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Erster CO2-neutraler Standort

BASF plant Rekordinvestition in Indien

| Redakteur: Alexander Stark

BASF und die indische Adani-Gruppe haben eine Absichtserklärung zur Prüfung einer gemeinsamen Großinvestition im Bereich der Acryl-Wertschöpfungskette unterzeichnet. Dies wäre die bislang größte Investition des deutschen Chemiekonzerns in Indien. Der vorgesehene Standort soll am Hafen von Mundra im indischen Bundesstaat Gujarat liegen. Eine Machbarkeitsstudie soll bis Ende 2019 abgeschlossen sein.

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Martin Brudermüller, Vorsitzender des Vorstands der BASF (re.) und Gautam Adani, Chairman der Adani-Gruppe, haben heute eine Absichtserklärung zur Prüfung einer gemeinsamen Investition im Bereich der Acryl-Wertschöpfungskette in Mundra/Indien unterzeichnet.
Martin Brudermüller, Vorsitzender des Vorstands der BASF (re.) und Gautam Adani, Chairman der Adani-Gruppe, haben heute eine Absichtserklärung zur Prüfung einer gemeinsamen Investition im Bereich der Acryl-Wertschöpfungskette in Mundra/Indien unterzeichnet.
(Bild: BASF)

Ludwigshafen; Ahmedabad/Indien – In einer gemeinsamen Erklärung bekunden BASF und Adani die Absicht, ein Joint Venture mit einer Gesamtinvestitionssumme von rund zwei Milliarden Euro zu gründen – mit BASF als Mehrheitseigner. Die potenzielle Investition umfasst die Planung, den Bau und Betrieb von diversen Produktionsanlagen, einschließlich Propandehydrierung (PDH), Oxo-C4-Komplex (Butanole und 2-Ethylhexanol), Acrylsäure rein (GAA), Butylacrylat (BA) sowie möglicher weiterer nachgelagerter Produkte. Das Produktangebot richtet sich vorwiegend an den indischen Markt, um dessen lokale Industriezweige, darunter Bau, Automobil und Lacke, zu bedienen.

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Gautam Adani, Chairman der Adani-Gruppe, sagte anlässlich der Unterzeichnung, dass Indien aufgrund des schnellen Wachstums seiner Mittelschicht nach wie vor große Mengen an Petrochemikalien, was zu einem signifikanten Abfluss wertvoller Devisen führe. Die Partnerschaft mit BASF sei ein wichtiger Fortschritt für das ‚Make in India‘-Programm, da sie den Konzern befähige, einige der Chemikalien entlang der C3-Wertschöpfungskette, die er derzeit importiere, selbst herzustellen. Die Infrastruktur von Mundra sei ideal für die Produktion von Chemikalien. Hinzu komme, dass die Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen bereitgestellt werde.

Entsprechend der klimaneutralen Wachstumsstrategie des Unternehmens wäre der Chemiestandort in Mundra die erste CO2-neutrale Produktionsstätte des Unternehmens. Die Unternehmen haben ein Gesamtkonzept entwickelt, das neue Technologien und die vollständige Versorgung des Standorts mit erneuerbarer Energie beinhaltet. Daher plant der Chemiekonzern über die in der Absichtserklärung dargelegte Investition hinaus, sich mit einer Minderheit an einem gemeinsamen Wind- und Solarpark zu beteiligen.

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