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Hochleistungskunststoff Polyamid 12 Evonik plant mit Polyamid-Anlage größte Investition in Deutschland

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Evonik will einen neuen Anlagenkomplex für den Hochleistungskunststoff Polyamid 12 (PA 12) bauen. Es soll sich um die größte Investition von Evonik in Deutschland handeln. Der Konzern plant damit seine Gesamtkapazität für PA 12 um mehr als 50 % zu erhöhen. Polyamid 12 wird in verschiedenen Wachstumsmärkten, etwa im Automobilbau, für Öl- und Gasleitungen und im 3D-Druck benötigt.

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Ein Teil des PA12-Anlagenkomplexes in Marl
Ein Teil des PA12-Anlagenkomplexes in Marl
(Bild: Evonik)

Essen – Rund 400 Millionen Euro will Evonik nach erfolgreicher Basisplanung in den PA-12-Komplex an seinem größten Standort im Chemiepark Marl in Nordrhein-Westfalen investieren. Neben der dort bereits bestehenden PA-12-Produktion sollen zusätzliche Anlagen für das Polymer und für seine Vorstufen entstehen. Der Anlagenkomplex soll Anfang 2021 in Betrieb gehen. Die Investition wird einen spürbaren Beitrag zur Erreichung des Margenziels von Evonik leisten und dauerhaft einen Cash Flow im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich erwirtschaften. Das Projekt wird über vier Jahre im Rahmen des jährlichen Budgets für Wachstumsinvestitionen umgesetzt.

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„Diese Investition passt perfekt zu unserer Strategie der konsequenten Ausrichtung auf Spezialchemie, denn Polyamid 12 ist als Hochleistungspolymer für spezielle Anwendungen ein wichtiger Teil unseres strategischen Wachstumskerns Smart Materials. Wir werden in Marl mit der Investition rund 150 Arbeitsplätze schaffen“, sagt Christian Kullmann, Vorstandsvorsitzender von Evonik Industries. Weltweit wächst der PA-12-Markt mit jährlich mehr als fünf Prozent und damit deutlich über dem globalen Bruttosozialprodukt. Für die Spezialanwendung 3D-Druck liegt das Wachstum sogar im zweistelligen Bereich.

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Aufgrund seiner Eigenschaften wird der Hochleistungskunststoff in vielen anspruchsvollen Anwendungen als Ersatz für Stahl eingesetzt: im Automobil- und Leichtbau ebenso wie für Öl- und Gasleitungen. Zusätzlich zu dem heutigen Einsatz im Automobilbau ist Evonik auch für zukünftige Hybrid- und Elektrofahrzeuge sehr gut positioniert. Zudem kommt das Material im medizinischen Bereich und im 3D-Druck zum Einsatz.

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