Newsticker Januar: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Stadt Kassel plant Kauf von Wintershall Dea-Gebäudekomplex

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02.01.2025

Ilmenau (dpa/th) *15:30 Uhr – Forschung zu umweltfreundlicherer Kunststoff-Produktion

Mit einem neuen Forschungsprojekt möchte das Thüringer Zentrum für Maschinenbau die Herstellung von Kunststoffbauteilen verträglicher für die Umwelt gestalten. Dafür sollen Wissenschaftler und Ingenieure nachhaltige Produktionsstrategien zur Verringerung des Energieverbrauchs, der Emissionen und der Rohstoffe entwickeln, teilte die TU Ilmenau mit. Die Hochschule gehört zum Verbund der Forschungseinrichtungen des Thüringer Zentrums für Maschinenbau.

Dabei sollen Kunststoffe mit Materialien aus nachwachsenden, natürlichen Rohstoffen wie Pflanzenfasern kombiniert werden. Ein Industriebeirat werde sicherstellen, dass die Forschung an den Bedürfnissen der Wirtschaft und der Kunststoff verarbeitenden Betriebe in Thüringen ausgerichtet ist.

982.000 Euro aus EU-Mitteln stellt Thüringen für das auf die Dauer von zwei Jahren angelegte Projekt zur Verfügung. Allein 341.000 Euro davon gehen an die TU Ilmenau, die zum Verbund der Forschungseinrichtungen des Thüringer Zentrums für Maschinenbau gehört. Weitere Mitglieder sind die Ernst-Abbe-Hochschule Jena, die GFE - Gesellschaft für Fertigungstechnik und Entwicklung Schmalkalden, das Günter-Köhler-Institut für Fügetechnik und Werkstoffprüfung (ifw Jena), und die Hochschule Schmalkalden.

Magdeburg (dpa/sa) *04:31 Uhr – Wasserstoffprojekte in Sachsen-Anhalt wackeln

Mehrere Wasserstoffprojekte in Sachsen-Anhalt geraten ins Stocken. Wie das Energieunternehmen Mibrag auf Anfrage mitteilte, wird der Bau eines großen Elektrolyseurs am Standort Profen erst einmal verschoben. In den vergangenen Monaten sei intensiv an einem Antrag für EU-Fördermittel gearbeitet worden, teilte ein Mibrag-Sprecher mit. «Leider mussten wir die Entscheidung treffen, den Antrag nicht abzugeben, da zwei wesentliche Voraussetzungen für die Wirtschaftlichkeit des Projekts derzeit nicht gegeben sind.»

Zum einen werde die erforderliche Wasserstoffinfrastruktur noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen, zum anderen fehle es an Abnehmern, die bereit seien, sich schon heute vertraglich zu binden, sagte der Unternehmenssprecher. «Vor diesem Hintergrund haben wir das Projekt Elektrolyseur nicht gestoppt, jedoch das Umsetzungstempo den vorhandenen Rahmenbedingungen angepasst.» Bereits Ende November war bekanntgeworden, dass auch die Finanzierung eines größeren Wasserstoffprojekts in Leuna ungeklärt ist. Das Wirtschaftsministerium in Magdeburg hatte auf Anfrage bestätigt, dass bisher keine Einigung mit dem Bund zur Kofinanzierung des Elektrolyse-Vorhabens der Firma Linde erzielt worden sei.

Im Jahr 2021 hatte die damalige Landesregierung ihren Plan vorgestellt, der Sachsen-Anhalt zur Modellregion für grünen Wasserstoff machen soll. Grüner Wasserstoff wird mit Strom aus erneuerbaren Quellen per Elektrolyse hergestellt. Bei der Wasserelektrolyse in einem Elektrolyseur wird Wasser mit Hilfe von Strom in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Mit dem Wasserstoff soll der Energiebedarf etwa der Stahl- oder Chemieindustrie gedeckt werden.

Trotz Problemen bei einzelnen Projekten hält Umwelt- und Energieminister Armin Willingmann (SPD) am Ausbau von Wasserstoff fest. «Ich baue darauf, dass sich die Erkenntnis sehr bald durchsetzen wird, dass uns der grüne Wasserstoff in den nächsten Jahrzehnten bei der Klimaneutralität unserer Industrie weiterhilft», sagte Willingmann der Deutschen Presse-Agentur. «Aber ich bin nicht naiv. Ich sehe, dass wir momentan sehr stark in Vorleistung gehen.» Derzeit werde vielerorts parallel gearbeitet. Ziel müsse sein, grünen Wasserstoff kostengünstiger und damit zu wettbewerbsfähigen Preisen zu bekommen.

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