konzern den regionalen Verkehrssektor in Emden versorgen. Die Leistung von zehn Megawatt reicht demnach aus, um 200 Kilogramm Wasserstoff pro Stunde zu erzeugen. Jährlich könnten so rund 100 Lastwagen über Wasserstofftankstellen in der Region emissionsfrei betrieben werden, hieß es. Statkraft betreibt in Emden unter anderem ein Biomasseheizkraftwerk, mit dem etwa das VW-Werk in Emden versorgt wird.

Mit erneuerbarer Energie hergestellter Wasserstoff soll einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Um Wasser bei der Elektrolyse in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff aufzuspalten, muss sehr viel Energie eingesetzt werden. Wird dazu erneuerbare Energie genutzt, spricht man von «grünem Wasserstoff».

Rapspresse in Biodieselwerk gerät in Brand – 50.000 Euro Schaden

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Beim Brand einer Rapspresse eines Biodieselwerkes in Sternberg (Ludwigslust-Parchim) ist ein Schaden von rund 50.000 Euro entstanden. Durch einen technischen Defekt hatte eine Rapspresse am Mittwochabend Feuer gefangen, wie eine Polizeisprecherin am Donnerstag sagte. Das dazugehörige Raps-Förderband kam ins Stocken. Das Feuer griff auf die sich ansammelnden großen Mengen Rapskörner und das Band über. Es kam zu einer starken Rauchentwicklung. Vier Feuerwehren rückten zum Löschen an. Die Mitarbeiter der Firma konnten die Halle rechtzeitig verlassen. Am Stadtrand von Sternberg wird Raps zu Öl und zu Biodiesel verarbeitet. Eine Feuerwehrfrau erlitt Kreislaufprobleme und musste von Rettungskräften behandelt werden.

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