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Exklusiv-Interview mit Peter Herweck

Wofür steht die neue Siemens-Division „Process Industries and Drives“?

| Autor / Redakteur: das interview führte Gerd Kielburger* / Gerd Kielburger

Der neue Mann an der Spitze einer neuen Division bei Siemens. Peter Herweck leitet seit 1. Oktober 2014 die neue Siemens-Division Process Industries and Drives.
Der neue Mann an der Spitze einer neuen Division bei Siemens. Peter Herweck leitet seit 1. Oktober 2014 die neue Siemens-Division Process Industries and Drives. (Bild: Siemens)

Zum 1. Oktober startete Siemens erstmals mit einer eigenen Division für die Prozessindustrie – Deutschlands größter Industriekonzern hat umstrukturiert.„Mal wieder?“, fragen Kritiker. Doch diesmal macht der Konzern im Rahmen seiner Vision 2020 mit der eigenen Division „Process Industries and Drives“ Nägel mit Köpfen.

PROCESS nahm dies zum Anlass und hat mit dem Divisions-Chef Peter Herweck über die Strategie, Ziele und Chancen der neuen Struktur gesprochen.

Herr Herweck, Großkonzerne neigen dazu, sich viel mit sich selbst und Umstrukturierungen zu beschäftigen. Meist ist das Ausdruck einer Unzufriedenheit mit der eigenen Marktposition oder mangelnden Ergebnissen. War das auch der Auslöser für die erneute Umstrukturierung bei Siemens?

Herweck: Ja und Nein. Mit unserer Vision 2020 wollen wir einen entscheidenden Schritt nach vorne machen und vor allem drei Themen in den Mittelpunkt stellen: die Elektrifizierung, die Automatisierung und die Digitalisierung. Wir stellen uns dabei selbstverständlich so auf, dass der Kunde im Mittelpunkt unserer Aktivitäten steht. Und natürlich wollen wir daraus auch Wachstum generieren.

Warum hat die alte Struktur ausgedient? Waren Sie nicht unter dem früheren Konzernchef Löscher auch für Strategie zuständig?

Herweck: Da haben Sie nicht ganz korrekt recherchiert. Ich habe erst in der Strategie angefangen, nachdem die frühere Sektorenaufteilung abgeschlossen war. In meiner Aufgabe als Strategieleiter habe ich vielmehr am Thema der neuen regionalen Aufstellung mitgearbeitet, aber auch an einer Straffung des Portfolios mitgewirkt. Zuletzt habe ich an der aktuellen Aufstellung für die Prozessindustrie gearbeitet, die letztlich in der Vision 2020 aufgegangen ist.

Siemens hat lange für diesen Schritt gebraucht. Wie schwer ist es, die unterschiedlichen Siemens-Welten unter einem Prozessindustrie-Dach schlagkräftig zu formieren?

Herweck: Ach wissen Sie, manchmal ist das wie bei einem Zuhause. Es gibt Eltern, die wollen ihre Kinder noch nicht mit 14 oder 15 aus dem elterlichen Haus entlassen, sondern warten noch ein bisschen länger ab, bevor sie die Kinder auf eigenen Füßen stehen lassen. So ist es auch in unserem Fall. Jetzt ist die Zeit reif für eine eigene Prozessindustrie-Division und wenn wir das erste Mal unsere Finanzkennzahlen berichten, werden Sie sehen, dass das ein sehr, sehr ordentliches Geschäft ist und sich mit allen globalen Wettbewerbern messen kann.

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