Klinik-Studien

Darauf kommt es an: Die Logistik von Klinik-Studien planen

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Darum gehört der Herstellungsprozess in die Strategie mit hinein

Vorausschauende Distributionsstrategien sollten also stets den Herstellungsprozess berücksichtigen. Nur so kann eine kohärente, in sich schlüssige Logistikkette aufgebaut und etabliert werden, noch lange bevor das eigentliche Verpacken eines IMP abgeschlossen ist.

Wichtige Faktoren, die bei der Ausarbeitung einer Distributionsstrategie immer bedacht sein wollen, sind unter anderem: Verfallsdaten-Management, Verpackungs- und Beschriftungsdesign sowie spezielle Produkteigenschaften, wie Größe, Art der Verpackung und Temperaturbedingungen oder Arzneiform.

Um noch einen Schritt weiter zu gehen sollte zusätzlich ein in anderen Branchen längst übliches Sales- und Operations-Planning Model (S&OP) angewendet werden. Eine solche übergreifende Methode kann nicht nur Planungszeiten deutlich reduzieren. Zusätzlich verbessern standardisierte Prozesse entlang der Supply Chain die Genauigkeit der Vorhersagen. Lieferengpässe lassen sich so vorausschauend vermeiden.

Die Lagerung, Distribution und Administration eines Produktes sind von vielen Faktoren abhängig: Von der Zusammensetzung und Stabilität wie vom Kit-Design des IMP, sei es eine studienspezifisch gelabelte Blisterverpackung, eine Ampulle oder eine mit Kapseln/Tabletten gefüllte Flasche.

Ein Beispiel: Die standardisierte Herstellung eines einfach überkapselten IMP in kleiner Menge mit verhältnismäßig großen Standard-Blisterpackungen scheint auf den ersten Blick kosteneffizient zu sein.

Muss dieses Produkt jedoch bei 2 bis 8°C gelagert und vor allem transportiert werden, erhöhen sich die Transportkosten erheblich, da die Verpackung und damit das zu transportierende Volumen deutlich größer wird.

Man transportiert buchstäblich „Luft“ entlang der Kühlkette und 2 bis 8°C als erlaubter Temperaturbereich ist eine der größeren Herausforderung in der globalen Logistik.

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