Premnitz (dpa/bb) *23:01 Uhr – Brand in Lagerhalle von Chemiefaserhersteller in Premnitz
In einer Lagerhalle eines Chemiefaserproduzenten in Premnitz (Landkreis Havelland) ist am Dienstagabend ein weit sichtbares Feuer ausgebrochen. Es gebe eine starke Rauchentwicklung, sagte ein Feuerwehrsprecher am Abend, gelagert seien in der Halle wohl Kunststoffe und Holz. Die Halle gehört demnach zu einem Polyesterfaser-Produzenten. Die Feuerwehr war stundenlang im Einsatz.
Anwohner wurden aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Zum Warnbereich gehörten neben der Stadt Premnitz, die Gemeinden Milower Land, Nennhausen sowie die Städte Havelsee und Rathenow.
New Brunswick (dpa) *15:04 Uhr – Johnson & Johnson senkt wegen Dollarstärke Prognose
Der stärkere Dollar bremst den Gesundheitskonzern Johnson & Johnson. Für das Gesamtjahr senkte das Unternehmen seine Prognose bereits zum zweiten Mal. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll bei 10 bis 10,10 Dollar liegen, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Zuvor hatte der Konzern 10,15 bis 10,35 Dollar in Aussicht gestellt. Der Umsatz soll 93,3 Milliarden bis 94,3 Milliarden Dollar betragen, jeweils 1,5 Milliarden weniger als zuletzt geplant.
Im zweiten Quartal stiegen die Umsätze um insgesamt drei Prozent auf rund 24 Milliarden Dollar, wie der Konzern weiter mitteilte. Dabei verzeichnete das Auslandsgeschäft allein wegen der Dollarstärke Rückgänge. Währungsbereinigt legte das Uternehmen getragen vom Pharma- und Medizintechnikgeschäft um acht Prozent zu. Höhere Steuerrückstellungen und steigende Kosten drückten den Nettogewinn hingegen um knapp ein Viertel auf 4,8 Milliarden Dollar.
Der Konzern steht vor einer Aufspaltung in zwei Teile. Die Abtrennung des Geschäfts mit rezeptfreien Produkten wird Unternehmensangaben zufolge weiter für das kommende Jahr erwartet.
Genf (dpa) *14:00 Uhr – Pharma will bei Pandemie künftig Mittel für arme Länder reservieren
Der internationale Pharmaverband IFPMA in Genf hat einen Vorschlag für eine gerechtere Verteilung von Impfstoffen und Arzneimitteln bei einer neuen Pandemie vorgelegt. Die Unternehmen bieten an, künftig in so einem Fall von Anfang an einen Teil der Impfstoff- oder Arzneimittelproduktion für die Versorgung der ärmsten Länder zu reservieren. Das geht aus einer «Berliner Deklaration» hervor, die der Verband am Dienstag veröffentlichte.
In der Corona-Pandemie hatten sich reiche Länder mit Vorverträgen praktisch die gesamte Impfstoff-Produktion gesichert. In ärmeren Ländern stand monatelang kaum Impfstoff zur Verfügung, um etwa Gesundheitspersonal zu schützen. Zudem verhängten etwa die USA und Indien zeitweise Ausfuhrverbote bei Corona-Impfstoffen.
«Dieser Vorschlag enthält eine verbindliche Offerte der Industrie», sagte der Generaldirektor der IFPMA, Thomas Cueni, der Deutschen Presse-Agentur. «Dies hat den Segen aller Spitzen der führenden forschenden Pharmaunternehmen.» Zum Verband gehören unter anderem die Unternehmen Pfizer, Moderna, Novartis und Bayer.
Welcher Anteil der Produktion reserviert werden soll, sei von vielen Faktoren abhängig, etwa, welche Bevölkerungsgruppen gefährdet seien. «Je nach Pandemie könnte ich mir vorstellen, dass eine Größenordnung von 5 bis 20 Prozent realistisch ist», sagte Cueni.
Voraussetzung sei unter anderem, dass reiche Länder Geld zur Verfügung stellen, heißt es in der Erklärung. Nach Angaben von Cueni werden Mittel an die ärmsten Länder praktisch zum Herstellungspreis abgegeben. Zudem dürfe es keine Exportbeschränkungen geben und Länder müssten sich rüsten, um zügig impfen und Arzneien effizient verteilen zu können.
Der Verband ruft die führenden Industrie- und Schwellenländer (G7 und G20) auf, ein Gesamtkonzept zu entwickeln. Weil Deutschland den Vorsitz der G7 hat, sei die Erklärung im Bundeskanzleramt in Berlin deponiert worden, sagte Cueni. «Man kann schon bis Ende dieses Jahres Eckpfeiler einschlagen», meinte er, etwa Garantien für offene Grenzen oder die Bereitstellung von Finanzmitteln. Geklärt werden könne auch, welche Länder profitieren sollen und wer entscheidet, welche Bevölkerungsgruppen vorrangig behandelt werden sollen.
Barleben (dpa/sa) *13:42 Uhr –Neues Logistikunternehmen für Pharmaprodukte entsteht in Barleben
Stand: 08.12.2025
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In Barleben (Landkreis Börde) entsteht ein neues Logistikzentrum mit speziellen Voraussetzungen für Pharmaprodukte. Auf dem rund 90.000 Quadratmeter großen Areal nördlich von Magdeburg sollen 42.000 Quadratmeter Logistikfläche des nordrhein-westfälischen Unternehmens Fiege entstehen, wie ein Unternehmenssprecher am Dienstag mitteilte. Verschiedene Temperaturbereiche sollen auch den Umgang mit sensiblen Arzneimitteln ermöglichen. Das Zentrum soll nach modernsten Sicherheits- und nachhaltigen Baustandards gebaut werden. Die Fertigstellung des neuen Standorts ist für Ende 2022 geplant.
Oslo (dpa) *09:31 Uhr – Yara macht dank hoher Düngerpreise mehr Gewinn - Risiko Gaskrise
Der Düngemittelkonzern Yara hat im zweiten Quartal von deutlich gestiegenen Preisen für Dünger profitiert. Dadurch seien höhere Rohstoffkosten und niedrigere Auslieferungen mehr als kompensieren worden, teilte das Unternehmen am Dienstag in Oslo mit. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 667 Millionen Dollar (656 Mio Euro) – im Vorjahreszeitraum waren es noch 539 Millionen Dollar gewesen. Der Umsatz stieg von 3,9 Milliarden auf 6,5 Milliarden Dollar.
Während Yara in der Region Amerika deutliche Ergebnisverbesserungen verzeichnete, fielen diese in Europa wegen der deutlich gestiegenen Rohstoffkosten geringer aus. Aufgrund der hohen Gaspreise sowie der saisonal typischen geringeren Nachfrage in der nördlichen Hemisphäre habe der Konzern die Kapazitäten in Europa heruntergefahren. In Summe seien 1,3 Millionen Tonnen Ammoniak sowie 1,7 Millionen Tonnen fertiger Dünger weniger produziert worden.
Das Geschäftsmodell bleibe trotz eines schwankenden Marktes widerstandsfähig, sagte Vorstandschef Svein Tore Holsether. Dennoch warnte er vor dem Risiko von Engpässen bei Stickstoff und weiteren Preissteigerungen, sollte sich die angespannte Gassituation in Europa weiter verschärfen.
Basel (dpa) *08:06 Uhr – Novartis verdient weniger und bestätigt Jahresausblick
Beim Schweizer Pharmakonzern Novartis haben Einmaleinflüsse im zweiten Quartal für einen deutlichen Gewinnrückgang gesorgt. Den Umsatz konnte der Konzern nicht zuletzt dank Wachstumsträgern fast konstant halten. Wie Novartis am Dienstag mitteilte, lag der Umsatz im zweiten Quartal mit 12,8 Milliarden Dollar (12,6 Mrd Euro) um 1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Zu konstanten Wechselkursen ergab sich ein Anstieg um fünf Prozent.
Wie üblich steuerte die Pharmasparte Innovative Medicines mit 10,5 Milliarden Dollar den Löwenanteil zum Gruppenumsatz bei. Einmal mehr waren es Medikamente wie das Herzmittel Entresto oder das MS-Medikament, die den Umsatz stützten. Bei der Generika-Sparte Sandoz stand ein Umsatz von 2,3 Milliarden Dollar zu Buche (minus drei Prozent). Zu konstanten Wechselkursen wuchs das Geschäft um fünf Prozent. Dank der Normalisierung der Geschäftsdynamik seien in allen Geschäftsbereichen Zuwächse erzielt worden.
Derweil sackte der operative Betriebsgewinn auf Konzernebene auf 2,2 Milliarden Dollar ab – ein Minus von 36 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Dies sei einem geringeren Gewinn aus Produktveräußerungen, höheren Wertminderungen und höheren Restrukturierungskosten geschuldet. Der Konzern hatte Anfang April eine Umstrukturierung des Unternehmensmodells angekündigt.
Der Gewinn fiel mit 1,7 Milliarden Dollar um 41 Prozent tiefer aus als im Vorjahr. Hier machte sich zusätzlich der verkaufte Roche-Anteil bemerkbar, den Novartis im vergangenen Jahr an den Basler Konkurrenten veräußert hatte. Für das Gesamtjahr bestätigt das Management die Ziele für den Gesamtkonzern. So sollen zu konstanten Wechselkursen sowohl Umsatz wie auch der operative Kerngewinn im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen.