Brownfield-Projekt für Biotechnologie Miltenyi Biotec kernsaniert einen Gebäudekomplex am Standort Köln

Quelle: Pressemitteilung Miltenyi Biotec 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der bestehende Gebäudekomplex bietet rund 12.000 Quadratmeter, davon 5.000 für die Produktion von klinischen Reagenzien. In einem Brownfield-Projekt will Miltenyi Biotec die Räumlichkeiten kernsanieren und für die aseptische Produktion in Reinräumen nutzen.

Am Standort Köln schafft Miltenyi Biotec die Grundlage für die künftige Produktion klinischer Reagenzien.(Bild:  Miltenyi Biotec)
Am Standort Köln schafft Miltenyi Biotec die Grundlage für die künftige Produktion klinischer Reagenzien.
(Bild: Miltenyi Biotec)

Rund 6.000 Menschen weltweit versorgt Miltenyi Biotec mit Hauptsitz in Bergisch Gladbach aktuell jedes Jahr mit innovativen Zell- und Gentherapien. Die Nachfrage steigt immer weiter – und mit ihr auch der Bedarf an Produktionskapazitäten. Deshalb investiert das Biotechnologie- und Biomedizin-Unternehmen mit rund 4.600 Mitarbeitern weltweit in den Ausbau des Produktionsstandorts in Köln.

Cologne Clinical Products Miltenyi Biotec

Das Unternehmen kernsaniert dort einen ehemalig für pharmazeutische Herstellungs- und Verpackungsprozesse genutzten Gebäudekomplex. Unter dem Namen Cologne Clinical Products Miltenyi Biotec (CPMB) werden dort künftig Reagenzien für klinische Anwendungen hergestellt. Vor kurzem hat das Projekt mit der Installation der prozesstechnischen Anlagen einen wichtigen Meilenstein erreicht. Das auf Bau, Immobilien und Infrastruktur spezialisierte Beratungsunternehmen Drees & Sommer unterstützt Miltenyi bei diesem Projekt.

Seit der Gründung im Jahr 1989 im Bergisch Gladbacher Ortsteil Moitzfeld hat sich Miltenyi Biotec als führendes Unternehmen in der deutschen Biotechnologiebranche etabliert. Der Biotech-Hersteller fokussiert sich auf die Forschung an innovativen Zelltherapien, insbesondere in der Krebsimmuntherapie und bei der Behandlung von Tumorerkrankungen mit Zelltherapien wie CAR-T-Zellen. „Inzwischen haben wir über 19.000 Produkte in unserem Portfolio, die von automatisierten Produktionssystemen über Analyse- und Diagnosetools bis hin zu klinischen Reagenzien reichen“, so Martin Meyer, Head of Clinical Production bei Miltenyi.

Herausforderung Brownfield: Effiziente Nachnutzung für sterile Produktionsprozesse

Die bestehenden Räumlichkeiten bieten rund 12.000 Quadratmeter Nutzfläche, wovon sich 5.000 auf die Produktion der klinischen Reagenzien im Erdgeschoss erstrecken. Daneben entstehen Personalschleusen im Untergeschoss, zwei Techniketagen im ersten und zweiten Obergeschoss sowie Bürobereiche mit rund 430 Quadratmetern Fläche.

„Sogenannte Brownfield-Projekte wie dieses fordern uns besonders heraus, weil wir bestehende Flächen so umgestalten müssen, dass sie den Anforderungen der Nachnutzung entsprechen“, erklärt Harald Gräfe, Manager und Experte für Pharmabauten bei Drees & Sommer. „Dazu schauen wir immer zuerst, was sich von der ursprünglichen Infrastruktur erhalten und für die weitere Nachnutzung verwenden lässt“, so der Fachmann. In Köln bleiben beispielsweise Teile der Gebäudehülle, das Tragwerk und ausgewählte Reinraumdecken bestehen. Alles, was sich nicht weiter nutzen lässt, wird im Rahmen der bestehenden baulichen Struktur mit modernster Technik ersetzt oder ergänzt.

Reinraumbedingungen für sterile Produktionsprozesse

Dazu gehören komplexe Reinraumbedingungen für sterile Produktionsprozesse sowie eine digitale Infrastruktur, die sämtliche Abläufe vernetzt und überwacht. „Gleichzeitig integrieren wir die strengen regulatorischen GMP-Anforderungen von Anfang an in die baulichen und technischen Gegebenheiten“, so Gräfe.

Das Projektteam von Drees & Sommer ist mit verschiedenen Leistungen beauftragt – darunter das Projektmanagement, das technische Projektcontrolling, das digitale GA-Audit als Controlling der Inbetriebnahme und das BIM-Management. Mittels BIM-Planung werden alle Planungs-, Bau- und Betriebsprozesse, die sich in einem zentralen digitalen Gebäudemodell, dem sogenannten digitalen Gebäude-Zwilling, abbilden lassen, vernetzt.

Energiekonzept für klimafreundliche Produktion

Neben der technischen Ausstattung spielt auch die Energieversorgung eine wichtige Rolle für die Zukunftsfähigkeit des Standorts. Das neue Energiekonzept setzt auf eine dezentrale Struktur anstelle der bisherigen zentralen Versorgung. „In Zukunft kommen hier Hoch- und Höchsttemperatur-Wärmepumpen zum Einsatz“, sagt Gräfe. „Diese können sowohl Prozesswärme bis zu 200 Grad als auch Dampf mit hoher Energieeffizienz bereitstellen.“ Damit reduziert sich der Energieverbrauch sowie auch der CO2-Ausstoß erheblich. Miltenyi Biotec plant, den sanierten Gebäudekomplex bis Ende 2026 in Betrieb zu nehmen.

(ID:50848094)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung