Trendbericht Prozessautomatisierung

Die Geister, die ich rief – Entwicklungen der letzten 20 Jahre

Seite: 4/5

Anbieter zum Thema

Risiken begegnen

Einige Schwierigkeiten wurden jedoch erst im Laufe der Zeit offensichtlich. „Mich haben die Nachteile der Offenheit und der kommerziellen Betriebssysteme genauso überrascht wie wohl alle anderen auch“, gibt Tauchnitz ehrlich zu. „Wir wollten Offenheit und moderne Betriebssysteme, aber weder die Risiken von IT-Security noch die Kosten mit einem Migrationsbedarf im Fünf-Jahres-Takt.“

So macht sich nicht erst seit den Diskussionen um Industrie 4.0 bei den Anwendern eine gewisse Sorge und auch Hilflosigkeit in Bezug auf Security breit. Zwar gibt es Konzepte, wie man Security-Maßnahmen in der Prozesswelt etabliert, aber es fehlt die Bereitschaft, das Know-how oder schlicht die Zeit, sich mit dieser Problematik auseinander zu setzen. In einer großen Anwenderumfrage durch PROCESS im Frühjahr 2014 ...

... sahen zwar über die Hälfte der Befragten eine mittlere Bedrohung durch Schadsoftware (also Viren, Malware, Trojaner, etc.). Rund ein Viertel der User der Online-Umfrage beurteilten die Gefahr jedoch nur als gering und 10 % waren sich überhaupt keiner Gefahr bewusst.

Auch bei möglichen Lösungsvorschlägen gaben sich die Anwender bedeckt. Rund ein Drittel der Befragten hatte auf die Frage, wie ein Automatisierungssystem sicherer gestaltet werden kann, keine Lösung. Ein knappes Drittel schlug den Verzicht auf Windows vor und ein großer Teil der Umfrageteilnehmer war gar der Meinung, dass man Automatisierungssysteme grundsätzlich neu gestalten müsse.

Ob und wie das viel diskutierte Industrie 4.0-Konzept in der Chemieindustrie umgesetzt wird, ist für die Prozessindustrie eher zweitrangig. Für viele Anwender, aber auch Hersteller ist das Thema vor allem ein Ideentreiber und Anregung, sich mit dem Thema Software und IT intensiver auseinander zu setzen.

Wagen Sie mit uns einen Ausblick: Einfach weiterblättern zur nächsten Seite.

(ID:42704487)