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Nachhaltigkeitsziele Bayer schnürt Maßnahmenpaket für Nachhaltigkeit und will bis 2030 klimaneutral sein

| Redakteur: Alexander Stark

Bayer hat ein Maßnahmenpaket für den Klimaschutz und neue Nachhaltigkeitsziele ab 2020 bekanntgegeben. Im Einklang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung der UN sowie mit dem Pariser Klimaabkommen hat sich das Unternehmen ambitionierte Ziele gesetzt, die bis zum Jahr 2030 erreicht werden sollen.

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Bayer hat sich vorgenommen, bis 2030 klimaneutral zu sein.
Bayer hat sich vorgenommen, bis 2030 klimaneutral zu sein.
(Bild: Bayer)

Leverkusen – Bayer hat eine umfassende Strategie beschlossen, durch die das Unternehmen bis 2030 klimaneutral sein will und Nachhaltigkeit fest in seinen Unternehmenszielen verankert sind. Wie der Konzern mitteilt, sollen künftig Nachhaltigkeitsziele mit dem gleichen Nachdruck verfolgt und darüber berichtet werden wie die Finanzziele. In die Entscheidungsprozesse des Unternehmens werden diese Ziele genauso integriert wie in die Vergütungssysteme des Vorstands und des Managements. Darüber hinaus will der Leverkusener Konzern einen unabhängigen Nachhaltigkeitsrat mit externen Experten ins Leben rufen. Er soll den Vorstand beraten und die Weiterentwicklung von Nachhaltigkeitsplänen kritisch begleiten.

Um diese Ziele zur erreichen sollen beispielsweise bis 2030 100 Millionen Kleinbauern in Ländern mit geringen und mittleren Einkommen unterstützt werden, indem sie Zugang zu Innovationen, Wissen und Partnerschaften erhalten. Das soll dazu beitragen, die lokale Versorgung mit Nahrungsmitteln und die Bekämpfung von Armut in ländlichen Regionen zu verbessern.

Im gleichen Zeitraum will der Konzern 100 Millionen Frauen in Ländern mit geringen und mittleren Einkommen Zugang zu einer verantwortungsvollen Familienplanung ermöglichen. Dafür will das Unternehmen umfangreiche Hilfsprogramme finanziell unterstützen und die Versorgung mit modernen Verhütungsmitteln zu erschwinglichen Preisen sicherstellen.

Grundsätzlich arbeitet das Unternehmen nach eigenen Angaben daran, seine Preismodelle an die Kaufkraft lokaler Märkte anzupassen und Patientenprogramme auszubauen, um die Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit seiner Produkte zu erweitern. Zusätzlich will Bayer den Zugang zu Gesundheitsprodukten für den täglichen Gebrauch für 100 Millionen Menschen in unterversorgten Gebieten weltweit verbessern.

Maßnahmen für den Schutz von Klima und Umwelt

Das Unternehmen strebt außerdem an, bis 2030 klimaneutral zu werden. Dafür sollen Maßnahmen für Energieeffizienz umgesetzt werden, Strom zu 100 % aus erneuerbaren Energien stammen und die verbleibenden Emissionen gezielt kompensiert werden, damit CO2 im Boden gespeichert und Biodiversität gefördert wird. Bayer hat sich dazu der „Science Based Targets Initiative“ angeschlossen und ist dort als eines der Unternehmen gelistet, das konkrete Maßnahmen ergreift. Diese Initiative wurde ursprünglich vom Carbon Disclosure Project (CDP), dem UN Global Compact, dem World Resources Institute (WIR) und dem World Wide Fund For Nature (WWF) gegründet. Mittlerweile haben sich dort mehr als 700 Unternehmen dazu verpflichtet, die Herausforderung des Klimawandels aktiv anzugehen und sich Ziele zur Reduktion ihrer Emissionen zu setzen, die geeignet sind, die globale Erderwärmung unter 2 °C zu halten.

In diesem Zusammenhang strebt das Unternehmen absolute Emissionsreduzierungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette an, indem das Unternehmen mit Lieferanten und Kunden zusammenarbeitet sowie in der Logistik und Verpackung nach Lösungen strebt.

Darüber hinaus plant das Unternehmen mit Landwirten zusammenzuarbeiten, um den ökologischen Fußabdruck der Landwirtschaft zu verringern, wo immer das Unternehmen tätig ist. Der Konzern will dazu beitragen, die Treibhausgas-Emissionen in großen Agrarmärkten – pro Kilogramm Ernteertrag – sowie die Umweltauswirkungen von Pflanzenschutz um jeweils 30 % bis 2030 zu reduzieren. Hierzu will Bayer die Landwirte bei der Anwendung nachhaltigerer Praktiken unterstützen, zum Beispiel dem Verzicht auf CO2 freisetzendes Pflügen, und den noch präziseren Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Dünger mithilfe von Produktinnovationen und digitaler Technik sicherstellen.

Das Nachhaltigkeits-Engagement von Bayer soll im Einklang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, den sog. Sustainable Development Goals (SDGs), einen substanziellen Beitrag leisten. Die Vereinten Nationen haben sich auf 17 SDGs verständigt, um bis zum Jahr 2030 den Planeten zu einem besseren Ort für Mensch und Natur zu machen. Den Vereinten Nationen zufolge ist ein schnellerer Fortschritt dringend notwendig. „Mit einer Frist von nur noch zehn Jahren müssen Unternehmen ihrer Verantwortung gerecht werden und entsprechend handeln“, sagt Werner Baumann, Vorsitzender des Vorstands von Bayer. Wie nur wenige andere Unternehmen sei Bayer in der Lage, zum Erreichen der UN-Nachhaltigkeitsziele beizutragen, so Baumann. „Das ist genau das, wozu wir uns verpflichtet haben.“

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