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Coronavirus Interpack auf 2021 verschoben

| Redakteur: MA Alexander Stark

Die Messe Düsseldorf verschiebt aufgrund der Corona-Krise die internationale Verpackungsmesse Interpack. Sie soll nun vom 25. Februar bis 03. März 2021 stattfinden.

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Aufgrund der Corona-Krise wird die Interpack auf 2021 verschoben.
Aufgrund der Corona-Krise wird die Interpack auf 2021 verschoben.
(Bild: Messe Düsseldorf / ctillmann)

Düsseldorf – Den aktuellen Entwicklungen rund um die Ausbreitung des Coronavirus ist nun auch die Interpack zum Opfer gefallen. Mit der Verschiebung des Messestarts auf den 25. Februar 2021 folgt die Messe Düsseldorf der Empfehlung des Krisenstabs der Bundesregierung, bei der Risikobewertung von Großveranstaltungen die Prinzipien des Robert Koch-Instituts zu berücksichtigen. Aufgrund dieser Empfehlung und der zuletzt deutlich gestiegenen Zahl von Infizierten mit dem neuen Coronavirus (Sars-CoV-2) auch in Europa hat die Messe Düsseldorf die Lage neu bewertet.

Die Entscheidung sei in enger Abstimmung mit den Beiräten und Trägerverbänden getroffen worden, so Werner M. Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf. Sie spiegele auch den Wunsch einzelner Branchen wider: „Als ihr Partner setzen wir im Moment alles daran, die wirtschaftlichen Einbußen unserer Aussteller zu reduzieren.“

Die Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu verzögern, ist auch laut Robert Koch-Institut (RKI) ein erklärtes Ziel. Um der Verantwortung der Messe Düsseldorf zur Gefahrenabwehr gerecht zu werden, musste das Unternehmen in erster Linie das bei Großveranstaltungen erhöhte Infektionsrisiko minimieren. Maßnahmen zur Minderung des Übertragungsrisikos bei Großveranstaltungen, die das Robert Koch-Institut eindeutig festgelegt hat – zum Beispiel eine Belüftung des Veranstaltungsortes, die dem Infektionsrisiko angemessen ist, der Ausschluss von Personen aus Risikogruppen sowie die flächendeckende Einrichtung von Eingangsscreenings, waren praktisch nicht umsetzbar. Auch vergleichbare Maßnahmen waren und sind in Anbetracht der unvorhersehbaren rasanten Entwicklung und der Größenordnungen der verschiedenen Veranstaltungen von bis zu 60.000 Teilnehmern unzumutbar.

Die Branchenpartner der interpack befürworten die Entscheidung für eine Verschiebung und setzen gemeinsam mit den Messeverantwortlichen auf eine erfolgreiche Veranstaltung im kommenden Jahr. „Die interpack ist das absolute Top-Event der internationalen Verpackungsbranche und der verwandten Prozessindustrie. Die Messe lebt von der persönlichen Begegnung und dem direkten Austausch von Menschen aus der ganzen Welt. Dies ist nur möglich, wenn dabei keine gesundheitlichen Risiken bestehen. Daher ist die Verschiebung verantwortungsvoll und richtig. Wir freuen uns auf den Termin im kommenden Jahr, um die in der Branche bestimmenden Themen wie das der Nachhaltigkeit zu diskutieren und entsprechende Lösungen zu präsentieren“, so Christian Traumann, Präsident der Interpack 2020 und Geschäftsführender Direktor & Group President bei von Multivac Sepp Haggenmüller.

Das Coronavirus und die damit verbundenen Einschränkungen würden mittlerweile für den gesamten Maschinenbau eine große Herausforderung darstellen, sagte Richard Clemens, Geschäftsführer des VDMA Fachverbandes Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen. Die möglichen und derzeit unabsehbaren Auswirkungen des Erregers mit einem unkalkulierbaren Infektionsrisiko, drohender Quarantäne für Rückkehrer, generellen Reisebeschränkungen in einigen Ländern aber auch erheblichen Reiserestriktionen seitens vieler Unternehmen würden eine erfolgreiche Durchführung der Interpack im Mai leider unmöglich machen. Der VDMA begrüßte als Trägerverband der Messe unter den gegebenen außergewöhnlichen Umständen eine Verschiebung. Der neue Termin sorge nun für Planungssicherheitt.

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