Newsticker April: Aktuelles aus der ProzessindustrieRosneft prüft Alternativen für Öl aus Kasachstan für PCK
Quelle: dpa
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Im ständig aktuellen Newsticker fasst die PROCESS-Redaktion das Geschehen in der Branche kompakt zusammen. Ob Chemie-, Pharma-, oder Lebensmittelindustrie, alle verfahrenstechnischen Themen werden – ebenso wie politische und wirtschaftliche Nachrichten zur Prozessindustrie – zusammengefasst.
Berlin/Schwedt (dpa) *15:17 Uhr – Rosneft prüft Alternativen für Öl aus Kasachstan für PCK
Rosneft Deutschland prüft mögliche Transportprobleme für Öl aus Kasachstan für die Raffinerie PCK in Schwedt im Nordosten Brandenburgs. Nach dpa-Informationen hat die unter Treuhand stehende deutsche Tochter der russischen Rosneft eine Benachrichtigung über ihre kasachischen Partner bekommen, dass es ab Mai Schwierigkeiten beim Transport von Öl aus Kasachstan über die Druschba-Pipeline geben soll.
Ein Sprecher von Rosneft Deutschland sagte der dpa: «Wir müssen prüfen, wie wir gegebenenfalls Ersatzlieferungen sicherstellen können, damit die PCK weiterhin voll produzieren kann.» Es sei keine unlösbare Situation für die PCK eingetreten. «Wir sind dabei, die Auswirkungen genau zu prüfen», so der Sprecher von Rosneft Deutschland, Burkhard Woelki.
Der Kreml kommentierte den kolportierten Transitstopp der Druschba-Pipeline nicht. Er wisse nichts davon, dazu müsse sich die Presse an die betroffenen Konzerne wenden, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow auf Anfrage von Journalisten.
Die Ölraffinerie PCK im Nordosten Brandenburgs bezieht kein russisches Öl mehr, erhält aber über die Druschba-Pipeline, die durch Russland verläuft, Öl aus Kasachstan. Das kasachische Öl ist wichtig, um die Auslastung der Raffinerie hochzuhalten. Zudem kommt Rohöl auch über eine Pipeline von Rostock nach Schwedt.
Angekündigt wurde im vergangenen Herbst, dass die Raffinerie PCK 2026 mehr Öl aus Kasachstan bekommen kann – mindestens 130.000 Tonnen je Monat. Zuvor waren es um die 100.000 bis 120.000 Tonnen.
Die frühere Bundesregierung hatte wegen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine entschieden, ab 2023 auf russisches Pipeline-Öl zu verzichten, das die PCK jahrzehntelang versorgte. Die Raffinerie, die weite Teile des Nordostens und Berlin unter anderem mit Sprit, Heizöl und Kerosin versorgt, musste sich andere Bezugsquellen suchen.
Die Ölraffinerie PCK in Schwedt gehört zu 54 Prozent deutschen Töchtern des russischen Staatskonzerns Rosneft. Sie stehen wegen des Ukraine-Kriegs aber unter Treuhandverwaltung und damit unter der Kontrolle des Bundes.
Weinberg (dpa/lsw) *11:52 Uhr – Gefahrgut beim Beladen von Laster ausgetreten
Beim Beladen eines Lastwagens auf einem Firmengelände in Weinberg (Rhein-Neckar-Kreis) ist ein Gefahrstoff aus einem Behälter ausgetreten. Der Lastwagenfahrer wurde daraufhin vom Rettungsdienst betreut, er ist aber nicht verletzt, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Gefahr für die Bevölkerung bestand laut ihm nicht.
Um welchen Stoff es sich handelte, ist bislang nicht klar. Allerdings sei er hochentzündlich gewesen. Die Einsatzkräfte banden und sicherten den Stoff. Er soll nun fachgerecht entsorgt werden. Warum genau der Inhalt des Behälters austreten konnte, ist ebenfalls nicht bekannt.
Yangon (dpa) *07:52 Uhr – Großbrand in Myanmar: Öltanker setzt Hafen in Flammen
Bei einer Explosion und einem Großbrand in einem Hafen im Norden von Myanmar sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Elf weitere wurden teilweise schwer verletzt, als ein Öltanker am Montagabend (Ortszeit) Feuer fing, wie lokale Medien unter Berufung auf die Behörden berichteten.
Die Flammen griffen daraufhin schnell auf viele andere Schiffe und Boote sowie auf Fahrzeuge im Hafen über. Das Unglück habe sich am frühen Montagabend (Ortszeit) in Homalin in der Region Sagaing ereignet, teilte die Feuerwehr mit. Auf im Internet verbreiteten Videos war zu sehen, wie eine gewaltige schwarze Rauchsäule in den Himmel stieg.
Den Angaben zufolge kam es zu einer Explosion, als Treibstoff von dem Tanker umgeladen werden sollte. Das Feuer habe sich rasant ausgebreitet, berichteten Anwohner der Deutschen Presse-Agentur. Mehrere Verletzte seien in kritischem Zustand - es werde nicht ausgeschlossen, dass die Zahl der Opfer steigen könnte.
Ein Augenzeuge berichtete, dass sich Tausende Ölfässer an Bord der Schiffe befunden hätten. Einige Boote hätten noch versucht abzulegen, während sie bereits in Flammen gestanden hätten. Begünstigt worden sei das Feuer durch die derzeit extreme Hitze in der Region. Noch immer war der Brand nicht völlig unter Kontrolle.
Stand: 08.12.2025
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Der Hafen dient vor allem dem lokalen Handel mit Waren und Treibstoff. Bereits im März hatte sich dort ein ähnlicher Unfall ereignet: Damals gerieten zwei Tankboote in Brand, mindestens sechs Menschen kamen ums Leben.