Kiew/Moskau (dpa) *21:44 Uhr – Großbrand russischer Ölanlagen nach Drohnenangriff
Der ukrainische Drohnenangriff auf den russischen Schwarzmeerhafen Tuapse hat einen Großbrand der dortigen Ölanlagen verursacht. Rettungskräfte der Region Krasnodar berichteten am Nachmittag, dass Löscharbeiten im Gang seien, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete. Bis zum Abend fehlte die sonst übliche Meldung, dass der Brand eingedämmt oder gelöscht sei.
Fotos in sozialen Netzwerken zeigten eine kilometerhohe schwarze Rauchsäule über dem Hafen von Tuapse. Das Kommando der ukrainischen Armee-Spezialeinheiten teilte mit, es seien die Ölverladeanlagen wie Objekte der örtlichen Raffinerie beschädigt worden. Der Komplex gehört dem größten russischen Ölkonzern Rosneft.
In ihrer Gegenwehr gegen den Moskauer Angriffskrieg versucht die Ukraine, die russische Ölindustrie zu stören. Bei dem Angriff auf Tuapse in der Nacht wurden zwei Menschen getötet, mehr als 50 Wohnhäuser in der Hafenstadt wurden nach Behördenangaben beschädigt.
Der Chemiekonzern BASF modernisiert und erweitert seine Saatgutaufbereitung im niederländischen Nunhem. Geplant seien Investitionen von 40 Millionen Euro der Sparte BASF Agricultural Solutions, teilte das Unternehmen mit. Vor dem Hintergrund einer weltweit steigenden Nachfrage solle damit die Lieferfähigkeit für Gemüsesaatgut gestärkt werden.
In diesem Geschäft würden rund 1.200 Saatgutsorten in 20 verschiedenen Kulturen angeboten, darunter Tomaten, Zwiebeln und Karotten, die speziell gezüchtet wurden, um Trockenheit, Hitze und steigendem Krankheitsdruck, aber auch der begrenzten Verfügbarkeit von Arbeitskräften zu begegnen. Der Baubeginn ist für das zweite Quartal dieses Jahres geplant und die Fertigstellung bis Ende 2028.
Saatgut aus dem globalen Liefernetzwerk von BASF werde in den Anlagen von Nunhem gereinigt, aufbereitet, geprüft und für den Versand vorbereitet, bevor es an Kunden in aller Welt ausgeliefert wird.
Durch den Umbau werde die Gesamtfläche der Anlagen von derzeit rund 20.000 Quadratmetern um rund 6.000 Quadratmeter erweitert. Nach Fertigstellung würden die Anlagen energieeffizienter, vollständig mit Strom aus erneuerbaren Quellen und damit deutlich emissionsärmer betrieben, hieß es.
Ein Großbrand in einer Ölraffinerie im australischen Geelong hat die Treibstoffproduktion vorübergehend beeinträchtigt und sorgt für zusätzliche Unsicherheit bei der Versorgung mit Kerosin.
Das gewaltige Feuer in der Anlage des Energieunternehmens Viva Energy war am späten Mittwochabend (Ortszeit) ausgebrochen. Dabei gab es auch mehrere Explosionen. Nach Angaben der Feuerwehr ist der Brand mittlerweile unter Kontrolle.
Die Anlage in der Nähe von Melbourne ist eine von nur zwei großen Ölraffinerien im Land. Sie deckt laut Viva Energy über 50 Prozent des Kraftstoffbedarfs des Bundesstaates Victoria und 10 Prozent des gesamten australischen Kraftstoffbedarfs. Die Raffinerie kann nach Unternehmensangaben bis zu 120.000 Barrel Öl pro Tag verarbeiten.
Das Unglück trifft Australien schwer, weil Fluggesellschaften ohnehin bereits mit stark gestiegenen Treibstoffkosten infolge des Iran-Kriegs und der Blockade der Straße von Hormus zu kämpfen haben.
Erst in den vergangenen Tagen hatten die Airlines Qantas, Jetstar und Virgin Australia angekündigt, als Reaktion Verbindungen im Inland zu reduzieren oder zu streichen und Flüge zu bündeln. Zudem sollen die Ticketpreise weiter steigen.
Derweil reist der australische Premierminister Anthony Albanese seit Tagen durch Südostasien, um die Energieversorgung seines Landes zu sichern. Nach Singapur und Brunei führt er derzeit Gespräche in Malaysia.
Brandursache war ersten Erkenntnissen zufolge ein technischer Defekt, durch den brennbare Gase und Flüssigkeiten Feuer fingen. Die Produktion läuft zunächst aus Sicherheitsgründen nur eingeschränkt weiter: Energieminister Chris Bowen sagte, die Raffinerie produziere weiterhin Diesel und Flugtreibstoff, allerdings «auf reduziertem Niveau». Der Brand komme zu einem «ungünstigen Zeitpunkt».
Stand: 08.12.2025
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Nach Angaben der Behörden bestand zu keinem Zeitpunkt eine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung. Die Menschen in der Region sollten aber vorsichtshalber ihre Fenster geschlossen halten. Das Ausmaß der Schäden und mögliche langfristige Folgen sind noch unklar.