Newsticker April: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Wacker Chemie schreibt wieder schwarze Zahlen

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15.04.2026

Hamburg (dpa/lno) *12:01 Uhr – Bau von Ammoniak-Importterminal im Hamburger Hafen genehmigt

Der Bau und Betrieb des seit Jahren geplanten Ammoniak-Importterminals im Hamburger Hafen ist genehmigt. Die Hamburger Energiebehörde gab ihre Zustimmung, wie sie mitteilte. Die finale Investitionsentscheidung steht aber weiter aus, wie der Energieimporteur MB Energy - vormals Mabanaft - mitteilte. Das Terminal soll im Süden des Hafens auf dem Gelände des Tanklagers Blumensand entstehen.

Die geplante Umschlagsmenge des Terminals soll bei etwa 600.000 Tonnen Ammoniak im Jahr liegen. Das Vorhaben hat sich mehrfach verzögert. Nach früheren Angaben von MB Energy sollte der Import 2028 beginnen. Was das neue Terminal kosten soll, teilte das Unternehmen nicht mit. MB Energy ist eine Tochtergesellschaft der Hamburger Holding Marquard & Bahls.

Ammoniak ist ein giftiges Gas, das aus Stickstoff und Wasserstoff hergestellt wird. Es wird vor allem zur Düngemittelproduktion genutzt und gilt als vielversprechender Treibstoff für die Schifffahrt. In verflüssigter Form lässt sich Ammoniak vergleichsweise platzsparend transportieren.

Ufa/Kiew (dpa) *11:48 Uhr – Ukrainische Drohnen attackieren Chemiewerk tief in Russland

Über 1.300 Kilometer hinweg hat die ukrainische Armee eine Chemiefabrik in der russischen Stadt Sterlitamak mit Kampfdrohnen angegriffen. Das Oberhaupt der Teilrepublik Baschkortostan, Radi Chabirow, bestätigte den Angriff, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldete. Er hielt sich an die übliche Darstellung, dass Trümmer abgeschossener Drohnen auf eine Industrieanlage gestürzt seien. Der entstandene Brand werde gelöscht. Von direkten Treffern ist in offiziellen russischen Mitteilungen selten die Rede.

Videos aus sozialen Netzwerken legten nahe, dass der Angriff dem petrochemischen Kombinat in Sterlitamak galt. Es produziert unter anderem Flugbenzin. Angaben zu Schäden wurden nicht gemacht.

Baschkortostan liegt östlich von Moskau im Süden des Ural-Gebirges. Von der Ukraine ist die Region etwa 1.300 Kilometer entfernt.

Bei der Abwehr des russischen Angriffskrieges setzt die Ukraine seit Monaten darauf, die Öl und Chemieindustrie tief im Rückraum des Gegners mit Langstreckendrohnen auszuschalten. Damit sollen der Treibstoffnachschub für die russische Armee und die Rüstungsproduktion gebremst werden.

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