Suchen

Marktstudie Masterbatches erleben Nachfrageboom

| Redakteur: MA Alexander Stark

Ceresana veröffentlicht nun die bereits zweite, vollständig überarbeitete Auflage der Marktstudie Masterbatches: Der weltweite Verbrauch von Kunststoff-Masterbatches wird demnach bis zum Jahr 2027 auf voraussichtlich fast 4,5 Millionen Tonnen steigen.

Firmen zum Thema

Ceresana veröffentlicht die zweite, vollständig überarbeitete Auflage der Marktstudie Masterbatches.
Ceresana veröffentlicht die zweite, vollständig überarbeitete Auflage der Marktstudie Masterbatches.
(Bild: Ceresana)

Konstanz – Bei der Kunststoffherstellung werden häufig nicht Pulver, Pasten oder flüssige Zusatzstoffe den Rohpolymeren zugegeben, sondern so genannte Masterbatches: Granulate mit einer hohen Konzentration von Farbmitteln, anderen Additiven oder auch Füllstoffen. Vorgemischte Konzentrate mit genau definierten Eigenschaften erleichtern die Verarbeitung und erhöhen die Prozess-Sicherheit: Farb-Masterbatches enthalten Pigmente oder Dyes; Additiv-Masterbatches verändern gezielt andere Eigenschaften von Kunststoffen. Dabei können verschiedenste Zusatzstoffe kombiniert werden, zum Beispiel Stabilisatoren, Antioxidantien, Antistatika oder Flammschutzmittel.

Ceresan hat in seiner aktuellen Marktstudie Masterbatches den weltweiten Verbrauch an Masterbatches genauer unter die Lupe genommen. Bis 2027 soll die Nachfrage fast 4,5 Millionen Tonnen erreichen.

Der meistverkaufte Masterbatch-Typ sind derzeit weiße Masterbatches. Die weltweite Nachfrage danach stieg in den letzten acht Jahren um durchschnittlich 2,1 % pro Jahr. Dabei ist Titandioxid (TiO2) das wichtigste Produkt: Die Kunststoffindustrie färbt mit diesen weißen Pigmenten in großem Umfang beispielsweise Spielsachen, Elektrogeräte, Automobil-Teile, Möbel oder Plastikfolien. Außerdem absorbiert Titandioxid UV-Strahlen und schützt daher gegen schädliche Sonnenstrahlen. An zweiter Stelle folgen Farb-Masterbatches, in die zum Beispiel bunte anorganische und organische Pigmente oder Effektpigmente eingearbeitet sind. Die Farbe Schwarz wird meist durch Carbon Black (Industrie-Ruß) erzielt. Carbon Black wird oft für leitfähige Verpackungen, Filme, Fasern, Formen, Röhren und Kabel verwendet; ein bekanntes Endprodukt sind aber auch Abfallsäcke. In vielen Kunststoff-Anwendungen, besonders für technische Polymere, bietet Carbon Black als Farbzusatz Vorteile: Ruß ist sehr widerstandsfähig gegenüber Farbveränderungen und Verblassen – sogar unter extremen Bedingungen im Freien.

Verpackungshersteller sind Hauptabnehmer

Der Verbrauch von Masterbatches folgt dem Weltmarkt für Kunststoffe: Die wichtigsten Endanwendungen sind Verpackungen, Bau-Produkte, Fahrzeuge, Elektro und Elektronik sowie weitere Industriegüter. Der bedeutendste Absatzmarkt im Jahr 2019 waren Verpackungen mit 36 % der gesamten Nachfrage. Mit beträchtlichem Abstand dahinter lag an zweiter Stelle die Bauindustrie, gefolgt von den Bereichen Industrie und Fahrzeuge. In die Kategorie „Verpackungen“ fallen alle Masterbatches für flexible Kunststoff-Verpackungen, etwa Folien, Beutel und Säcke, und für starre Verpackungen, wie zum Beispiel Joghurtbecher, Dosen, Flaschen und Deckel.

(ID:46800468)