Newsticker Januar: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Stadt Kassel plant Kauf von Wintershall Dea-Gebäudekomplex

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30.01.2025

Hannover (dpa) *16:43 Uhr – Werksschließungen bei Contitech geplant

Angesichts der Krise der Autoindustrie plant Continental bei seiner Kunststofftechniksparte Contitech Werksschließungen in vier Bundesländern. Insgesamt sind rund 580 Arbeitsplätze betroffen, wie das Unternehmen mitteilte. Geplant ist die Einstellung der Produktion in Bad Blankenburg (Thüringen), Stolzenau (Niedersachsen) und Moers (Nordrhein-Westfalen) sowie die Einstellung des Werkzeugbaus am Doppelstandort Frohburg und Geithain (Sachsen).

Zudem sollen die Aktivitäten des künftig eigenständigen Geschäftsfeldes Original Equipment Solutions (OESL) am Standort Hamburg verkleinert werden. Im Zuge der geplanten Verselbstständigung des Continental-Unternehmensbereichs Automotive soll außerdem eine Produktionslinie vom Contitech-Standort in Hannover an einen Automotive-Standort verlagert werden.

Ziel sei es, die geplanten Maßnahmen so sozialverantwortlich wie möglich zu gestalten und möglichst vielen Beschäftigten einen Wechsel in andere Unternehmensteile zu ermöglichen, sagte Nelles.

Heftige Kritik für die Pläne des Konzerns gab es vom Continental-Gesamtbetriebsrat Rubber und der Chemie-Gewerkschaft IGBCE. «Wir sind zutiefst betroffen und bestürzt», sagte der Betriebsratsvorsitzende, Matthias Tote. Er forderte ein finanziell starkes Auffangnetz für seine Kolleginnen und Kollegen, die zum Teil in strukturschwachen Regionen arbeiteten.

IGBCE-Konzernbetreuer Michael Linnartz sagte, Continental taumele seit Jahren von einer Restrukturierung zur nächsten. Die Belegschaften hätten immer wieder Zugeständnisse machen müssen. «Und trotzdem biegt der Konzern alle paar Monate mit neuen Streichplänen um die Ecke. Das ist hilflos, destruktiv und demotivierend», sagte Linnartz.

Im vergangenen November überraschte Continental mit einem deutlichen Gewinnanstieg. Trotz eines leicht rückläufigen Umsatzes stieg im dritten Quartal der Gewinn unter dem Strich auf 486 Millionen Euro und lag damit fast 63 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Sowohl in der von Branchenschwäche geprägten Autozulieferung als auch in der Reifensparte hatte der Konzern spürbar zulegen können.

Den Haag (dpa) *11:01 Uhr – Europol: Schlag gegen Medikamenten-Fälscher – 418 Festnahmen

Internationale Ermittler haben nach Informationen von Europol in einer gemeinsamen Aktion gegen den Handel mit gefälschten und verbotenen Medikamenten 418 Verdächtige festgenommen. Mehr als 400.000 Packungen, Millionen Pillen und Ampullen mit illegalen Pharmaprodukten oder Dopingmitteln seien beschlagnahmt worden, teilte Europol in Den Haag mit. Die sichergestellte Ware hatte demnach einen Wert von mehr als elf Millionen Euro. Die Aktion lief von April bis November 2024 in 30 Ländern. Sie war von französischen, griechischen, italienischen und spanischen Behörden geleitet und von Europol koordiniert worden.

Die Fälschung von Medikamenten und der Handel mit illegalen Doping-Produkten sein eine zunehmende Bedrohung in der EU, warnte die europäische Polizeibehörde. Die Verbreitung der gefälschten Präparate schade Gesundheit und Sicherheit. Die regulären Produzenten würden Milliarden Verluste machen.

Hinter dem Handel und der Produktion von gefälschten Pharmaprodukten steckt nach Informationen von Europol das organisierte Verbrechen.

Banden würden Präparate mit falschen Labels versehen oder teure Mittel kopieren. Auch würden gestohlene Medikamente gehandelt. 52 kriminelle Netzwerke waren den Angaben zufolge bei der Aktion untersucht worden.

Die Ware werde vor allem auf sozialen Medien und online zum Kauf angeboten. Die Verkäufer blieben meist anonym, sodass sie kaum aufzuspüren seien. Europol warnt Verbraucher vor dem Kauf und der Einnahme solcher illegalen Präparate. Diese könnten sehr gefährlich für die Gesundheit sein.

Die Ermittler entdeckten eine große Bandbreite von Arzneimitteln wie Schmerzmittel, Krebspräparate, Dopingsubstanzen, Hormone und Psychopharmaka. Oft seien es Produkte, die als Partydrogen eingenommen würden, zum Abnehmen, für Leistungssteigerung oder kosmetische Zwecke.

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