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Auch um den Feldbus, der vor 20 Jahren zu heftigen Diskussionen führte, ist es still geworden. „Die Einführung der Feldbus-Technologie verlief anfangs etwas schleppend, bedingt durch verschiedene Standards und auch heute ist in der Mehrzahl der Anwendungen noch Hart zu finden“, gibt Huber unumwunden zu.
Dabei lag die Ursache hierfür in den seltensten Fällen beim Feldbus selbst, sondern bei den Schwierigkeiten in der Feldgeräteintegration. „Mit der Einführung des FDI-Standards werden wir jedoch einen deutlichen Schritt vorankommen“, gibt sich Huber zuversichtlich, der den Faden weiter spinnt. „Die Zukunft wird voraussichtlich dem Industrial Ethernet und der Wireless-Technologie gehören.“
Integration geglückt
Ebenfalls vor rund 20 Jahren wurde das Schlagwort der Integration geboren. Zwar hieß dies unter Umständen anders, etwa „verbindendes Kommunikationselement oder ganzheitlicher Prozess“. Aber die Hersteller wollten schon damals Planungswerkzeuge, Simulationsprogramme, Dokumentationen und betriebswirtschaftliche Daten zusammen führen.
Und diese Vision ist bereits Wirklichkeit geworden, wie Huber anmerkt: „Erwähnenswert ist auf jeden Fall die Integration sämtlicher Betriebsmittel, Anlagenteile und Dokumentation in die Leittechnik, was ABB unter der Bezeichnung Industrial IT schon kurz nach der Jahrtausendwende eingeführt hatte.“
Dabei war das Unternehmen der Zeit voraus. „Heute diskutieren wir zahlreiche unserer damaligen Ideen in den Industrie 4.0-Konzepten, die aber erst in den nächsten Jahren nach und nach in die Praxis umgesetzt werden können“, merkt Huber an. „Hier bestimmen die langen Lebenszyklen in der Prozessautomatisierung die Geschwindigkeit der Umsetzung solcher Konzepte.“
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