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Fokus auf Spezialchemie

Lanxess zufrieden mit Geschäftsjahr 2018 und Start ins neue Jahr

| Redakteur: Alexander Stark

Lanxess hat sein Geschäftsjahr mit einem starken Ergebnis abgeschlossen, teilte der Spezialchemiekonzern mit. Trotz aufkommendem konjunkturellen Gegenwind habe das Unternehmen geliefert, was es versprochen habe, so das Unternehmen.

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Vorstandsvorsitzender Matthias Zachert und Finanzvorstand Michael Pontzen stellten bei der Lanxess-Bilanzpressekonferenz die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2018 vor.
Vorstandsvorsitzender Matthias Zachert und Finanzvorstand Michael Pontzen stellten bei der Lanxess-Bilanzpressekonferenz die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2018 vor.
(Bild: Lanxess)

Köln – Lanxess-Vorstandsvorsitzender Matthias Zachert zufolge ist der Konzern strategisch und operativ sehr gut vorangekommen: Lanxess habe nun einen ganz klaren Fokus auf Spezialchemie. Vor allem die operative Stärke der Segmente Advanced Intermediates, Specialty Additives und Engineering Materials sowie die Integration von Chemtura und des von Solvay erworbenen Phosphoradditiv-Geschäfts trugen zum guten operativen Ergebnis bei. Die Ebitda-Marge vor Sondereinflüssen erreichte 14,1 %.

Das Ebitda vor Sondereinflüssen stieg im Jahr 2018 um 9,8 % auf 1,016 Milliarden Euro. Damit liegt das Ergebnis wie prognostiziert am oberen Ende der Bandbreite von 5 bis 10 % über dem Vorjahreswert von 925 Millionen Euro (ohne Arlanxeo). Der Konzernumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 10,2 % von 6,53 Milliarden Euro auf 7,197 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis lag mit 431 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 87 Millionen Euro. Grund dafür waren das im Vergleich zum Vorjahr bessere operative Ergebnis sowie Effekte aus der Veräußerung des 50-%igen Arlanxeo-Anteils. Zudem war das Vorjahresergebnis durch höhere Einmalaufwendungen belastet.

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Verkauf von Arlanxeo and Saudi Aramco abgeschlossen

Mit dem Ende des Geschäftsjahrs 2018 hat der Konzern einen weiteren Meilenstein in seiner Neuausrichtung erreicht. Der Spezialchemie-Konzern hat am 31. Dezember den Verkauf seines noch verbliebenen 50-%-Anteils am Kautschukunternehmen Arlanxeo an seinen ehemaligen Joint-Venture-Partner Saudi Aramco abgeschlossen. Das Gemeinschaftsunternehmen hatten die beiden Konzerne am 1. April 2016 gegründet. Für seinen Anteil hat Lanxess einen Erlös von rund 1,4 Milliarden Euro erhalten. Davon hat der Konzern bereits 200 Millionen Euro für die weitere Ausfinanzierung seiner Pensionsverbindlichkeiten verwendet. Weitere bis zu 200 Millionen Euro sind für einen Aktienrückkauf bestimmt, der bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahrs abgeschlossen sein soll.

Starke Entwicklung in fast allen Segmenten

Das operative Geschäft im Segment Advanced Intermediates entwickelte sich trotz eines weiterhin herausfordernden Agromarkts im Geschäftsjahr 2018 stark. Der Umsatz lag mit 2,207 Milliarden Euro um 11,7 % über dem Wert des Vorjahres von 1,975 Milliarden Euro. Das Ebitda vor Sondereinflüssen des Segments stieg um 7,2 % von 335 Millionen auf 359 Millionen Euro. Die Ebitda-Marge vor Sondereinflüssen lag mit 16,3 % leicht unter dem Wert des Vorjahres von 17,0 %.

Im Segment Specialty Additives stiegen sowohl der Umsatz als auch das operative Ergebnis aufgrund der erfolgreichen Integration der Geschäfte von Chemtura und Solvay signifikant. Der Umsatz lag mit 1,98 Milliarden Euro um 22,9 % über dem Vorjahreswert von 1,611 Milliarden Euro. Das Ebitda vor Sondereinflüssen stieg um 28,5 % deutlich von 267 Millionen Euro auf 343 Millionen Euro. Die Ebitda-Marge vor Sondereinflüssen verbesserte sich von 16,6 % auf 17,3 %.

Im Segment Performance Chemicals blieben Umsatz und operatives Ergebnis insbesondere aufgrund der schwachen Entwicklung in der Leder- und Bauindustrie hinter dem starken Vorjahr zurück. Der Umsatz sank um 6,3 % von 1,439 Milliarden Euro auf 1,349 Milliarden Euro. Das Ebitda vor Sondereinflüssen lag mit 187 Millionen Euro um 25,8 % unter dem Wert des Vorjahres von 252 Millionen Euro. Die Ebitda-Marge vor Sondereinflüssen lag bei 13,9 % nach 17,5 % im Vorjahr.

Das Segment Engineering Materials konnte sowohl Umsatz als auch operatives Ergebnis aufgrund des profitablen Geschäfts mit Leichtbau-Kunststoffen deutlich steigern. Auch das im Zuge der Akquisition von Chemtura übernommene Urethane-Geschäft trug positiv zum Ergebnis bei. Der Umsatz stieg um 15,4 % von 1,366 Milliarden Euro auf 1,576 Milliarden Euro. Das Ebitda vor Sondereinflüssen verbesserte sich deutlich um 21,9 % von 219 Millionen Euro auf 267 Millionen Euro. Die Ebitda-Marge vor Sondereinflüssen des Segments stieg von 16,0 % auf 16,9 %.

Die Ergebnisse aller Segmente waren im Jahresvergleich durch negative Wechselkurseffekte, insbesondere aus einem schwächeren Dollar, belastet. Für das Gesamtjahr 2019 geht Lanxess von einem Ebitda vor Sondereinflüssen in etwa auf Vorjahresniveau aus.

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