Forschungsmöglichkeiten für 170 Mitarbeitende UFZ eröffnet Forschungsneubau in Leipzig

Quelle: UFZ 3 min Lesedauer

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Mehr als 50 Labore, modernste Biotechnologie und innovative Methoden der Chemikalienbewertung: Der neue UFZ-Forschungsbau in Leipzig schafft Raum für 170 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – und für Antworten auf zentrale Zukunftsfragen.

MP Michael Kretschmer (Sachsen), Helmholtz-Präsident Dr. Martin Keller, Prof. Katrin Böhning-Gaese (GF UFZ), Staatssekretär Dr. Steffen Eichner (Sachsen-Anhalt), Dr. Sabine König (GF UFZ), BMFTR-Staatssekretär Dr. Rolf-Dieter Jungk (v.l.n.r.) beim obligatorischen Banddurchschneiden vor dem neuen Gebäude.(Bild:  Dr. Reinart Feldmann/ UFZ)
MP Michael Kretschmer (Sachsen), Helmholtz-Präsident Dr. Martin Keller, Prof. Katrin Böhning-Gaese (GF UFZ), Staatssekretär Dr. Steffen Eichner (Sachsen-Anhalt), Dr. Sabine König (GF UFZ), BMFTR-Staatssekretär Dr. Rolf-Dieter Jungk (v.l.n.r.) beim obligatorischen Banddurchschneiden vor dem neuen Gebäude.
(Bild: Dr. Reinart Feldmann/ UFZ)

Auf dem Gelände des Wissenschaftsparks Leipzig hat das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) ein neues Labor- und Bürogebäude eingeweiht. Das 38 Meter hohe Gebäude bietet optimale Arbeitsbedingungen für rund 170 Mitarbeiter, die zu wichtigen Zukunftsthemen forschen, etwa zum Klima- und Ressourcenschutz, zur Energiewende und zur nachhaltigen Chemie. Feierlich eröffnet wurde der UFZ-Forschungsneubau im Beisein von zahlreichen Vertretern aus Politik und Wissenschaft.

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer, Staatssekretär im sachsen-anhaltischen Wissenschaftsministerium Dr. Steffen Eichner, BMFTR-Staatssekretär Dr. Rolf-Dieter Jungk, der neue Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Dr. Martin Keller, und Clemens Schülke, Wirtschaftsbürgermeister der Stadt Leipzig, kamen ins UFZ, um das neue Gebäude zu besichtigen und sich über die Forschungsbedingungen zu informieren.

Der Neubau bietet mit seinen rund 4600 Quadratmetern Nutzfläche Platz für mehr als 50 Labore, 80 Büros sowie großzügige Kommunikations- und Sozialbereiche. Etwa die Hälfte der Fläche nutzen Mitarbeiter, die sich mit Chemikalien befassen und deren schädliche Wirkungen auf Zellen, Organismen (einschließlich Menschen) und Ökosysteme erforschen. Dafür entschlüsseln sie zugrundeliegende Mechanismen und entwickeln neue Methoden (NAMs), die das Potenzial haben, Tierversuche zu ersetzen; sie nutzen moderne analytische Screening-Tools und Hochdurchsatzmethoden, um innerhalb kürzester Zeit die Wirkung einzelner Chemikalien, Produkte oder Chemikalienmischungen zu bewerten und so sichere und nachhaltige Chemikalien zu identifizieren.

In der anderen Hälfte des Gebäudes steht die Biotechnologie im Fokus der Forschung. Zum Beispiel entwickeln die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nachhaltige Produktionsverfahren für chemische Grundstoffe, Energieträger und Feinchemikalien für eine biobasierte Kreislaufwirtschaft. Und sie erforschen die Möglichkeiten, mithilfe von Bakterien aus Sonnenlicht und Kohlendioxid Energieträger wie Wasserstoff und andere chemische Wertstoffe umweltschonend herzustellen.

„Das neue Gebäude ist durch seine Form und Höhe nicht nur ein neuer Blickfang im Wissenschaftspark Leipzig. Vor allem bietet es unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hervorragende Möglichkeiten, um mit exzellenter Forschung die Position des UFZ in der nationalen und internationalen Forschungslandschaft zu stärken und zur Lösung wichtiger Zukunftsfragen beizutragen“,sagt Prof. Katrin Böhning-Gaese, Wissenschaftliche Geschäftsführerin am UFZ.

Ein Jahrzehnt Planung und Bau

Notwendig wurde der auf zehn Etagen angelegte Neubau, weil durch die erfolgreiche Rekrutierung von Wissenschaftlern die Zahl der Beschäftigten am UFZ in den vergangenen 20 Jahren stetig gestiegen ist. Mittlerweile arbeiten am UFZ rund 1250 Beschäftigte, davon rund 1050 am Standort Leipzig. Hinzu kommen jedes Jahr ca. 400 Gastwissenschafter und Praktikanten aus der ganzen Welt sowie zahlreiche Diplomierende und studentische Hilfskräfte.

Mit der offiziellen Einweihung geht ein Bauvorhaben zu Ende, das im Jahr 2014 begonnen hatte. Damals gaben die Stadt Leipzig und der Aufsichtsrat des UFZ grünes Licht für den Bau eines neuen Gebäudes. Im Jahr darauf setzte sich das Erfurter Architekturbüro hks architekten BDA in einem Architekturwettbewerb mit ihrem Entwurf gegen zahlreiche Mitbewerber durch. Im Sommer 2019 wurde der Grundstein für das Gebäude gelegt.

Die Kosten des Neubaus belaufen sich insgesamt auf 41 Millionen Euro. Er wurde mit Mitteln des Bundes, des Freistaates Sachsen und des Landes Sachsen-Anhalt finanziert. Das Gebäude gilt als eines der wenigen Laborgebäude der öffentlichen Hand, die die Anforderungen des Zertifikats „Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude“ (BNB) des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Silber erfüllen.

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