Newsticker April: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Bayer verteidigt verbliebene Aktivitäten in Russland

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20.04.2022

Arnhem (ots) *09:29 –Cepsa Quimica hat die ersten beiden Produkte einer neuen Serie nachhaltiger Chemikalien eingeführt

NextLAB und NextPhenol. Die Produkte, die unter anderem für die Herstellung von Reinigungsmitteln und technischen Kunststoffen verwendet werden, werden nun aus erneuerbaren und recycelten Rohstoffen hergestellt. Die Einführung der neuen Produktreihe ist nicht nur Teil der Ambitionen von Cepsa Química, die eigenen Geschäftsaktivitäten langfristig fossilfrei zu gestalten, sondern hilft auch den Cepsa-Kunden, ihre Produkte und Produktionsprozesse nachhaltiger zu produzieren.

Mainz (ots) *09:27 –Der Krieg und die wirtschaftlichen Folgen: Deutschland in der EU mit am stärksten betroffen

Der Kreditversicherer Coface hat seine Wachstumsprognosen für das Jahr 2022 revidiert und damit auf den Krieg in der Ukraine sowie die umfangreichen Sanktionen der vergangenen Wochen reagiert. Starke Rückgänge im Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnen erwartungsgemäß die beiden Kriegsparteien, eine verbesserte Prognose erhalten vereinzelt rohstoffreiche Länder in Afrika und im Nahen Osten. Für die deutsche Wirtschaft erwartet Coface im Jahr 2022 nunmehr ein Wachstum von 1,8% im Vergleich zum Vorjahr - ein Rückgang von 1,6 Prozentpunkten (Pp.) zur vorherigen Prognose. Ökonomisch betrachtet zählen sowohl Russland als auch die Ukraine aufgrund der Sanktionsmaßnahmen beziehungsweise der Zerstörung der Produktionsmittel zu den größten Verlierern. In der Ukraine erwartet Coface derzeit einen preisbereinigten Rückgang der Bruttoinlandprodukts von 15% gegenüber dem Vorjahr, in Russland wurde die Prognose um etwa 10 Prozentpunkte auf -7,5% herabrevidiert.

In den meisten Ländern Europas wurden die BIP-Prognosen für das Jahr 2022 zwischen 0,5 und 1,5 Prozentpunkte abwärtsrevidiert. Grund hierfür sind weniger die direkten Handelsbeziehungen - vielmehr spielen der Preiseffekt von Rohstoffen sowie Zulieferprobleme eine herausragende Rolle. Obwohl Russland seinen Verpflichtungen bei Gas- und Öllieferungen fast unverändert nachkommt, haben die Finanzmärkte hier einen deutlichen Rückgang antizipiert. Das hat zu einem starken Anstieg der Öl- und Gaspreise in Europa geführt. "Die hohen Energiepreise übersetzten sich in hohe Produktions- oder Transportkosten, die dann fast alle Güter mehr oder weniger stark verteuern. In der Folge bezahlen Konsumenten mehr für ihre normalen Einkäufe und haben weniger Geld für andere Anschaffungen, wodurch das BIP-Wachstum abgebremst wird", erklärt Christiane von Berg. Gleiches gelte auch für Unternehmen, denen dann weniger Liquidität für Investitionen zur Verfügung steht.

Deutschland ist als Industriestandort mit einer starken Energienachfrage von den genannten Entwicklungen besonders betroffen. Die Coface-Experten rechnen nach aktuellem Stand nur noch mit einem Wachstum von 1,8 Prozent (-1,6 Pp.) für dieses Jahr, auch aufgrund des starken Anziehens der Inflationsrate, die mit 6,9% dieses Jahr in Richtung der Werte von 1974 (erster Ölpreisschock) gehen könnte.

Paris (dpa) *09:08 –Preiserhöhungen treiben Danone-Umsatz nach oben

Der Lebensmittelkonzern Danone ist vor allem wegen Preiserhöhungen mit einem deutlichen Umsatzplus ins Jahr gestartet. Im ersten Quartal stieg der Erlös im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,2 Prozent auf gut 6,2 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Paris mitteilte. Bereinigt um Währungsschwankungen und den Kauf und Verkauf von Unternehmensteilen lag die Steigerung bei 7,1  Prozent und damit höher als von Analysten im Schnitt erwartet.

Allein erhöhte Preise trieben den Erlös um 4,9 Prozent in die Höhe.

Wiesbaden (dpa) *08:51 –Preisanstieg für Öl und Gas stärker als zur Ölkrise

Im März dieses Jahres sind die Preise für Kraftstoffe in Deutschland weit stärker gestiegen als in früheren Krisen der vergangenen 50 Jahre. Die Verbraucherinnen und Verbraucher mussten durchschnittlich 41,9 Prozent mehr für Superbenzin und 62,6 Prozent mehr für Dieselkraftstoff zahlen als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch berichtete. Leichtes Heizöl war sogar 144 Prozent teurer als im März 2021. Grund waren die Auswirkungen der Corona-Krise wie auch des russischen Angriffs auf die Ukraine. In den beiden Ölpreiskrisen 1973/1974 und 1979/1980 sowie in der Finanzmarktkrise 2008/2009 waren die Preissteigerungen für die Verbraucher kleiner ausgefallen, errechneten die Statistiker.

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