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Mixed Reality

2D und 3D wachsen zusammen

| Autor/ Redakteur: Jenny Orantek* / Anke Geipel-Kern

Microsoft Visio und Mixed Reality verbinden P&ID und reale Anlagenwelt: Mixed Reality kommt jetzt auch in der Prozessindustrie an. Ein spannender Ansatz nutzt das P&ID als Basis und koppelt das Diagramm mit der realen Anlage in einer 360°-Grad-Sicht.

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Mixed-Reality-Anwendungen verknüpfen die reale Anlage mit der virtuellen Welt.
Mixed-Reality-Anwendungen verknüpfen die reale Anlage mit der virtuellen Welt.
(Bild: Microsoft )

Im Anlagenbau werden Dokumente immer noch als PDF, DWG-Daten oder Aktenordner übergeben. Jedoch gibt es beim Kunden den Wunsch, Daten und Informationen in verschiedene Applikationen wie ERP, Betrieb oder Maintenance auf verschiedenen Endgeräten wie Mobiltelefone, Tab­lets oder Datenbrillen weiter zu nutzen.

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Aus diesen Anforderungen heraus entsteht eine neue Rollenverteilung im Engineering. Das Engineering versteht sich dabei als Inhaltsanbieter / Content Provider, um Inhalte für die Kunden als Inhaltskonsumenten / Content Con­sumer aufzubereiten. Das setzt ein tiefes Verständnis für den Informationsbedarf über den gesamten Lebenszyklus der Anlage voraus. Folglich steigt der Aufwand im Engineering, der sich wiederum in der Gesamtkostenbetrachtung sehr schnell amortisiert.

P&ID als Informationsdrehscheibe

Das P&ID (Piping and Instrumentation Diagram) ist die Geburtsurkunde der Prozessanlage und begleitet sie über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Als Informationsdrehscheibe stellt das P&ID das Bindeglied zwischen Softwaresystemen und sichert die firmenübergreifende Kommunikation.

Das Fundament für die Kommunikation sind internationale Standards wie ISO 15926, Proteus und Dexpi. Offene Standards und die Bereitstellung der Engineering-Informationen ermöglichen den Firmen, Inhalte für ihre Ziele aufzubereiten und unabhängig zu verwerten. Ein Beispiel dafür ist ein Mixed-Reality-Szenario, in dem Bild-Daten und Informationen aus dem Fließbild in Verbindung mit einem 360-Grad-Bild der Anlage exportiert und mit Echtzeitdaten aus der Prozessleittechnik angereichert werden.

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