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Mühlen und Sichter Vielfältiges Mühlenprogramm

| Redakteur: Sabine Mühlenkamp

Feinschneiden, Fein- und Feinstmahlen – zur Vermahlung von trockenen Produkten ist ein vielfältiges Mühlenprogramm gefragt. Um alle gewünschten Endfeinheiten zu erreichen, müssen Mühlen und Sichter immer genauer auf die Kundenwünsche angepasst werden, sei es durch eng abgestufte Baugruppen oder mit speziellen Mahlwerkzeugen.

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Trotz neuem Firmennamen trägt die Prallmühle Condux ihren bewährten Namen weiterhin.
Trotz neuem Firmennamen trägt die Prallmühle Condux ihren bewährten Namen weiterhin.
(Bild: Netzsch)

Fokussierung auf das Wesentliche: Die Prallmühle Condux, deren Name trotz Umfirmierung bestehen bleibt, zeichnet sich besonders durch ihr Baukasten-Konzept aus. Dadurch verzichtet Netzsch von vornherein auf die Integration ungenutzter Features und bietet nur das an, was der Kunde wirklich benötigt. So wird ein neuer Grad an Kosteneffektivität erreicht.

Darüber hinaus wurden die Baugrößen im kleineren Bereich noch enger abgestuft. Die Zerkleinerung der Produkte erfolgt innerhalb dieser Maschine hauptsächlich durch Prall- und Scherwirkung. Als rotierende Mahlwerkzeuge kommen bei Condux-Mühlen wahlweise Gebläserotor, Schlagkreuz, Riffelmahlscheibe, Stiftscheibe oder die Mahlscheibe mit Windsichter zum Einsatz. Die Integration des dynamischen Windsichters ermöglicht besonders hohe Feinheiten und eine exakte Oberkornbegrenzung. Somit eignet sie sich besonders zur Nutzung bei spröden und kristallinen Produkten mit trockener Konsistenz.

Integrierter Windsichter

Mit der neu konzipierten Feinschneidmühle Secomy 50 S wird erstmals auf der Powtech eine Schneidmühle in Kombination mit integriertem Windsichter vorgestellt. Diese Schneidmühlen sind schnell laufende Systeme mit hoher Schnittfolge zur Feinstvermahlung schnittfähiger Stoffe. Besonders geeignet sind sie für Materialien, die durch schneidende Zerkleinerung feingemahlen werden müssen, d.h. temperaturempfindliche Stoffe, faserige Produkte oder auch Materialien, bei denen gute Rieselfähigkeit, hohes Schüttgewicht und schonende Vermahlung gefordert wird.

Die mit Standard-Feinschneidmühlen bestehenden Probleme bei der Klassierung von Produkten im Bereich unter 150 µm wurden mit der patentierten neuen S-Version gelöst. Normalerweise arbeiten Feinschneidmühlen mit feinen Siebgeweben, die im Betrieb Temperatur- und Standzeitprobleme verursachen können.

Mit dem Einbau eines rotierenden Sichtrades wurde nun diese Siebeinlage komplett ersetzt. Das zerkleinerte Produkt wird nach dem Schnittvorgang durch entsprechende Luftströmung zum Sichtrad transportiert und dort klassiert. Das Grobgut fällt daraufhin in den Mahlraum zurück, während das Feingut die Maschine durch den Rohrauslass verlässt. Die in anderen Netzsch-Maschinen bereits bewährte Sichtradgeometrie wurde für die Aufgabenstellung Trennen von faserigen Produkten zusätzlich optimiert.

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