Krebsbehandlung Asahi Kasei erwirbt Lizenz für zielgerichtete Antikörper-Technologie

Quelle: Pressemitteilung Asahi Kasei 1 min Lesedauer

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Konventionelle Krebstherapien schädigen häufig nicht nur Tumorzellen, sondern auch gesundes Gewebe. Antikörper-Wirkstoff-Konjugate sollen Tumorzellen gezielter angreifen und Nebenwirkungen reduzieren. Asahi Kasei hat für diesen vielversprechenden Ansatz Lizenzen vom japanischen Noguchi Institut erworben.

ADCs kombinieren die hohe Spezifität monoklonaler Antikörper mit der Wirksamkeit zytotoxischer Wirkstoffe, um Tumorzellen gezielt anzugreifen und gleichzeitig gesundes Gewebe weitgehend zu schonen.(Bild:  Asahi Kasei)
ADCs kombinieren die hohe Spezifität monoklonaler Antikörper mit der Wirksamkeit zytotoxischer Wirkstoffe, um Tumorzellen gezielt anzugreifen und gleichzeitig gesundes Gewebe weitgehend zu schonen.
(Bild: Asahi Kasei)

Asahi Kasei hat sich die Lizenzrechte für eine neuartige Technologie zur Herstellung von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (Antibody-Drug Conjugates, ADCs) vom japanischen Noguchi Institut gesichert. Dieses Verfahren ermöglicht eine präzise Steuerung des Verhältnisses von Wirkstoff zu Antikörper sowie der Bindungsstelle bei ADCs mit einer oder zwei Wirkstoffladungen. Damit soll die Entwicklung wirksamerer und sichererer Krebstherapien unterstützt werden.

Selektive Behandlung von Krebszellen

ADCs gelten als vielversprechender Ansatz in der zielgerichteten Krebstherapie. Sie kombinieren die hohe Spezifität monoklonaler Antikörper mit der Wirksamkeit zytotoxischer Wirkstoffe, um Tumorzellen gezielt anzugreifen und gleichzeitig gesundes Gewebe weitgehend zu schonen. Im Vergleich zu konventionellen Therapien ermöglicht die Biokonjugation mit ADCs eine deutlich selektivere Behandlung von Krebszellen.

Japanische Technologie erzielt stabilere Therapien

Die vom Noguchi Institut entwickelte Technologie basiert auf langjähriger Forschung im Bereich Kohlenhydrate und Glykane. Nach eigenen Angaben zeichnet sie sich durch eine besonders hohe molekulare Strukturhomogenität aus. Dies könnte die Vorhersagbarkeit von Wirksamkeit und Sicherheit verbessern sowie stabilere therapeutische Effekte ermöglichen.

Darüber hinaus erlaubt das Verfahren die Kopplung von zwei Wirkstoffen an einen einzelnen Antikörper. Damit eröffnet es neue Möglichkeiten für die Behandlung unterschiedlicher Erkrankungen mit höherer Spezifität und potenziell geringerer Toxizität.

Kooperationen mit CDMOs

Im Rahmen der Vereinbarung wollen beide Partner die Kommerzialisierung von ADC-Arzneimittelplattformen vorantreiben. Geplant sind unter anderem mögliche künftige Unterlizenzierungen an Biopharmaunternehmen sowie Kooperationen mit Auftragsentwicklungs- und Fertigungsunternehmen (CDMOs) wie Bionova Scientific, das zur Asahi-Kasei-Gruppe gehört. Zudem beabsichtigen die Partner gemeinsame Forschungsaktivitäten, um die Technologie weiterzuentwickeln und neue medizinische Anwendungsfelder zu erschließen.

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