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Sehen Sie auch, dass Prozessleitsysteme durch dezentrale Intelligenz bzw. Modularisierung unter Druck geraten könnten?
Herweck: Das kommt immer auf den jeweiligen Anwendungsfall an. Unsere Leittechnik- oder DCS-Systeme sind ja Kontrollsysteme und beherrschen alle diese Anforderungen vom Grundansatz her generell. Mit Comos und PCS 7 bereiten wir uns auf die Modularisierung vor und wollen über einen Webclient dann so einen integrierten Engineering-Ansatz auf Basis von Modulen und Teilanlagen anbieten. Das Gute ist: Wenn ich das erst einmal standardisiert habe, sinkt bei der Modularisierung der Engineering-Aufwand. In einer Festverdrahtung müssen Sie es immer wieder neu machen.
Auf welche Technologien legen Sie zukünftig den Fokus?
Herweck: Wie bereits gesagt, werden wir uns schwerpunktmäßig auf die genannten Plattform-Technologien fokussieren. In der Automatisierung haben wir beim Leitsystem Simatic PCS 7 gerade mit einem aktuellen Versions-Update immerhin 70 Neuerungen vorgestellt. Dabei haben unsere Entwickler für effizienteres Engineering, bedienerfreundlicheres Arbeiten und für eine Steigerung der Performance gesorgt – alles ganz im Sinne unserer Kunden. Natürlich werden wir auch das Thema der Digitalisierung nach vorne treiben, Unser drittes Schwerpunktthema ist der integrierte Antriebsstrang, wo wir uns jetzt entschieden haben, da auch kräftig zu investieren.
Blicken wir in die Zukunft: Wo wollen Sie mit der neuen Division in drei Jahren stehen?
Herweck: Bis dahin haben wir unser Geschäft erfolgreich ausgebaut und sind der Partner des Vertrauens unserer Kunden. Um das zu erreichen, haben wir ein einmaliges Angebot zusammengestellt. Wir wissen, dass unsere Kunden einen vertrauensvollen Partner für ihre Investitionen suchen, mit dem sie nachhaltig zusammenarbeiten können. Und genau dafür stehen wir.
Herr Herweck, vielen Dank für das Gespräch.
* Der Autor ist Chefredakteur/Group Publisher bei PROCESS. E-Mail: gerd.kielburger@vogel.de
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