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Milliarden-Transaktion Merck schließt Übernahme von Versum ab

| Redakteur: Alexander Stark

Merck hat den erfolgreichen Abschluss der Übernahme von Versum bekanntgegeben. Die Transaktion hat eine Volumen von rund 5,8 Milliarden Euro und soll den Konzern zu einem führenden Anbieter im Bereich von Elektronikmaterialien machen.

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Das ehemalige Versum-Geschäft wird zukünftig in die Geschäftseinheit Semiconductor Solutions bei Merck integriert.
Das ehemalige Versum-Geschäft wird zukünftig in die Geschäftseinheit Semiconductor Solutions bei Merck integriert.
(Bild: Krystian Nawrocki/ Merck)

Darmstadt – Mit der jüngst erteilten Genehmigung der chinesischen Kartellbehörde konnte Merck die letzte notwendige Bedingung für den Abschluss der Akquisition von Versum erfüllen. Ab 2022, dem dritten vollen Jahr nach Abschluss der Übernahme, erwartet Merck Synergien in Höhe von 75 Millionen Euro pro Jahr.

Mit der Übernahme von sei der Konzern hervorragend positioniert, um von langfristigen Wachstumstrends der Industrie für Elektronikmaterialien zu profitieren, erläuterte Stefan Oschmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Merck. Zugleich stellt das Unternehmen damit sein Performance-Materials-Geschäft auf eine breitere Basis und schärft seinen strategischen Fokus auf innovationsgetriebene Technologien. Das Unternehmen hat seit 2007 Zu- und Verkäufe im Gesamtwert von rund 40 Milliarden Euro getätigt und sich so zu einem führenden Wissenschafts- und Technologieunternehmen gewandelt. Der Konzern will seinen Fokus nun auf das Generieren von Cash richten, um die Entschuldung nach der Akquisition rasch voranzutreiben.

Um eine reibungslose Integration sicherzustellen, hat Merck die Integrationsplanung bereits weit vorangetrieben. Das ehemalige Versum-Geschäft wird zukünftig in die Geschäftseinheit Semiconductor Solutions integriert – neben Display Solutions und Surface Solutions eine der drei Geschäftseinheiten des Unternehmensbereichs Performance Materials. Semiconductor Solutions wird aus zwei spezialisierten Einheiten bestehen: Semiconductor Materials sowie Delivery Systems & Services. Semiconductor Materials unter der Leitung von Anand Nambiar, der bereits die Geschäftseinheit Semiconductor Solutions verantwortet, wird sich weiter auf den Vertrieb und die Entwicklung von materialbasierten Lösungen für die Halbleiterindustrie konzentrieren. Delivery Systems & Services, geleitet von Jeff White (ehemals Versum), fokussiert sich auf die Entwicklung und den Einsatz von Liefersystemen für die Halbleiterhersteller. Zudem wird die Einheit Dienstleistungen für die Anlageninstallation und den sicheren Umgang mit den in ihnen verarbeiteten Spezialmaterialien anbieten. Chief Technology Officer für Performance Materials wird John Langan (ehemals Versum). Alle weiteren Mitglieder des Performance Materials Leadership Team sind in ihren Rollen bestätigt worden. Merck beabsichtigt, den Standort in Tempe als Zentrum für das kombinierte Geschäft mit Elektronikmaterialien in den USA beizubehalten.

Für die 86 Kalendertage bis zum Jahresende erwartet Merck einen Beitrag des ehemaligen Versum-Geschäfts zum Konzernumsatz in Höhe von rund 270 Millionen Euro. Der Beitrag zum Konzern-Ebitda pre wird auf etwa 80 bis 90 Millionen Euro prognostiziert. Beim EPS pre des Konzerns erwartet Merck einen Anstieg um 0,11 bis 0,14 Euro.

Die Aktien von Versum werden nicht länger an der New Yorker Börse gehandelt, da Merck nun alleiniger Eigentümer ist. Die Aktionäre von Versum erhalten 53 Dollar je Aktie in bar.

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