Batch-Rezeptverwaltung Wie Sie Batch-Prozesse einfach sowie sicher steuern und protokollieren

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Kontinuierliche und chargenorientierte Prozesse in der mechanischen und thermischen Verfahrenstechnik setzen eine valide Steuerung und eine regel- gerechte Chargenprotokollierung voraus. Lesen Sie im folgenden Fachartikel, wie diese Anforderungen mit einem Softwarepaket zusammengeführt und erfüllt werden können.

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Das Softwarepaket ermöglicht eine frei konfigurierbare Batch-Rezeptverwaltung für kleine bis mittlere Anlagen und die Chargenprotokollierung ohne aufwändige Systeme.
Das Softwarepaket ermöglicht eine frei konfigurierbare Batch-Rezeptverwaltung für kleine bis mittlere Anlagen und die Chargenprotokollierung ohne aufwändige Systeme.
(Bild: Benninger)

Besonders Hersteller von kleinen und mittleren Maschinen im Bereich der Rühr-, Misch und Trockentechnik sind auf eine Batch-Rezeptverwaltung angewiesen. In den Behältern werden immer wieder neue Substanzen hergestellt, die eine unterschiedliche Abfolge von Funktionen erfordern. Softwarepakete im bezahlbaren Bereich waren bisher aber schwer zu finden. Müssen darüber hinaus, aufgrund von Anwenderwünschen, noch unterschiedliche Scada-Systeme eingesetzt werden, ist eine kontinuierliche Verbesserung der Softwaregüte, wegen ständiger Neuprojektierung kaum zu realisieren.

Mit Ben-Batch haben nun die Maschinen- und Anlagenbauer eine Software zur Verfügung, die genau diese Probleme löst. Die Batch-Rezeptverwaltung ist ein Add-On und kann mit verschiedenen Scada-Systemen zusammenarbeiten. Eine nahtlose Integration ist möglich. Der Aufbau und die Funktion orientiert sich an der ANSI/ISA-88 Norm. Die Phasen oder Funktionen können während der Projektierungsphase frei konfiguriert werden. Erstellte Phasen können dann im Produktionsprozess bei der Rezepterstellung vollkommen frei aufgerufen und parametriert werden. Softwarebasis auf der Steuerungsseite ist Simatic S7.

Freigabeprozess und Versionen

Fertige Rezepte müssen vor der Ausführung von einer berechtigten Person freigegeben werden. Weiterhin ist das Sperren eines Rezeptes möglich. Ben-Batch greift dabei auf die Benutzerverwaltung des eingesetzten Scada-Systems zurück. Komfortable Filtermöglichkeiten, die dazu noch abhängig vom eingeloggten Benutzerlevel zu- und abschaltbar sind, erhöhen den Komfort der Bedienung. Rezepte können kopiert werden und eine automatische Versionierung ist ebenfalls integriert. Fertige und freigegebene Rezepte werden über eine OPC-UA-Schnittstelle an die Steuerung übergeben. Für die Siemens S7-Steuerungen werden Funktionsbausteine zur Verfügung gestellt, die die Abarbeitung der Batchrezepte durchführen. Entsprechend der ANSI-ISA-88 sind Funktionen (Phasen) von den Equipement-Modulen getrennt. Dies erlaubt eine einfache Anpassung von bestehenden Prozessen an unterschiedliche Anlagenaufbauten.

Nutzen: Die Batch-Rezeptverwaltung ermöglicht eine kostengünstige Ausrüstung von kleinen und mittleren Maschinen mit typischen Batchfunktionen. Der universelle Einsatz unabhängig vom Scada-System garantiert darüber hinaus Kontinuität von Anlage zu Anlage und erhöht so die Funktionssicherheit der Maschine.

Chargenprotokollierung

Ohne Chargenprotokolle keine valide Produktion. Dass dies auch ohne aufwändige Scada-Systeme und nahezu unabhängig vom SPS-Typ geht, beweist das Softwarepaket. EG-GMP und FDA verlangen zur Freigabe von Produktionschargen Aufzeichnungen, die die ordnungsgemäße Herstellung des Stoffes oder der Verarbeitung belegen. Weiterhin sollen Veränderung der Daten, bewusst oder unbewusst, verhindert oder zumindest erkannt werden. Außerdem wird festgelegt, welche Daten erfasst und dokumentiert werden müssen.

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