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Baubeginn Mehr Güter auf die Schiene: Gleiserweiterung im Chemiepark Gendorf

Redakteur: MA Alexander Stark

Das Planfeststellungsverfahren ist abgeschlossen, die Bauphase beginnt: Da die Zeichen im Chemiepark Gendorf weiterhin auf Wachstum stehen, soll mit dem Bau neuer Gleisanlagen der Straßenverkehr nachhaltig entlastet werden

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Im Norden des Chemieparks Gendorf entstehen zusätzliche Gleise – damit reagiert Chemieparkbetreiber InfraServ Gendorf auf das weiter steigende Transportaufkommen der Standortunternehmen.
Im Norden des Chemieparks Gendorf entstehen zusätzliche Gleise – damit reagiert Chemieparkbetreiber InfraServ Gendorf auf das weiter steigende Transportaufkommen der Standortunternehmen.
(Bild: Infraserv Gendorf)

Gendorf – Im Norden des Chemieparks Gendorf entstehen zusätzliche Gleise – damit reagiert Chemieparkbetreiber Infraserv Gendorf auf das weiter steigende Transportaufkommen der Standortunternehmen.

Standortunternehmen erweitern ihre Kapazitäten, die Investitionen erreichten allein im vergangenen Jahr einen 10-Jahreshöchstwert. Eine wachsende Produktionsmenge bedeutet aber auch mehr Verkehr. Der Chemieparkbetreiber rechnet allein bis 2020 mit einem zusätzlichen Transportaufkommen von 110.000 Tonnen pro Jahr. Das entspricht tagtäglich rund 22 Lkws mehr auf den Straßen oder - alternativ - acht Kesselwägen, die mit dem Zug transportiert werden könnten. Um das mengenmäßige Wachstum logistisch zu bewältigen, investiert die Infraserv Gendorf elf Millionen Euro in die Infrastruktur. Der bevorzugte Transportweg sei ganz klar die Schiene. Auch Gefahrenguttransporte könnten von der Straße auf die Schiene verlagert werden, sagte Dr. Bernhard Langhammer, Geschäftsleiter der Infraserv Gendorf. Da die bestehenden Gleisanlagen an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, wird die Anlage um drei Bereitstellungsgleise erweitert. Durch die neuen Gleise verringert sich zudem der Rangieraufwand, die Standzeiten der Wagons werden kürzer, wodurch zusätzlich die Sicherheit erhöht wird.

Das Bauvorhaben wird sowohl arten- als auch bodenschutzrechtlich über den gesamten Verlauf begleitet. In einem ökologischen Begleitplan sind zahlreiche Maßnahmen zum Natur- und Artenschutz festgelegt. Durch entsprechende Planung der Baumaßnahme konnte zudem der Anteil an Bodenaushubmasse erheblich reduziert werden. Da die neuen Gleise, wie die bereits bestehende Gleisanlage, durch das Trinkwasserschutzgebiet eines Brunnens der Gemeinde Burgkirchen verlaufen, haben die Infraserv Gendorf gemeinsam mit der Gemeinde für eine Verlagerung des Wasserschutzgebietes plädiert. In der Folge konnte für diesen, ebenso wie für die benachbarten Trinkwasserbrunnen der Gemeinde Kastl ein alternativer Standort gefunden werden. Die Realisierung der neuen Trinkwasserbrunnen läuft zeitgleich mit dem Bau der neuen Gleise, der unmittelbar bevorsteht.

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