Batch-Rezeptverwaltung

Wie Sie Batch-Prozesse einfach sowie sicher steuern und protokollieren

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Verschiedene Scada-Hersteller bieten dazu Funktionen für Ihre Softwareprodukte an. Die Art der Datenspeicherung variiert dabei von System zu System und die Projektierung erfolgt auf unterschiedliche Art. Maschinen- und Anlagenbauer, die aufgrund von Anwenderwünschen häufiger das Scada-System wechseln müssen, haben dadurch wenige Möglichkeiten eine ständige Verbesserung Ihrer Chargenprotokollierung durchzuführen. Die Protokollierung des Softwarepaketes wirkt dem entgegen. Der Anwender erhält ein Werkzeug, welches den gültigen Regeln der EG-GMP und FDA 21 CFR Part 11 entspricht und mit dem er, unabhängig vom SPS- und Scada-Hersteller, Daten erfassen und speichern sowie Chargenprotokolle generieren kann. Als Datenschnittstelle wird ein vom Scada- oder SPS-Hersteller zu liefernder OPC-UA-Server genutzt. Die neue UA-Technologie bringt gegenüber der älteren COM/DCOM-Variante z.B. in Punkto Sicherheit und konfigurierbare Timeouts große Vorteile.

Über diese Technologie erhält Ben-Batch Zugang zu allen Datenquellen, die über einen OPC-UA-Server verfügen. Die Software kann auch Stand-Alone auf einem PC arbeiten. Somit ist die Chargenprotokollierung auch für Kleinanlagen oder Laborsysteme geeignet.

Welche Daten übertragen werden, ist vollkommen frei konfigurierbar. Über das Softwaremodul Ben-Log gibt der Projekteur die Datenpunkte für Start/Stopp der Protokollierung, den Chargennamen, die Chargennummer sowie die Abtastzeiten für vier Datenpunkt-Gruppen ein. Alle anderen aufzuzeichnenden Signale werden über eine CSV-Datei konfiguriert. Nach Start der Charge beginnt die Datenaufzeichnung. Die Daten werden zunächst in einer SQL-Datenbank zwischengespeichert und am Ende der Charge in einer XML-Datei abgelegt. In die XML-Datei wird zudem noch ein 512 Bit Hash-Code integriert. So erfüllt das Paket auch die von der FDA und EG-GMP geforderte Fälschungserkennung.

Darstellung der Daten/Protokolle

Ben-View zeigt gespeicherte XML-Dateien an und erlaubt auch einen einfachen und schnellen Zugriff auf den Inhalt einzelner XML-Dateien. Komplexe Chargenprotokolle werden über Crystal-Reports erstellt, wobei das zu SAP gehörende Softwarepaket zum Design der Protokolle nur einmalig als Entwicklungslizenz gekauft werden muss. Auf dem Maschinen-PC ist die Installation von Crystal Reports nicht notwendig. Hier arbeitet der Viewer, der im Softwarepaket enthalten ist. Die Chargenprotokolle können gedruckt, als PDF ausgegeben oder in Formate, wie CSV, Excel, RTF exportiert und beliebig weiterverarbeitet werden. Zusätzliche Features wie eine automatische Speicherplatzüberwachung, die einen Verlust von Chargeninformationen bei vollen Festplatten verhindert, sowie verschiedene Ausnahmebehandlungen, wie das Verhalten nach einem Spannungsausfall, runden das Paket ab und erhöhen die Datensicherheit.

Somit lässt sich folgendes Fazit ziehen: Die Chargenprotokollierung enthält ein Softwarepaket, mit dem der Anwender sofort loslegen kann. Das spart Kosten bei der Projektierung der Maschinen und Anlagen. Durch die Unabhängigkeit vom Scada- und SPS-System kann das Paket bei jeder Maschine einsetzt werden, was zusätzlichen Projektierungsaufwand bei wechselnden Umgebungen verringert. Die Erfüllung der EG-GMP und FDA-Richtlinien verringert den Aufwand bei der Validierung der Anlagen und erhöht die Akzeptanz bei Audits.

* Kontakt Benninger: automation@benningergroup.com

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